Verstoß gegen das BtmG - mit 15

5 Antworten

Handel mit Betäubungsmitteln und willst nicht wie ein Straftäter behandelt werden? In welcher Fantasiewelt lebst du eigentlich? Du hast eine Straftat begangen, also wirst du auch entsprechend behandelt. Was das Strafmaß angeht und ob der Beamte dein Zimmer ohne weiteren Dursuchungsbeschluß noch mal durchsuchen darf, da kann dich dein Anwalt beraten. Und das Rumgeheule hier hättest du dir ersparen können, wenn du vorher mal dein Hirn eingeschaltet hättest.

Alkohol ist ebenfalls ein Betäubungsmittel, und ist frei verkäuflich. Nikotin ist auch ein Betäubungsmittel, und ist frei verkäuflich. Sogar Zucker ist ein Betäubungsmittel (Google: "Zuckersucht" - "Zuckermissbrauch"), und steckt fast in allen Lebensmitteln.

Cannabis ist ein medizinisch anerkannte Heilpflanze, und im Übrigen nicht illegal. Lediglich der Besitz ist illegal, der Konsum sowie der Besitz zu medizinischen Zwecken ist legal.

Was verstehst du daran nicht, wenn ich sage, keine unnötigen Kommentare? Und zum Thema wie ein Straftäter behandelt zu werden, ich habe 15g verkauft und keine 200, dann wäre das sicherlich was anderes. Natürlich wird man dementsprechend behandelt, ich habe aber noch niemanden gesehen, der wegen 15g 2 Jahre besuch von einem beamten bekommt und Drogentests machen muss.

Der Besitz von Drogen ist grundsätzlich ein Straftatbestand, dabei spielt die Menge keine Rolle (höchstens im Strafmaß).

Handel mit Drogen kommt erschwerend hinzu. Auch hier spielt die Menge nur eine untergeordnete Rolle.

Mit Sicherheit wird es zu einer Verhandlung kommen. Als Angeklagter hast du das Recht, zum Vorwurf zu schweigen und außer Angabe der Personalien keine Aussage zu machen.

Selbstverständlich darf die Polizei alle ihr zustehenden rechtlichen Mittel ausschöpfen, um Beweise zu sichern. Dazu gehören u. U. auch das Abhören von Telefongesprächen, Hausdurchsuchungen, Handy- und PC-Kontrolle (Emails z. B., Netzwerke) usw.

Das Gerichtsurteil ist abhängig von vielen Faktoren: Verhalten vor Gericht / Kooperation, Vorstrafen, Sozialprognose, Umfeld, persönliche Situation, Gutachten der Jugendgerichtshilfe usw. Mit einem frühzeitigen Geständnis und EHRLICHER Reue kannst du das Urteil positiv für dich beeinflussen.

Allerdings solltest du dich darauf besser einstellen, dass es mit Sozialstunden alleine wohl nicht getan ist - bei Drogen und erst recht mit Handel von Drogen verstehen die Richter absolut keinen Spaß. Und das ist auch gut und richtig so..

Der Besitz von Drogen ist grundsätzlich ein Strafbestand, dabei spielt die Menge keine Rolle (höchstens im Stafmaß).

Nicht ganz. In Deutschland liegt es in der Entscheidung des jeweiligen Bundeslandes, welche Menge geduldet wird. Hier in NRW werden bis zu 10g Cannabis geduldet, und in der Regel nicht mit einer Strafe geahdet. In Rheinland-Pfalz sind es ebenfalls 10g, in Berlin und Niedersachsen sogar bis zu 15g.

In Deutschland gibt es im Übrigen auch Drogen, die legal im Handel erhältlich sind (Siehe Alkohol, Nikotin und Koffein).

Allerdings solltest du dich darauf einstellen, dass es mit Sozialstunden alleine wohl nicht getan ist - bei Drogen und erst recht mit Handel von Drogen verstehen die Richter absolut keinen Spaß.

Fraglich ist, ob überhaupt irgendeine Strafe folgen wird. Strafverfahren wegen illegalen Besitz von Cannabis werden in der Regel eingestellt, da sie in der Praxis nichts bezwecken.

Und das ist auch gut und richtig so..

Nein, überhaupt nichts ist daran richtig. Die 15 Millionen Euro die jährlich in die Verfolgung von Cannabiskonsumenten gesteckt werden, könnten wir viel lieber in wichtigere Dinge stecken, z.B. in den Schuldenabbau, oder in Kitas. Zumal solche Strafverfahren negative Auswirkungen auf die Zukunft des Jugendlichen haben kann. Und mit Strafen bezweckt man überhaupt nichts, das würde mich als Jugendlicher eher dazu motivieren, weiterzumachen.

