Vermieter verklagen ohne Risiko

9 Antworten

Wenn man eine Rechtsschutzversicherung hat, kann man beantragen dass die Bezahlt. Die Prüft den Fall und wenn du gute Aussichten auf Erfolg hast, dann übernehmen sie die gesamten Anfallenden Kosten.

Falls ich eine Frage zu Rechtsschutzversicherungen habe melde ich mich nochmal, herzlichen Dank.

Ich bezweifle, dass du so einen Anwalt findest, der bereit ist, alle Risiken allein zu tragen, warum sollte er das tun? Aus Naechstenliebe? Der hat nicht so lange studiert, um dann pleite zu gehen. Es mag Sozialanwaelte geben, die aus sozialen Aspekten mal einem Hilfsbeduerftigen ohne Bezahlung weiter helfen, da muesstest du bei der Caritas oder so nachfragen.

Ansonsten gilt bei uns die Prozesskostenverordnung und die Anwaltsgebuehrenverordung in Deutschland. Und die sieht vor, dass der Anwalt seine Gebuehren danach berechnet, unabhaengig vom Ausgang des Verfahrens. Es gibt zwar auch eine individuelle Honorarvereinbarung, die aber normalerweise nur zum Zug kommt, wenn der Anwalt fuer Extraarbeit zusaetzliche Gebuehren haben will (z.B. Staranwaelte, die Promis vertreten und sich da voll reinknien). Da zahlt man daher normalerweise mehr, als die Gebuehrenverordnung vorgibt.

In Deutschland gibt es fuer soziale Haertefaelle ja auch Prozesskostenhilfe und Beratungshilfe, die diese in Anspruch nehmen koennen, in diesem Fall bekommt der Anwalt sein Geld vom Staat, aber selbst das schuetzt einem nicht davor, bei negativem Ausgang die gegnerischen Kosten uebernehmen zu muessen.

Du kannst natuerlich nach einem Anwalt suchen, der bereit ist, umsonst zu arbeiten, die Gerichtsgebuehren und notfalls auch die gegnerischen Anwaltsgebuehren freiwillig zu uebernehmen, falls es schief geht, ich wuensche dir auch Glueck dabei, aber ich fuerchte, da wirst du dir die Hacken ablaufen ohne Erfolg. Was gibt es im Leben schon ohne Risiko?

Du kannst ja deinen Vermieter verklagen und wenn du verlierst, kannst du eine Entschuldung beantragen mit der Schuldnerberatung und dann bist du deine Schulden auch irgendwann los.

So etwas ist zwar theoretisch wohl möglich - siehe § 4a RVG: http://dejure.org/gesetze/RVG/4a.html

In der Praxis wird Dich aber jeder Anwalt mit solch einem Ansinnen gegen die Wand laufen lassen - gerade bei solchem Kleinkram wie "Vermieter verklagen".

(Quelle: eigene Erfahrungen)

Nein, anders als in einigen anderen Ländern arbeiten in Deutschland Anwälte nicht auf Erfolgsbasis. Die Rechtsanwaltsgebühren regelt das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) oder eine individuelle Honorarvereinbarung.

eine individuelle Honorarvereinbarung.

und da könnte man vereinbaren, dass Kosten nur berechnet werden, falls dieser der Gegner übernehmen muss?

@Droitteur

Hört sich aber nur auf den ersten Blick gut an. Auf der HP der Foris AG steht folg.

die Foris AG finanziert ab einem Streitwert von 100.000,- €, sowie bei überwiegenden Erfolgschancen und wenn die Bonität der Gegenseite gesichert ist.

@Nemisis2010

Ja, ist klar, dass es Bedingungen gibt - wollte ihm nur zeigen, was man da draußen im Gegenzug für seine Erwartungen verlangt; und wie du richtig gesehen hast, hört sich das nicht gut an ;)

Nein, was im Übrigen auch wirtschaftlich völlig unsinnig für einen Rechtsanwalt wäre. Ein Prozess birgt immer ein Kostenrisiko.

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