Verstößt die Wehrpflicht gegen Artikel 3 des Grundgesetzes?

5 Antworten

Was meinst du damit?

Bezugnehmend auf deine letzte Frage vermute ich mal, daß du die Männer wegen der Wehrpflicht diskriminiert siehst?

Man ging davon aus, daß die Frauen bereits etwas anderes leisten - indem sie gelegentlich schwanger werden. Deshalb wurden sie grundsätzlich von der Wehrpflicht ausgenommen, aber als Berufssoldatinnen können sie inzwischen zur Bundeswehr gehen.

Außerdem sind Frauen, biologisch betrachtet, für die Existenz eines Volkes wichtiger: die Männer können zwar Feinde fernhalten, aber die Frauen bekommen die Kinder. Eine tote Soldatin ist also schlechter als ein toter Soldat, denn rein funktional würde ein einzelner Mann reichen, um einige hundert Frauen zu schwängern - wird sicher ein bischen stressig, aber Opfer müssen für das Gemeinwohl gebracht werden :)

Dann muss man aber die Gleichberechtigung genauer definieren auch im gesetz um zu sagen wo absolute Gleichheit gewollt ist und wo man sich an praktische und logische Unterscheidungen orientieren will

@MerlinX10

Stimmt - sollte man tun

Absatz 2 von Artikel 3 wird durch Artikel 12 a ausserkraft gesetzt.


"


Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 12a 


(1) Männer können
vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den
Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband
verpflichtet werden.(2) Wer aus
Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert, kann zu
einem Ersatzdienst verpflichtet werden. Die Dauer des Ersatzdienstes
darf die Dauer des Wehrdienstes nicht übersteigen."




Wehrpflicht findest Du im Art12a des GG.

Gleich Abs.1: Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden.

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 12a 

(1) Männer können

vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den

Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband

verpflichtet werden.

(2) Wer aus

Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert, kann zu

einem Ersatzdienst verpflichtet werden. Die Dauer des Ersatzdienstes

darf die Dauer des Wehrdienstes nicht übersteigen. Das Nähere regelt ein

Gesetz, das die Freiheit der Gewissensentscheidung nicht

beeinträchtigen darf und auch eine Möglichkeit des Ersatzdienstes

vorsehen muß, die in keinem Zusammenhang mit den Verbänden der

Streitkräfte und des Bundesgrenzschutzes steht.

(3)

Wehrpflichtige, die nicht zu einem Dienst nach Absatz 1 oder 2

herangezogen sind, können im Verteidigungsfalle durch Gesetz oder auf

Grund eines Gesetzes zu zivilen Dienstleistungen für Zwecke der

Verteidigung einschließlich des Schutzes der Zivilbevölkerung in

Arbeitsverhältnisse verpflichtet werden; Verpflichtungen in

öffentlich-rechtliche Dienstverhältnisse sind nur zur Wahrnehmung

polizeilicher Aufgaben oder solcher hoheitlichen Aufgaben der

öffentlichen Verwaltung, die nur in einem öffentlich-rechtlichen

Dienstverhältnis erfüllt werden können, zulässig. Arbeitsverhältnisse

nach Satz 1 können bei den Streitkräften, im Bereich ihrer Versorgung

sowie bei der öffentlichen Verwaltung begründet werden; Verpflichtungen

in Arbeitsverhältnisse im Bereiche der Versorgung der Zivilbevölkerung

sind nur zulässig, um ihren lebensnotwendigen Bedarf zu decken oder

ihren Schutz sicherzustellen.

(4) Kann im

Verteidigungsfalle der Bedarf an zivilen Dienstleistungen im zivilen

Sanitäts- und Heilwesen sowie in der ortsfesten militärischen

Lazarettorganisation nicht auf freiwilliger Grundlage gedeckt werden, so

können Frauen vom vollendeten achtzehnten bis zum vollendeten

fünfundfünfzigsten Lebensjahr durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes

zu derartigen Dienstleistungen herangezogen werden. Sie dürfen auf

keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden.

(5)

Für die Zeit vor dem Verteidigungsfalle können Verpflichtungen nach

Absatz 3 nur nach Maßgabe des Artikels 80a Abs. 1 begründet werden. Zur

Vorbereitung auf Dienstleistungen nach Absatz 3, für die besondere

Kenntnisse oder Fertigkeiten erforderlich sind, kann durch Gesetz oder

auf Grund eines Gesetzes die Teilnahme an Ausbildungsveranstaltungen zur

Pflicht gemacht werden. Satz 1 findet insoweit keine Anwendung.

(6)

Kann im Verteidigungsfalle der Bedarf an Arbeitskräften für die in

Absatz 3 Satz 2 genannten Bereiche auf freiwilliger Grundlage nicht

gedeckt werden, so kann zur Sicherung dieses Bedarfs die Freiheit der

Deutschen, die Ausübung eines Berufs oder den Arbeitsplatz aufzugeben,

durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes eingeschränkt werden. Vor

Eintritt des Verteidigungsfalles gilt Absatz 5 Satz 1 entsprechend.

Lies das GG mal richtig ;)

Die längste Antwort ist nicht immer die beste, weißt du das?

@ZzTxyzZz

Einbildung ist auch eine Bildung.

Das Grundgesetz sieht aber auch vor, dass Männer ab dem 18. Lebensjahr zum Wehrdienst herangezogen werden können. Das Grundgesetz kann aber nicht grundgesetzwidrig sein, weshalb die inhaltlichen Spannungen zwischen Art. 3 und Art. 12a rechtlich keine Rolle spielen.

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