Vertragsverlängerung oder Kündigung?

4 Antworten

"Ich habe keinen Jahresvertrag unterschrieben und ein Austritts darum war auch nicht festgelegt im Arbeitsvertrag"

Deine Angaben sind etwas unklar...

Wenn die Befristungsabrede nicht VOR Beginn des Arbeitsverhältnisses SCHRIFTLICH vereinbart wurde, ist von vorne herein ein unbefristetes Arbeitsverhältnis entstanden.

Du solltest daher Deine Arbeitskraft nach Ablauf der vermeintlichen Befristung anbieten - solltest Du nicht weiterbeschäftigt werden, ist entsprechend innerhalb von 3 Wochen nach (dem vermeintlichen) Befristungsende Entfristungsklage beim Arbeitsgericht einzureichen.

Dies sollte auf jeden Fall ein Anwalt machen, da es auf den genauen Wortlaut der Klage ankommt - oft wird der Klageantrag von einem juristischen Laien falsch formuliert und läuft dann ins Leere.

Wenn überhaupt keine Befristung vereinbart war, muß ebenfalls Klage eingereicht werden, wenn Dich der ArbG nicht weiterbeschäftigen will - das ist dann aber eine andere Klage.

Auf die 3-Wochen-Frist ist unbedingt zu achten.

Wende Dich auf jeden Fall an einen Anwalt, da das individuell geklärt werden muß.

Nachtrag:

Bei einer Befristung aus einem Sachgrund muß in der Befristungsabrede nicht unbedingt ein fixer Endtermin genannt sein - es reicht auch aus, wenn der Sachgrund entfällt (z. B. Krankheitsvertretung bis zur Rückkehr des Stelleninhabers) - das befristete Arbeitsverhältnis endet dann zwei Wochen nach der entsprechenden Mitteilung des ArbG, das der Sachgrund entfällt.

Befristete Arbeitsverträge verlängern sich nicht automatisch.

Wenn dieser ausläuft endet das Arbeitsverhältnis ohne dass es einer Kündigung bedarf.

Ich habe keinen Jahresvertrag unterschrieben und ein Austritts darum war auch nicht festgelegt im Arbeitsvertrag

Versteh ich nicht im Bezug zum Anfang deiner Frage. Wenn du einen unbefristeten Vertrag hast, kann dieser auch nicht auslaufen (höchstens durch Bezug von Altersrente).

Ich habe keinen Jahresvertrag unterschrieben und ein Austritts darum war auch nicht festgelegt im Arbeitsvertrag

Wenn es sich dennoch um ein wirksam befristetes Arbeitsverhaeltnis handelt, kann es sich ja nur um eine Sachgrundbefristung handeln. Das endet bei Wegfall des Befristungszwecks. Der Arbeitgeber hat in dem Fall die Erreichung des Befristungszwecks mindestens 2 Wochen vorher schriftlich mitzuteilen.

Eine Kündigung ist nicht nötig wenn der Vertrag befristet ist, der Vertrag läuft einfach aus und endet dann.

Wirst Du nach Ablauf dennoch weiterbeschäftigt ohne Vertragsverlängerung mit Befristung, dann hast Du einen unbefristeten Vertrag.

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