VL als Kapital-Lebensversicherung nach 2 Jahren kündigen

3 Antworten

Ich bin kein Versicherungsberater, und spreche nur aus meiner Erfahrung.

Die einzige steuersparende Anlage für eine VWL ist die sogenannte Direktversicherung. Das ist eine Art Rentenversicherung. Hier gibt es keine Beiträge vom Staat, außer der Steuerentlastung.

Eine Kapitallebensversicherung ist (gerade zur Zeit) die denkbar schlechteste Versicherung zu mal sie ja neuerdings auch noch besteuert wird. Hier werden allerdings hohe Provisionen an den Verkäufer der Versicherung bezahlt. Mir ist nicht bekannt, dass der Staat etwas zu einer privaten Lebensversicherung hinzugibt.

Also doppelt schlecht in steuerlicher Hinsicht.

mein Vorschlag: versuchen die LV ruhen zu lassen, oder zu kündigen. Ich weiss nicht ob das geht. Dann eine Direktversicherung für die VWLs machen. Oder, wenn es sein muss, auch Riester.

  1. Kapitallebensversicherung sind heute keine sinnvolle Geldanlage mehr, aufgrund von steuerrechtlichen Änderungen und den hohen Risikokosten.
  2. In der Tat gibt es keine staatlichen Förderungen (Arbeitnehmersparzulage) für KLV's. Die Arbeitnehmersparzulage wird auch nur gewährt wenn dein zu versteuerndes Einkommen unter 20.000,- € im Jahr liegt. Je nachdem welchem Beruf du nach der Ausbildung nachgehst kann diese also eventuell auch komplett wegfallen. Und wenn sie gewährt wird, sie ist sehr gering.

Wenn ich KLV in Verbindung mit VL lese stellt sich mir die Frage ob es sich hier vielleicht um eine betriebliche Altersvorsorge handeln könnte, in die die VL einfließen. Dafür gäbe es dann schon staatliche Förderung (Steuer- und Sozialabgabenfreiheit).

Mit einer Kündigung hättest du aber wahrscheinlich einen Totalverlust realisiert. Dein Vermittler müsste aber auch 60% seiner Provision zurückzahlen...

@kevin1905

nicht bei einer Vermögensbildenden Lebensversicherung, da gelten für die Verwendung des Beitrags andere Bedingungen, etwas wird schon zurück bezahlt werden, vermutlich aber wenig. Aber Der Verkäufer der Targobank zahlt einiges mehr zurück.

Hallo, Grundlage ist das 5. VermBG (Vermögensbildungsgesetz). Hier findest Du unter § 2 Abs 1 Nr.7 auch noch die Lebensversicherung aufgeführt.

Der Vertrag ist als vermögenswirksame Anlage gekennzeichnet, uns drum erhälst Du auch die entsprechenden staatlichen Zulagen. Was aber sein kann ist, dass es aufgrund von Betriebsvereinbarungen der Betrieb/Arbeitgeber keine Arbeitgeber Leistungen mehr dazu spendiert. Dass kann Dir nur der Betrieb beantworten.

Ob diese Anlage für Dich sinnvoll war/ist, kann man hier nicht abschließend beurteilen, dafür müsste man wesentlich mehr von Dir wissen, was einer sehr ausführlichen Beratung entspricht. n diesem Zusammenhang wäre es interessant zu erfahren, ob die Beraterin bei Dir eine Beratungsanalyse durchgeführt hat (gesetzlich verpflichtet) und Dir hinterher ein Beratungsprotokoll ausgehändigt hat (ebenfalls gesetzliche Pflicht).

Eines ist auf jeden Fall sicher: Die Provision, die sie dafür eingestrichen hat, ist wesentlich höher, als wenn sie Dir ein Bankprodukt verkauft hätte. Dies kannst Du auch im Gesetz nachlesen, was man Dir alles hätte anbieten können.

http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/vermbg_2/gesamt.pdf

eine reine KLV wird seit den 90iger Jahren nicht mehr staatlich gefördert, und so wie die Frage gestellt wurde glaube ich nicht dass es sich um eine Direktversicherung handelt.

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