Von Minusstunden ''freikaufen''?

4 Antworten

Wenn die Firma nicht mitspielt und Dir unbezahlten Urlaub gibt hast Du Pech gehabt. Dein Arbeitsvertrag verpflichtet Dich zur Erbringung von xx Arbeitsstunden pro Woche/Monat. So wie Du ein Recht auf Bezahlung dieser Stunden hast, hat Dein Arbeitgeber auch das Recht auf Deine Arbeitsleistung für diese Stunden. Sollte Deine Firma nicht genug Arbeit für Deine geforderte Stundenzahl haben und Dein Vorgesetzter Dich z,B. wegen Arbeitsmangel nach Hause schicken, muss der Arbeitgeber Dich trotzdem bezahlen. Das ist Dein Recht. Ebenso hat eben auch der Arbeitgeber das Recht die Arbeitsstunden von Dir zu fordern.

Wie wird das denn begründet, dass der Abzug nicht möglich sein soll?

Du musst dem Arbeitgeber dass schon schriftlich geben, dass du aus persönlichen Gründen die 50 Fehlstunden verursacht hast und um entsprechenden Einbehalt vom Lohn/Gehalt -von mir aus aufgeteilt auf x Monate- bittest. Ohne ein solches Schriftstück würde ich das auch nicht auszahlen. Ansonsten sehe ich darin kein Problem.

Darum geht es ja: "...und um entsprechenden Einbehalt vom Lohn/Gehalt -von mir aus aufgeteilt auf x Monate- bittest..."
Die Firma ist durch nichts gezwungen auf diese Bitte einzugehen! Wenn die Firma das so nicht will, dann kann man sich auf den Kopf stellen und mit dem Ars... Fliegen fangen, es hilft nichts. ;-)
Auch wenn es möglich wäre, wenn die Firma darauf besteht dass man die Stunden reinarbeitet, dann ist das so. Man kann höchstens über die Form des 'Reinarbeiten' verhandeln, mehr nicht.
Hat man aber die Minusstunden aus eigenem Antrieb verursacht, dann ist man immer in einer schlechteren Verhandlungsposition. :-(

@Wenne

Das ist mir durchaus bekannt. Die Firma kann aber ebenso wenig 50 Minusstunden auflaufen lassen und den AN dann von jetzt auf nachher zwingen jeden Tag eine Stunde länger und zusätzlich Samstags zu arbeiten, bis die Stunden wieder ausgebügelt sind. Das Hereinarbeiten als solches kann der AG verlangen. Aber nicht so! Und da der FS schreibt der Abzug wäre nach Auskunft des Betriebes nicht möglich war meine Frage in die Richtung, ob der AG diesbezüglich rechtliche Bedenken hat (kann ja auch sein, dass der AN sich hinterher hinstellt und sagt, der AG hätte die Minusstunden verordnet).

Ob abarbeiten oder abziehen: es muss doch möglich sein, sich in so einem Pillefitz zu einigen!? 50/50?

Die Firma ist nicht verpflichtet dir die Stunden 'zu verkaufen'!
Wenn die Firma will dass du die Stunden rein arbeitest um deine vertraglichen Verpflichtungen zu Erfüllen, dann ist das so.

50 Stunden ist da aber auch nicht viel. Wenn du pro Woche 5 x 1 Stunden plus 4 am Samstag rein arbeitest, dann ist der Käse in knapp 6 Wochen gegessen.

Natürlich können sie dir das in unbezahlten Urlaub umwandeln. Ob du auf mehr als 25% deines Gehaltes verzichten möchtest, ist deine Sache.

Ich sehe in der Lösung Stunde länger + Samstags halben Tag kein problem.

Aus zeitlichen Gründen ist dies nicht möglich bei mir.

@metalch

Wenn du dir die Minusstunden auf Veranlassung der Firma an die Backe geklebt hättest, dann könntest du eventuell über den Ausgleich dieser Stunden verhandeln. Da du deise Minusstunden aber aus eigenem Antrieb angehäuft hast ... ;-)

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