Versicherung zahlt nur 100€ Restwert nach unverschuldetem Unfall?

14 Antworten

Da hast Du wohl nur einen Teil des Gutachtens gelesen.

Sie werden gesagt haben, was das Auto vor dem Unfall wert ist und den Wert nach dem Unfall geschätzt - nämlich 100 €. Die gegnerische Versicherung zahlt Dir dann die Differenz zwischen dem Vorher- und dem Nachher-Wert, weil die Dame mit ihrer Kaltverformung ja um diesen Differenzbetrag gemindert hast.

Du kannst den Wagen entweder behalten und reparieren, Dir eine schöne Skulptur draus schweißen oder ihn verkaufen...

Es kommt also viel mehr auf deren Schätzung des Vorher-Wertes an als auf die des Restwerts. Eigentlich kann Dir ein niedriger Restwert nur recht sein, weil dadurch der zu erstattende Wertverlust höher ist.

Insgesamt bestätigt das aber wieder mal meine Theorie, dass man lieber selbst einen Gutachter beauftragen sollte - oft kommt dabei etwas "Freundlicheres" für einen raus - und fast immer nehmen sich die selbst Beauftragten etwas mehr Zeit dafür, ihr Gutachten auch zu erklären.

Hey. Wenn die Reparaturkosten höher ausfallen als der Wiederbeschaffungswert des Autos dann hast du einen Anspruch auf den sogenannten Wiederbeschaffungsaufwand. Das heißt Wiederbeschaffungswert abzüglich Restwert.

Angenommen ein Peugot 206 BJ 2000 mit vergleichbarer Ausstattung und Laufleistung kostet 1500 €, dann müsstest Du hiervon die 100 € Restwert abziehen. Du hast demnach einen Anspruch auf 1400 €

Wenn ein Gutachter bei Dir war, dann gehe ich davon aus, dass er nur den Restwert ermittelt hat. Das heißt nicht, dass die Versicherung die nur die 100 € zahlt. Der Restwert ist vielmehr Grundlage für die Berehcnung deines Schadensersatzanspruchs (s.o.).

Wenn ein Gutachter bei Dir war, dann gehe ich davon aus, dass er nur den Restwert ermittelt hat...

... sowie natürlich die kalkulierten Reparaturkosten, welche hier den Wiederbeschaffungswert wohl übersteigen dürften; ergo eben ein Totalschaden, da die Reparaturkosten über dem Wiederbeschaffungswert liegen und der "Schrottwert" des Autos demnach noch 100 € beträgt!

@siola55

Der "Schrottwert" ist der Restwert, Herr "Experte". Abgesehen davon macht der Kommentar keinen Sinn weil er das wiedergibt was ich oben geschrieben habe. 

@uni1234

Lieber "Experte", den Restwert ermittelt die gegnerische Versicherung anhand des Restwert-Angebots des Aufkäufers!!!

Du schreibst jedoch genau das Gegenteil: dass ein Gutachter den Restwert ermittelt...

Der Gutachter ermittelt die Reparaturkosten und den Wiederbeschaffungswert! Alles klar???

Dein einziger Fehler war, den Gutachter der gegnerischen Versicherung zu akzeptieren, weil der parteiisch ist. ein unabhängiger Gutachter wäre besser gewesen.Die Entschädigung wird dennoch höher ausfallen und entspricht nicht dem Restwert.

Wo ist bitte ein Gutachter parteiisch. Da würde das Gutachten bei Gericht sofort an Wert verlieren. Das würde eine Gutachter wohl kaum machen. Die gegnerische Versicherung spart an den Kosten des Gutachters. Aus diesem Grund möchten die immer ganz gern Gutachter aus den eigenen Verbindungen nehmen. Weiterhin sind die Preise und AW´s für den Gutachter bereits vorgegeben. Der kann somit keine andere Preise nehmen. Gutachter müssen bei wirtschaftlichen Totalschäden die Fahrzeuge in eine Restwertonline Börse  einstellen. Der Restwert wurde somit vom Markt bestimmt und nicht vom Gutachter.

@Alexander Schwarz

Wer des Glaubens voll ist...

Die allgemeine Erfahrung spricht jedenfalls dagegen. Versicherungsgutachter veranschlagen i.d.R. Ausbeulen statt Neuteile und rechnen die Lackierungskosten herunter. Es gilt auch hier: "Wes Brot ich fress, des Lied ich sing."

Der Restwert ist das, was die Kiste NACH dem Unfall noch wert ist. Der wird vom Wiederbeschaffungswert, der ebenfalls im Gutachten steht, abgezogen.

Beispiel:

Reparaturkosten 2800€

Wiederbeschaffungswert 1800€

Somit liegt ein wirtschaftlicher Totalschaden vor. Der Gutachter holt sich Restwertangebote ein und nimmt diesen Betrag in sein Gutachten auf. In deinem Fall 100€

Ausgezahlt wird der Wiederbeschaffungswert abzüglich Restwert, in deinem Fall also 1700€. Was du dann mit dem Auto machst, ist deiner Intelligenz überlassen. Aufbauen, kaputt weiterfahren, wenn es verkehrssicher ist, oder für 100, 200 oder 500€ verkaufen.

Außerdem steht dir Nutzungsausfallentschädigung oder ein Mietwagen für die Zeit der Wiederbeschaffung zu. Zusätzlich muss die gegnerische Versicherung die Ab- und Anmeldegebühren tragen sowie eine Auslagenpauschale von meist 20 bis 30€.

Wir haben auch mal was ähnliches gehabt! Da fühlten wir uns auch Ver...t, aber war auch rechtens! Fährt eine Frau bei uns auf der Hofauffahrt, 1 von zwei hochwertigen Laternen um! Waren richtig gute Dinger. Die Versicherung zahlt aber nur eine davon, aber optisch sieht es sche . aus, weil beide gleich sein müssen. Die Laterne gab es auch nicht mehr nach. Nun musten wir zwei billige kaufen, damit es optisch zueinander passt. Korrekt und Anständig wäre es gewesen, das die Versicherung 2 Laternen bezahlt. Nun haben wir 2 billige Laternen auf dem Hof, die durch das dünnere Guseisen, schon billiger und unschöner anmuten, als die alten. Man kann also sagen, es soll nach der Regulierung alles wieder so sein wie vorher, jedoch ist bei uns nicht der Fall gewesen. Da fährt uns jemand was kaputt, und wir haben den Schaden dadurch. Bananenrepublik Deutschland! Andererseits kannst noch froh sein, das die Frau nicht einfach weggefahren ist, machen auch viele! Man liest es immer wieder in der Zeitung!

Wir haben auch mal was ähnliches gehabt!

Wüsste nicht wo hier auch nur annähernd Ähnlichkeit mit dem Fall besteht...

....und Was an dieser Geschichte ist nun ähnlich mit der hier gestellten Frage?

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