Versicherung als Kleinunternehmer?

5 Antworten

Arbeit im Sekretariat

Das ist eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als Arbeitnehmerin.

Hier wird ein Arbeitsverhältnis verschleiert um Sozialabgaben zu sparen.

Du bist an Arbeitszeiten gebunden, in den betrieblichen Ablauf integriert und weisungsgebunden.

Für solch eine Tätigkeit gibt es keine Möglichkeit einer echten Selbständigkeit.

Es kann auch der Status des arbeitnehmerähnlichen Selbständigen nicht greifen (nur für einen Auftraggeber tätig).

Du solltest unverzüglich die Anmeldung als Arbeitnehmerin einfordern und ansonsten aufhören - auch Dich kann man belangen, wenn weiterhin Sozialabgaben hinterzogen werden.

Bis 450 € ist das zwingend als geringfügiges Beschäftigungsverhältnis anzumelden.

Du mußt lediglich 3,7 Prozent des Arbeitsentgelts als aufstockenden Rentenversicherungsbeitrag zahlen, sofern Du dem nicht schriftlich widersprichst. Ein schriftlicher Widerspruch ist vom Arbeitgeber zu den Lohnunterlagen zu nehmen.

Die Sozialabgaben müssen ansonsten pauschal vom ArbG gezahlt werden und dürfen nicht auf Dich abgewälzt werden.

Gegen den Bescheid (???) wäre umgehend Widerspruch einzulegen und das Gewerbe ist abzumelden - jetzt hast Du nämlich schon das Problem - für die Zeit der Selbständigkeit wollen die einen Beitrag haben - Du mußt denen nun mitteilen, daß das Gewerbe ein Irrtum war und Du gar nicht selbständig tätig warst, sondern als Arbeitnehmerin, die nur nicht angemeldet wurde - da werden Nachfragen kommen...

@DerSchopenhauer

Widerspruchsbelehrung gibt es allerdings nur, wenn es einen Bescheid gibt

Wenn das nur ein Angebot zur freiwilligen Versicherung ist, dann brauchst Du keinen Widerspruch einlegen und kannst ihnen mitteilen, daß Du keine freiwillige Versicherung wünschst; BG muß nur bezahlt werden, wenn man Mitarbeiter hat - ein Selbständiger selbst muß sich nicht versichern.

Das Gewerbe solltest Du dennoch abmelden - bald kommt auch noch Post von der IHK wegen Pflichmitgliedschaft und Post vom Finanzamt...

@DerSchopenhauer

Durch deine Gewerbeanmeldung hast Du einiges ins Rollen gebracht - hier sollte schnellstmöglich die Reißleine gezogen werden, bevor es für Dich ungemütlich wird...Dein ArbG dürfte allerdings nicht so einfach davonkommen...

 Ich mache dort Sekretariatsarbeit. Ich musste deshalb ein Gewerbe anmelden, das hab ich auch gemacht. 


Das klingt ganz stark nach Scheinselbstständigkeit. Ich würde hier aufpassen bzw. das sein lassen. Dein Chef will nur die ganzen Sozialversicherungsbeiträge sparen und auf dich entlassen. 


Und lass mich raten: Du bekommst nur ~10 EUR die Stunde? Wenn du das Selbstständig machst, würde ich hier min. 30-40 Euro ansetzen, weil du (theoretisch und auch praktisch) für Krankheit, Arbeitslosigkeit und Rente vorsorgen musst.

Steht doch in dem Brief: Du kannst dich freiwillig bei der Berufsgenossenschaft unfallversichern. Du musst es nicht. Deine private Unfallversicherung wird aber nicht für Unfälle, die mit deiner Tätgikeit in Verbindung stehen, zahlen. Schau dir da die Police nochmal genau an.

Was das mit dem Widerspruch bedeuten soll, kann ich dir auch nicht sagen. Denn entweder ist das ein Hinweis, dass du dich freiwillich versichern kannst.... dann bräuchtest du keinen Widerspruch einlegen.... oder aber es ist eben doch eine Zwangsversicherung... dann würde der Wiederspruch Sinn machen. 

Da solltest du mal selbst anrufen.

Kennen Sie denn die Bedingungen der ADAC-Unfallversicherung, bzw. einen entsprechenden Ausschluss ?

Selbstverständlich zahlen 99,9 % aller Unfallversicherungen auch wenn der Unfall "berufsbedingt" ist.

Wenn du nix von Unfallpolicen verstehst, dann rate auch nix diesbezügliches, denn das ist ja eh nur GERATEN!

Das Problem Scheinselbständigkeit Wwrde ja schon aus verschiedenen Richtungen beleuchtet, aufpassen !

Als Scheinselbständige bist Du prinzipiell RV-pflichtig (außer Minijob und Antrag auf Befreiung), und auch Dein Arbeitgeber bekommt bei sowas Probleme.

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