Verstärker Kündigungsschutz im Alter?

5 Antworten

Das Alter und die Betriebszugehörigkeit sind bei betriebsbedingten Kündigungen einige Aspekte der Sozialauswahl.

Da kommen dann auch noch eventuell vorhandene Unterhaltspflichten und auch Schwerbehinderung dazu.

Es ist auch der Sonderkündigungsschutz nach dem Mutterschutzgesetz und Personen die unter den Kündigungsschutz im Rahmen des Betriebsverfassungsgesetzes fallen, z.B. von Betriebsratsmitgliedern, Personalvertretungen, fallen zu berücksichtigen (§ 15 Kündigungsschutzgesetz, § 103 BetrVG).

Der AG hat dann noch die Möglichkeit einzelne AN aus der Sozialauswahl herauszunehmen um eine ausgewogene Personalstruktur zu sichern

Nein, den hat man leider nicht. Wenn die Firma Stellen streichen muss oder man plötzlich bei seiner Arbeit nachlässt, kann man im Rahmen der Kündigungsfristen genauso entlassen werden, wie ein junger Mitarbeiter. Je nachdem, welche Position man inne hat, fällt allerdings die Abfindung deutlich höher aus, wenn man auf eine lange Betriebszugehörigkeit zurückblicken kann. lg Lilo

Nein, die Sozialauswahl ist zwingend notwendig. Siehe KSchG. Das hat nichts mit einem eventuell vorhandenen Betriebsrat zu tun. Der arbeitet da mit, es geht aber auch ohne.

Das stimmt nicht! Betriebszugehörigkeit (Sozialauswahl vorausgesetzt) spielt beim Kündigungsbegehren natürlich schon eine Rolle (ausser bei "fristlosen Kündigungen" die im Gesetz ja klar definiert sind und für die allerhand Voraussetzungen vorgegeben werden)! Bei Betrieben unter 10 Mitarbeitern ist da allerdings kein Schutz zu erwarten, da für diese Kleinbetriebe andere Regeln gelten.

"fällt allerdings die Abfindung deutlich höher aus, wenn man auf eine lange Betriebszugehörigkeit zurückblicken kann."

Ein weit verbreiteter Irrtum! Allein wegen einer langjährigen Betriebszugehörigkeit entsteht noch kein Abfindungsanspruch bei betriebsbedingter Kündigung. - Siehe auch http://www.abfindunginfo.de/abfindungsanspruch-und-betriebszugehorigkeit

Da gibt es verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Gilt ein Tarifvertrag kann das bis zur ordentlichen Unkündbarkeit führen. Auch ist eine Unterscheidung nach der Mitarbeiterzahl zu führen (Anwendung KSchG).
Allgemein gesprochen daher schwierig zu beantworten.

WENN eine Sozialauswahl stattfindet, fällt die Betriebszugehörigkeit natürlich auch ins Gewicht.

Bei einem kleineren Betrieb erübrigt sich die Frage sowieso.

Bei einem kleineren Betrieb erübrigt sich die Frage sowieso.

Das ist nicht ganz richtig.

 Kleinbetriebe sind zwar aus dem gesetzlichen Kündigungsschutz herausgenommen aber auch hier vor einer sitten- oder treuwidrigen Kündigung geschützt.

Hier gilt es den konkreten Fall zu betrachten.

@Hexle2

Nur bei Betrieben ab 10 Mitarbeitern....fürchte ich!

Ja, einerseits verlängert sich die Kündigungsfrist und andererseits hat man dann Vorteile bei der sog. Sozialauswahl

Sozialauswahl: Das hängt davon ab, wie dieses Unternehmen geleitet wird und ob ein Betriebsrat da ist.

@LiselotteHerz: nein. Ist zwingend notwendig.

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