Vertrag vor Arbeitsbeginn kündigen, obwohl eine Kündigung des Anstellungsvertrages vor Dienstantritt im Vertrag ausgeschlossen ist?

3 Antworten

Wenn die Kündigung vor Antritt der Stelle im Arbeitsvertrag ausgeschlossen wurde, bleibt nur die Kündigung nach Antritt der Arbeitsstelle - ansonsten könnten Schadenersatzforderungen auf Dich zukommen.

Nach Antritt kannst Du jederzeit mit den 2 Wochen Kündigungsfrist kündigen - so wie es für Dich am besten paßt.

nur wenn so ein passus im arbeitsvertrag mit einer vertragsstrafe, z.b. einem monatsentgelt versehen ist, muss man aufpassen. de fakto kann der arbeitgeber trotz dieser vereinbarung nichts gegen eine kündigung vor dienstantritt machen. wie will er den unwilligen mitarbeiter, der sich anders entschieden hat, zur arbeit "zwingen"? da flattert doch der berühmte "gelbe schein" am ersten "arbeitstag" ins haus.

zwar ist das nicht die "feine englische art", einen unterschriebenen vertrag nicht anzutreten, aber es kommt auf die juristische fakten an und nicht auf die moralischen.

und wenn du den anderen job zum 1.1. antreten willst, wäre doch eigentlich der eine monat problemlos "auf der linken a***hbacke" abzureißen, wobei du auch schon am 1. arbeitstag zum 31.12. kündigen darfst. und dann wird dich der arbeitgeber vermutlich kaum beschäftigen wollen. immerhin hättest du dann anspruch auf einen monat entgelt.

Vielen Dank.

Bzgl. einer Vertragstrafe steht nichts im Vertrag. Nur das "Kündigung des Anstellungsvertrages vor Dienstantritt ist ausgeschlossen".
Wenn die Vertragstrafe nicht festgehalten worden ist, wovon muss ich dann ausgehen?

@pet21221

der arbeitgeber könnte ggf. die kosten der neubesetzung der stelle von dir einklagen, z.b. die einer stellenanzeige. aber so eine klage steht auf wackeligen füßen.

@noname68

Gut, ich denke, dass ich dann mit ihm versuche es einvernehmlich über einen Aufhebungsvertrag zu klären. Wenn er nicht mitmacht, habe ich kein Problem damit auch ein Monat die Stelle anzutreten, sodass ich am ersten Tag Kündige und zum Monatsende weg bin.
Somit wäre rechtlich alles im grünen Bereich für mich?

@noname68

Die Kosten der Neubesetzung sind nicht auf den AN abzuwälzen. Das würde ja mein Kündigungsrecht beeinträchtigen.

@Maximilian112

@ Maximilian112:

Sicher kann das in diesem Fall möglich sein, wenn der Arbeitnehmer vor Arbeitsantritt kündigt, obwohl diese Kündigungsmöglichkeit ausdrücklich ausgeschlossen worden ist.

per21221 hat ja nicht generell behauptet, der Arbeitgeber könne bei einer Kündigung so verfahren, sondern das nur auf diesen Fall hier bezogen!

Du kannst die Arbeit beginnen und in der Probezeit kündigen (auch schon am 1. Tag). Wenn Du vor Antritt kündigst, kann der AG die Kosten für die Stellen-Neubesetzung von Dir abverlangen.

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