Niemand wird Dir genau sagen können, welches Urteil gegen Dich gesprochen wird, denn jeder Richter ist anders und geht auch anders mit Angeklagten um. Aus meiner eigenen (reichhaltigen) Erfahrung kann ich Dir sagen, dass Du als 15jähriger mit einem "satten Schuss vor den Bug" rechnen musst, was sich im Juristendeutsch "Erzieherische Maßnahmen" nennt.

Dazu gehören:

Unregelmäßige Urin-Screenings für eine bestimmte Dauer

Ableistung von Sozialstunden

Verpflichtung zur Teilnahme an Anti-Drogenkursen wie z.B. "FRED"

(Androhung von ) Jugend-Arrest

Haftstrafe zur Bewährung (weil Waffen und Drogen als ganz besonders schweres Delikt betrachtet werden...egal, ob Schreckschuss oder nicht.)

Du solltest bis zur Hauptverhandlung Deine Dinge (gut) geregelt haben, um dort möglicht viele Pluspunkte gegen die vorliegenden Negativpunkte in die Waagschale werfen zu können. Es schadet auch nicht, sich diesen Beitrag und seine Nebenlinks http://de.wikipedia.org/wiki/Jugendstrafrecht reinzuziehen.

auch hier wurde meine erste Antwort gelöscht, die vierte seit gestern!!

dann eben noch einmal:

-Was ist wahrscheinlicher? Gerichtsverhandlung oder Urteil ohne Verhandlung vom Richter?

im Jugendrecht gibt es IMMER eine Gerichtsverhandlung

-Wie viele Sozialstunden gibt das etwa?

das sollte dein Anwalt dir sagen können, ich denke (wenn es überhaupt welche geben sollte) ca. 30-40 Stunden

was für dich aber auf jeden Fall zukommen wird ist folgendes:

gesetzliche Bestimmungen: § 2 Abs. 12 StVG:

"Die Polizei hat Informationen über Tatsachen, die auf nicht nur vorübergehende Mängel hinsichtlich der Eignung oder auf Mängel hinsichtlich der Befähigung einer Person zum Führen von Kraftfahrzeugen schließen lassen, den Fahrerlaubnisbehörden zu übermitteln, soweit dies für die Überprüfung der Eignung oder Befähigung aus der Sicht der übermittelnden Stelle erforderlich ist. Soweit die mitgeteilten Informationen für die Beurteilung der Eignung oder Befähigung nicht erforderlich sind, sind die Unterlagen unverzüglich zu vernichten."

Ärztliches Gutachten:

Wird man polizeilich mit BTM "erwischt" (Konsum, Besitz, Handel... auch bei geringen Mengen), muss man damit rechnen, durch die Fahrerlaubnisbehörde zur Vorlage eines ärztlichen Gutachtens aufgefordert zu werden.Wird durch äG festgestellt, dass der Cannabiskonsum mehr als gelegentlich ist oder man legt innerhalb der Frist kein Gutachten vor, dann ist Kraft Gesetzes der Betroffene nicht geeignet, Kfz zu führen = die Fahrerlaubnis ist auf unbestimmte Dauer weg (FEV, Anlage 4 Pkt. 9.2.1). Und wenn du noch keine Fahrerlaubnis hast wird das äG bei einem späteren Neuantrag gefordert

schau mal hier rein, da sind Erfahrungsberichte über äG's

http://www.verkehrsportal.de/board/index.php?s=&showtopic=56523&view=fin...

es werden auch zwei Abstinenznachweise gefordert.

Hi Jannis,

das mit der Aussage hättest Du Dir auch schenken können. Mit Glück kriegst Du eine Geldstrafe und das war es dann. Mit Pech eben Sozialstunden im überschaubaren Rahmen. Jugendarrest dürfte ausscheiden, wenn Du nicht schon x mal strafrechtlich in Erscheinung getreten bist. Musst halt vor Gericht und dort eine gute Figur machen. Reue zeigen und so. Was die Polizei Dir erzählt, kannst Du vergessen, ab und zu mal zum Drogentest vorbeikommen z.B. ...glaub nicht jeden Mist, den ein lokaler Dorfsheriff so zum besten gibt.

Nimm Dir einen Anwalt und schieb das nicht auf die lange Bank. Der schaut sich die Akte an und regelt das mit dem Gericht.

Probleme könnte es tatsächlich mit dem Führerschein geben, aber das dürfte jetzt wohl das kleinst Problem sein. Keine Kifferei mehr, bis die Sache komplett abgehakt ist.

Zu den möglichen Strafen bei Drogenvergehen kannst Du hier schauen: [...]

Im Jugendstrafrecht hast Du noch Welpenschutz und die Strafen sind meist deutlich niedriger...aber wenn Du später mal beim Handeltreiben mit Cannabis erwischt wirst, wird das nicht mehr mit Sozialstunden abgehen.

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