Verpflichtet die Bundeswehr einen, selbst wenn man dagegen ist?

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Ich selbst war 12 Jahre bei der Bundeswehr und ich persönlich fand den Dienst klasse ( Luftwaffe / Jagdbombergeschwader ). Der Wehrdienst / Ersatzdienst wurde wie ich es verstanden habe n i c h t abgeschaft, sondern nur auf unbestimmte Zeit außer Kraft gesetzt. Stell Dir vor es gäbe Krieg und keiner geht hin. Deutschland hat / hatte bisher eine Nichtangriffsarmee sondern eine Verteidigungsarmee. Also im Falle eines Angriffes von"außen" müßten die deutschen Soldaten die Bundesrepublik Deutschland und / oder die verbündeten Staaten (Nato) verteidigen. Stell Dir vor das im Kriegfall viele Soldaten ihr Leben verlieren und der Oberbefehlshaber der Deutschen ( Kanzler-in ) oder der Bundesverteidigungsminister (BMVG) könnte keinen Personalnachschub stellen ! Dann könnte die Regierung sich doch gleich ergeben. Wenn Du persönlich noch näheres wissen möchtes gibt es in fast jeder gößeren Stadt in der Stadtverwaltung einen " Wehrdienstberater" oder ruf doch einfach mal bei einem Kreiswehrersatzamt an. Aber es gibt ja auch diverse Suchmaschinen im WEB z.B. Google. Stichworte eingeben und dann schau doch mal was passiert. Ich wünsch Dir viel Erfolg beim Recherchieren.

dies war zu Zeiten deines Vaters der Fall, das hat sich aber inwzischen geändert, nur noch freiwillig! Also keine Sorge!

Zum Wehrpflicht zwingen, vorausgesetzt Du kannst glaubwürdig Argumenten dagegen vortragen, kann Dich Niemand. Ist zwar wie immer ein nervenzerreibende Prozedur, aber man muss eben durch.

Bevor man gezwungen wird, Dienst an der Waffe zu leisten, muss sich die Lage sehr sehr ernsthaft verschlimmern.

Übrigens hast Du völlig falsche Vorstellungen.

Ein Berufsarmee braucht keinen Hirnlose Ochse der nur da ist um Leute zu "verballern".

Wehrpflicht ist eine Erfahrung die durchaus auch positiv ausfallen kann. Ist beileibe nicht Jedermannssache.

Nee,ich hatte die Angst ja nicht. Aber mein Bruder ist echt panisch geworden,deshalb frage ich nach! Stell dir vor,du bist 12 Jahre alt und möchtest Tierarzt werden und dann kommt dein Vater und erzählt dir,dass du irgendwann als Kanonenfutter herhalten musst.

@lillykissi

Wehrdienst leisten heißt aber nicht ins Ausland an die Front gehen und für das Vaterland kämpfen.

Im wesentlichen ist der Wehrdienst nichts anderes als eine 6-Monatige Grundausbildung in einer Kaserne, da lernt man Marschieren, Gefechtsszenarien, Waffenumgang, Putzen, Bisschen Theorie über Militär etc. , das wars dann auch.

Auf Auslandseinsätze gehen nur Berufssoldaten bzw. solche, die sich freiwillig verpflichten.

@lillykissi

Alles klar. Übrigens kann man auch über die Bundeswehr Studieren. Bei Eignung sogar Tierarzt werden!

Dank Gutti wird ist die Wehrpflicht 2010 abgeschafft worden, jetzt kann man hingehen, muss es aber nicht.

Lol,Gutti! Sorry,aber irgendwie lach ich mich gerade weg:D

Kann man einfach so verpflichtet werden,obwohl man eigentlich total dagegen ist?

Verpflichtet wird niemand. Verpflichten lassen, KANN sich jedoch jeder Soldat, der die Grundausbildung beendet hat und noch für mehrere Jahr bei der Bundeswehr bleiben möchte. Dann kann man sagen, dass man sich noch für 2, 4, 8 oder 12 Jahre (Je nach Laufbahn) verpflichten möchte. Wenn man das nicht möchte, kann man gehen.

Bis 2010 war es noch so, dass grundsätzlich jeder Mann im wehrfähigen Alter (Also in der Regel mit 18 Jahren) zum Grundwehrdienst eingezogen wurde. Bei der Musterung wurde dann festgestellt, ob man tauglich ist oder nicht. Wenn man tauglich war, konnte man den Wehrdienst antreten. Jedoch hatte man auch dann immer noch die Möglichkeit, auszusteigen, wenn es einem nicht gefällt. Wenn man bei der Musterung als untauglich eingestuft wurde, z.B. wegen chronischen Krankheiten wie Asthma oder Diabetes, dann musste man den Wehrdienst auch nicht antreten.

Man konnte jedoch auch von vorherein sagen, dass man keinen Wehrdienst leisten möchte. In Deutschland wird niemand zum Kriegsdienst an der Waffe gezwungen. Wer seinen Grundwehrdienst nicht leisten wollte, konnte ihn damals auch verweigern. Als Ersatz dafür musste man dann jedoch den Zivildienst leisten. Also z.B. beim Deutschen roten Kreuz als Krankenpfleger.

