Vernehmung Polizei Wie läuft das ab?

Support

Liebe/r Schoenezeit,

Du bist ja noch nicht lange dabei, daher möchte ich Dich auf etwas hinweisen:

Ich möchte Dich bitten, Fragen nicht mehrfach zu stellen. Gib der Community etwas Zeit, um auf Deine Frage zu reagieren.

Wenn Du dennoch das Gefühl hast, noch nicht genügend Rat bekommen zu haben, kannst Du unterhalb Deiner Frage auf den Link "Noch eine Antwort bitte" klicken. Dann erscheint Deine Frage im Bereich "Offene Fragen" an entsprechender Stelle und die Community weiß, dass Du weitere Antworten benötigst. Deine Fragen werden sonst gelöscht.

Vielen Dank für Dein Verständnis!

Herzliche Grüsse

Jenny vom gutefrage.net-Support

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Vernehmung von Anzeigen-Steller, Angezeigten, Verdächtigen oder Zeugen laufen komplett unterschiedlich ab. Es gibt sozusagen keinen "Fahrplan" dafür, den die Beamten Punkt für Punkt durchgehen. SIe beabsichtigen bestimmte Informationen in einem Verhör zu erhalten, das kann von jeder Person etwas anderes sein und sie können bei jeder Person darum auch eine andere Taktik anwenden. Entweder sie konfrontieren die Person mit Aussagen von Anderen oder wollen einfach nur die Geschichte aus einer anderen Perspektive hören oder vielleicht auch gar nichts zum Tathergang wissen, sondern zum persönlcihen Hintergrund, Motiv, Alibi usw.

Falls du selbst vor einem polizeilichen Verhör stehen solltest, kann ich nur raten ehrlich zu sein und alle Informationen zu teilen, die du zu dieser Angelgenheit hast. Oft zählen auch schon Kleinigkeiten. Und generell gilt: wer sich kooperativ verhält und mit der Polizei zusammenarbeitet hat auch im Falle eine Strafe wesentlich bessere Chancen, dass diese mild ausfällt!

Du gehst hin, sie stellen Dir Fragen, Du beantwortest dies die Polizei schreibt mit und läßt Dir das Protokoll unterschreiben. Dann wenn Du Beschuldigter bist wird es gegen Dich verwendet. Als Zeuge kommt die Aussage in die Akte. Du hast nur eine Verpflichtung als Zeuge eine Aussage zu machen. Als Beschuldigter kannst Du dort anrufen und sagen, dass Du dich zum Fall nicht äußerst, dies hat kein negativen Folgen und ist das beste.

Auch der Beschuldigte kann seine Version erzählen. Im Gegensatz zum Zeugen darf er aber Lügen, was seine Glaubwürdigkeit bei unlogischen Zusammenhängen schmälert.

Es geht nicht darum, herumzustreiten, ob der andere das richtig erzählt hat (natürlich nicht), sondern darum, eine unabhängige Aussage neben die andere zu stellen. Ein kluger Vernehmer wird dir gerade deshalb so wenig Anhaltspunkte wie möglich geben, um dich nicht zu beeinflussen.

Danke für die Antwort, sie trifft das was ich wissen wollte.

Deine Aussage wird protokolliert, also schriftlich festgehalten, Du liest Alles nochmal durch und unterschreibst, wenn´s korrekt ist, fertig!

Was möchtest Du wissen?