Versteuerung vom Bausparer

3 Antworten

Du machst ja außer den Zinsen für dieses Jahr keine weiteren Gewinne. Versteuern müßtest Du nur etwas, wenn Du einen Gewinn machst. Bei Aktien ist das z.B., wenn Du sie teurer verkaufst als Du sie eingekauft hast. Da hast Du zwischendurch "nur" die Dividende zu versteuern. Beim Bausparvertrag jedoch hast Du jährlich Zinsen bekommen (die dann je nach Bedingungen zu versteuern oder steuerfrei waren). Irgendwas extra gibt es da nicht.

Die Zinsen aus dem Bausparvertrag müssen ganz normal als Kapitalerträge versteuert werden. Dieses Jahr fällt also erstmal die Zinsabschlagsteuer plus Soli an. Es sei denn, Du hast eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV), dann sind sie steuerfrei. Oder einen Freistellungsauftrag, bzw. liegst für das gesamte Jahr 2008 unter der Freigrenze. Ansonsten wie gesagt - in der Einkommenssteuererklärung für 2008 dann mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern.

Bei Anspruch auf Wohnungsbauprämie sind die Zinsen auch steuerfrei.

@anjanni

und wenn ich nicht für alle 7 Jahre durchgängig Wohnungsbauprämie beantragt habe??

@cyberloo

wäre mir neu, dass die Zinsen dann steuerfrei sind. Woher kommt die Erkenntnis?

wenn der Vertrag vor ablauf gekündigt wird ist die bereits erhaltene Wohnungsbauprämie zurück zu zahlen...

Bausparvertrag an Darlehensvertrag gebunden?

Zur Finanzierung eines Neubaus habe ich einen Bausparvertrag bei der Wüstenrot abgeschlossen und gleichzeitig auch ein Darlehen beantragt (Bausparvertrag zwischenfinanziert). Mein Berater teilte mir nach einigen Problemen mit: "die Finanzierung läuft". Ich wähnte also das Darlehen in trockenen Tüchern.

Seit Monaten zieht die Wüstenrot nun Beträge von meinem Konto ein, die in den Bausparvertrag gehen. Nun, da ich Baurechnungen mit der Bitte um Ausgleich an die Wüstenrot geschickt habe, die (kommentarlos) nicht beglichen wurden, meldete sich der Bauträger bei mir, weil die Rechnungen nicht bezahlt wurden. Die Wüstenrot teilte mir auf Nachfrage mit, dass das Darlehen abgelehnt worden sei. Es gäbe keinen Darlehensvertrag. Die Wüstenrot verlangte, dass ich einen ganz neuen Darlehensantrag stelle. Keiner konnte sich erinnern, dass ich eine Zusage (Email, nachweisbar) habe. Der Berater, der mir diese Zusage gemacht hat, ist unmittelbar danach sehr schwer erkrankt und keiner hat seine Fälle übernommen, so dass kein Darlehensvertrag zustande kam. Ich dachte, solange ich von dem Berater nichts höre, läuft alles (ok, das war naiv). Die Bausparkasse hat sich mir gegenüber nicht gerade kooperativ verhalten. Ich bekam einfach keinen ans Telefon, der Entscheidungsbefugnisse hatte und das Wasser stand mir wegen der offenen Rechnungen bis zum Hals.

Ich habe ich schließlich entschieden, über eine andere Bank zu finanzieren und das der Wüstenrot so auch mitgeteilt. Nun will mich diese zwingen, den Bausparvertrag zu kündigen, da dieser an das Darlehen gebunden sei.

Dazu nun meine Frage: Kann die Wüstenrot mich tatsächlich zwingen, diesen Bausparvertrag zu kündigen und wie ist das überhaupt rechtlich - auf der einen Seite behaupten die ja, das Darlehen wurde abgelehnt (ich habe es schriftlich von meinem Berater, dass die Finanzierung läuft!) und auf der anderen Seite haben die Beiträge in den Bausparvertrag eingezogen, der nun wiederum an den Darlehensvertrag gebunden sein soll. Da kommt doch was nicht hin, oder?

Ich wäre froh, wenn mir diese Fragen jemand beantworten könnte.

LG, Elisa

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