Vermieter stirbt / Erben übernehmen Haus

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Ich verstehe leider noch nicht, wie es mit der Kündigung aussieht. Regulär haben beide Seiten (Erbe und Mieter) eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Muss ich dann die Kündigung akzeptieren, falls mir der Erbe diese zustellt?

  • Die Kündigungsfrist seitens des Mieters beträgt bei unbefristeten Verträgen,3 Monate.

  • Seitens des Mieters hängt es von der Dauer des Mietvertrages ab. Kündigungsfristen für Vermieter:

•0-5 Jahre Mietdauer: 3 Monate

•5-8 Jahre Mietdauer: 6 Monate

•ab 8 Jahre Mietdauer: 9 Monate


Wahrscheinlich werden die Erben das Haus verkaufen, da es sich hierbei um den Neffen handelt und die Erbschaftsteuer zu hoch ist.

§ 566 Kauf bricht nicht Miete

(1) Wird der vermietete Wohnraum nach der Überlassung an den Mieter von dem Vermieter an einen Dritten veräußert, so tritt der Erwerber anstelle des Vermieters in die sich während der Dauer seines Eigentums aus dem Mietverhältnis ergebenden Rechte und Pflichten ein.

(2) Erfüllt der Erwerber die Pflichten nicht, so haftet der Vermieter für den von dem Erwerber zu ersetzenden Schaden wie ein Bürge, der auf die Einrede der Vorausklage verzichtet hat. Erlangt der Mieter von dem Übergang des Eigentums durch Mitteilung des Vermieters Kenntnis, so wird der Vermieter von der Haftung befreit, wenn nicht der Mieter das Mietverhältnis zum ersten Termin kündigt, zu dem die Kündigung zulässig ist.

Vermieter kann nur bei berechtigtem Interesse kündigen z.B Eigenbedarf.

Wegen Eigenbedarf zu kündigen ist gar nicht so einfach.

Gründe für Eigenbedarf:

• Nutzung als Altersruhesitz • aus gesundheitlichen Gründen Umzug in eine kleinere Wohnung bzw. Erdgeschosswohnung • Familienzuwachs führt zu größeren Platzbedarf • Gründung einer nichtehelichen aber auf Dauer ausgerichteten Lebensgemeinschaft ("Lebenspartner") oder Heirat • Aufnahme von Pflegepersonal

Inhalt des Briefes zur Eigenbedarfskündigung Schon in der Erklärung des Eigenbedarfs begehen viele Vermieter entscheidende Fehler.

Der Vermieter muss im Kündigungsschreiben schriftlich begründen, für welche Person er die Wohnung benötigt und er muss einen konkreten Sachverhalt beschreiben, auf den er das Interesse dieser Person an der Wohnung stützt (§ 573 Abs. 3 BGB).

Ein Käufer würde niemals ein Haus mit einem Mietrechtstreit übernehmen. So würde der Vermieter in diesem Fall dann meist eine Abfung anbieten, damit er ihm den Auszug schmackhaft macht. Könnt ihr mir hierzu auch etwas sagen?

- Reine Verhandlungssache.

Ich habe gelesen,dass bei Erbschaft der Vertrag direkt an die Erben über geht und auch die Kündigungsdfrist die Gleiche bleibt. Ist das richtig?

Richtig.

Muss ich mir vor Änderung des Dauerauftrages der Miete den Erbschein zeigen lassen?

Die schriftliche Mitteilung das Erbe(n) XYZ ab Tag X Eigentümer/Vermieter ist/sind sollte ausreichen. Um ganz sicher zu gehen kannst Du Dich davon beim Grundbuchamt überzeugen. Denn erst wenn der neue Eigentümer/die neuen Eigentümer dort rechtmäßig eingetragen sind darf er/dürfen sie als Vermieter agieren.

So würde der Vermieter in diesem Fall dann meist eine Abfung anbieten, damit er ihm den Auszug schmackhaft macht. Könnt ihr mir hierzu auch etwas sagen?

Das wäre reine Verhandlungssache bzw. reines Verhandlungsgeschick. Einen Anspruch für Mieter gibt es diesbezüglich nicht.

Allerdings übernehmen die Erben die Hausverwaltung vom Erblasser, falls sie das Erbe nicht ausschlagen. Das kann unter Umständen die Konsequenz der Kündigung beinhalten, was wohl hier nicht anzunehmen ist, da dazu kein hinreichender Grund besteht. Die Eintragung ins Grundbuch infolge des Erbfalles ist abhängig von verschiedenen Faktoren und kann durchaus bis zu einem halben Jahr dauern.

Eine Legitimation per Erbschein wäre sicher sinnvoll. Eine Kündigung brauchst du nicht befürchten - dein Vertrag ändert sich durch Besitzerwechsel nicht. Es kommt dadurch auch kein Kündigungsgrund zustande. Wenn er dich loswerden will, muss er dich schon bestechen ;-)

Ich verstehe leider noch nicht, wie es mit der Kündigung aussieht. Regulär haben beide Seiten (Erbe und Mieter) eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Muss ich dann die Kündigung akzeptieren, falls mir der Erbe diese zustellt?