Jedoch ist das alles seit 2010 abgeschafft. Statt der Wehrpflicht gibt es jetzt den freiwilligen Wehrdienst. Entweder man geht hin, leistet seinen Wehrdienst oder man lässt es halt sein. Anstelle des Zivildienstes gibt es jetzt den Freiwilligendienst.

er hat nämlich andere Pläne für seine Zukunft,als wie ein Verrückter andere Leute abzuballern und sich jeden Tag anschreien zu lassen.

Diese Aussage ist kompletter Blödsinn. Leute abballern wird im Grundwehrdienst keiner, da dieser ausschließlich in Deutschland stattfindet und es nur Manöver bzw. Übungen gibt. Und auch bei der Bundeswehr werden nirgendwo "Leute abgeballert". Auch nicht im Auslandseinsatz. Denn es ist in der Regel so, dass die Soldaten erst feuern dürfen, wenn sie selbst beschossen werden. Und sowas wird einem in der Grundausbildung nicht passieren. Dafür muss man in den Auslandseinsatz und das geht nur als Zeitsoldat oder als Berufssoldat, aber nicht als Grundwehrdienstleistender.

Ich persönlich finde, dass man im Grundwehrdienst auch fürs Leben lernt. Man lernt Ordnung und Disziplin. Ich kenne Leute, die sind 25 Jahre alt und wissen nicht mal, wie man ein Bett neu bezieht oder eine Krawatte bindet. Sowas lernt man alles beim Bund, wenn man es zuhause nicht lernt...

Danke für die ausführliche Antwort!

Sohn/Betreuer, Vater in teureres Heim, Geschwister müssen evtl. Unterhalt zahlen - Ärger

Hallo,

die Einleitung zu meinen zwei Fragen ist leider etwas länger, da ich versuchen möchte einige Informationen zu liefern.

Seit einigen Jahren kümmere ich mich um die Belange meines Vaters, bin seit etwa 7 Jahren als Betreuer bestellt, u.a. Aufenthaltsbestimmung. Wir wohnten bis zum Juni 2014 zusammen in "seinem" Haus, welches ich bereits 1994 von ihm geschenkt bekam (habe dafür die Schulden übernommen). Meine älteren Geschwister mussten bei der Schenkung unterzeichnen keine Ansprüche gegen mich oder meinen Vater zu erheben (weil ich die zusätzliche finanzielle Last möglicher Pflichterbteile nicht auch noch hätte stemmen können).

Mein Vater lebt seit drei Monaten im Seniorenheim, da die Pflege zuhause nicht geleistet werden kann. Zunächst wohnte er in einem günstigeren Heim, seit heute in einem Heim, welches etwa 300 Euro/Monat mehr kostet. Das Konzept in dem jetzigen Heim ist aber meiner Meinung nach besser und ich habe weniger Anfahrt, um meinen Vater zu besuchen (besuche ihn etwa 3 bis 4 Mal die Woche, den Rest macht ein Bruder).

Ich musste Sozialhilfe für meinen Vater beantragen, da die Renteneinkünfte meines Vaters und Pflegegeld die Heimkosten nicht decken. Ich habe die Kosten noch nicht genau ermittelt, aber ich denke 200 bis 300 Euro sollten jetzt etwa im Monat fehlen.

Zwei meiner Geschwister laufen nun Sturm, weil sie vermutlich Unterhalt zu zahlen haben. (Möglicherweise ich auch, da mein Vater ein Wohnrecht in unserem Haus hat, aber das muss ja vom Sozialamt noch ermittelt werden.)

Die Aufenthaltsbestimmung gehört wie oben erwähnt zwar auch zu meinen Aufgaben als Betreuer, aber es kam von meiner Schwester die Frage auf, warum unser Vater nicht weiterhin in dem günstigeren Heim wohnen würde. Dass ich die neue Unterbringung besser finde und es für mich näher ist, sind für meine Schwester keine guten Argumente.

Fragen: Können meine Geschwister einen Umzug in ein günstigeres Heim erzwingen, damit sie weniger oder gar keinen Unterhalt zahlen müssen?

Welche Mitbestimmungsrechte bekommen die Geschwister, wenn sie zur Unterhaltszahlung verpflichtet werden?

Ich habe zwar die Nase voll, nach all den Bemühungen jetzt obendrein auch noch den Ärger in der Familie zu haben und wollte gestern die Betreuung hinschmeißen, aber ich fühle mich meinem Vater gegenüber verpflichtet und würde ihm gern bis zu seinem Lebensende zumindest dahingehend zur Verfügung stehen gute Entscheidungen für ihn zu treffen und mich zu kümmern. Ich weiß aber nicht wie lange ich diese Last - jetzt mit dem Ärger - noch tragen kann. Gern würde ich wissen ob ich jetzt noch weiteren Ärger zu erwarten habe und meine Geschwister vielleicht sogar gerichtlich gegen mich vorgehen können. ...Vor allem auch wegen meiner Frau, die meinen Vater auch zur Seite steht und viel gemacht hat, muss ich versuchen allen Ärger bereits im Ansatz von uns abzuwenden.

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