Versäumt 25€ zu überweisen - Inkassobüro verlangt 50€ Inkassokosten?

5 Antworten

Die 25€ für den Anbieter hättest du nicht zahlen müssen, denn der Anbieter hat seine Forderung an das Inkassounternehmen abgetreten, dh das Inkassounternehmen hat deine Rechnung bezahlt. Das Unternehmen verdient damit Geld, dass sie offene Rechnungen (ev niedrigere Summe) bezahlen, und für diese Vorausleistung Mahnkosten und Bearbeitungskosten draufschlagen und beim Schuldner einfordern. Du wirst nicht drum herum komnen, dem Inkassobüro die geforderte Summe zu bezahlen. Oder glaubst du, dass der Anbieter jetzt drm Inkassobüro sagt: Sorry Jungs, braucht bei der nichts mehr einfordern, ich habe mein Geld? LG

denn der Anbieter hat seine Forderung an das Inkassounternehmen abgetreten

Wenn dem so wäre, dürfte das Inkasso gar keine gebühren fordern und nicht behaupten, eine Inkassodienstleistung erbracht zu haben. Denn es wäre dann grundsätzlich in eigenem Namen tätig.

und für diese Vorausleistung Mahnkosten und Bearbeitungskosten draufschlagen und beim Schuldner einfordern

Kinder fordern auch viel, wenn der Tag lang ist und die kriegen auch nicht alles, was sie so fordern.

Du wirst nicht drum herum komnen, dem Inkassobüro die geforderte Summe zu bezahlen

Doch, indem man einfach nichts ans Inkasso zahlt. Machen kann es dagegen so gut wie nichts. Es müsste sein Geld dann beim Auftraggeber einfordern. dem hat es aber vertraglich garantiert, nie eine Rechnung zu schreiben. Man hat das Inkasso somit mit den eigenen Waffen geschlagen.

Also ich arbeite selbst seit 5 Jahren in einem Inkasso Unternehmen.

Natürlich verlangt ein solches Büro Geld für ihre Leistung. Jedoch sind bei einer Grundforderung von 25€ Mahngebühren i.H.v. 50€ sehr überzogen. Die Kosten die sie dir "anhängen" können sollten an das RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) angepasst sein. Du solltest dort anrufen oder hinschreiben das du die Kosten für unverhältnismäßig hältst und bereit bist eine Mahngebühr i.H.v 10€ zu zahlen. Aber ganz ohne Kosten kommst du da nicht raus, war ja auch deine Schuld. Und mach es zeitnah, es wird nicht günstiger ;-)

Die Kosten die sie dir "anhängen" können sollten an das RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) angepasst sein

Mach mal aus dem sollten ein müssen. Denn alles andere ist ein übler Gesetzesverstoß.

Wie du weißt, sieht das RVG beispielsweise das Schreiben einfacher Art vor, was deutlich günstiger ist als die 50€.

Aber ganz ohne Kosten kommst du da nicht raus, war ja auch deine Schuld.

Beides richtig aber mehr wie 2,50€ ist nicht drin. Zu deiner Info: Lies mal §4 RDGEG, Absatz 5. Und dann begründe mir mal aus deiner täglichen Arbeitspraxis, dass 100 Mahnbriefe desselben Gläubigers im selben Monat 1000€ Kosten verursachen.

Und mach es zeitnah, es wird nicht günstiger ;-)

Was soll denn daran teurer werden? Das RVG ist eine absolute Gebührentabelle. Da wird nichts mehr teurer.

Erst muss eine Mahnung kommen, in der dir eine Inkassofirma angedroht wird. Dann kommt glaube ich noch eine und wenn dann nochmal was kommt, biste dran.

Die wievielte Mahnung ist das denn?

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