Theoretisch kann man ja gegen jede Form von Kündigung vorgehen. Wäre eine Kündigung vom Vermieter rechtlich gesehen okay oder dürfte er nur wegen Eigenbedarf kündigen?

Ich würde gerne wissen, welche Rechte ich nun als Mieter haben würde und inwieweit ich mich für den Falle wehren kann.

LG, die traurige Mieterin!

Als Mieter hast Du immer eine Kündigungsfrist von 3 Monate. Die des vermieters richtet sich nach der Wohn-/Vertragsdauer des Mieters.

Muss ich dann die Kündigung akzeptieren, falls mir der Erbe diese zustellt?

Nein, natürlich nicht.

Wäre eine Kündigung vom Vermieter rechtlich gesehen okay oder dürfte er nur wegen Eigenbedarf kündigen?

Wenn sonst keine wichtigen Gründe für eine Kündigung vorliegen, käme nur eine Kündigung wegen Eigenbedarf in Frage. Aber die muß auch hieb- und stichfest sein.

Ich würde gerne wissen, welche Rechte ich nun als Mieter haben würde und inwieweit ich mich für den Falle wehren kann.

Als erstes das Dein bestehender Mietvertrag unverändert übernommen werden muß, zweitens Dir nur aus wichtigem Grund gekündigt werden kann und drittens Du jeder Aktion, sofern ungerechtfertigt bzw. ungesetzlich, widersprechen kannst. Notfalls, und das empfehle ich Dir, mit einem Anwalt oder dem Mieterbund.

@anitari

Da ich eine gute Rechtschutzversicherungen für alle Bereiche habe, werde ich dann im Bedarfsfall natürlich sofort zum Anwalt gehen.Mir ist es aber auch wichtig, dass ich im Moment bescheid weiß, was auf mich zulommen kann. Ich möchte mich gerne absichern und vorausschauend planen können.

Vielen Dank Ihr alle für Eure tollen Antworten. Ich werde sehen, was demnächst auf mich zukommt und werde bestimmt in Zukunft noch Fragen haben!

Liebe Grüße und nochmals vielen Dank!

Was im Mietvertrag steht, gilt auch für die Erben. Bei neuer Konto-Nr. für die Miete müßte man sich absichern, dass nichts linkes dahinter steckt.

Fragen zu Schönheitsreperaturen Vermieter - Mieter?

Hallo meine Besten,

wir haben es ja alle medial mitbekommen. 1.) Zieht ein Mieter in eine unrenovierte Wohnung so muss er sie beim Auszug nicht streichen. 2.) Trifft neuer Mieter mit dem Vormieter die Vereinbarung um beispielsweise teuer Möbel etwas günstiger zu bekommen, die Renovierung zu übernehmen, so ist der neue Mieter beim Auszug auch frei von der Renovierungspflicht.

Alles klar verstanden. Aber wie sieht es bei folgenden Punkten aus???

1.) Mieter zieht in eine unrenovierte Wohnung mit normaler weißer sauberer Raufasertapete. Sein Kind bemalt und beschmiert die Wände wenn auch nur minimal. So kann er doch das nicht dem Vermieter zurückübergeben und mit dem Argument kommen "ich bin eine unrenovierte Wohnung eingezogen"". Fakt ist die Wände wurden beschmiert und vorher waren sie sauber. Das muss doch vom Mieter beim Auszug wieder gestrichen werden oder nicht??

2.) Wie sieht es bei Dübellöcher aus?

3.) Was ist wenn er einige Zimmer pink und lila gestrichen hat, so das einem die Augen schon fast schmerzen. Wie ist es wenn andere Zimmer angenehme Pastellfarben haben? Unter welcher Voraussetzung kann ich den Mieter zum Neuanstrich verpflichten?

4.) Was ist wenn er Rolläden, Türenrahmen und Holzhandläufe teils beschdäigt und teils zerkratzt hat?

5.) Was ist wenn einige Wände Risse aufeinmal haben die vorher aber nicht da waren?? Kann er hier sagen ""joar das nicht mein Problem. Es ist ein altes Haus und das arbeitet. Das ist einfach so passiert??""

Ps. habe beim Einzug mit dem Mieter ein Überabeprotokol gemacht

Würde jedem hier für ein paar Antworten und Meinungen danken

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Kündigung eines Mietverhältnisses- Denkmalgeschütztes Haus

Hallo ihrs,

Ich versuche euch das Thema um das es geht kurz und knackig zu erläutern:):

Wir (3 Personen) wohnen in Form einer Wohngemeinschaft einem über 100 Jahre alten Haus, welches unter Denkmalschutz steht. In den letzten Jahren wurde vieles nicht saniert oder renoviert. Ausserdem liegt unsere Miete unter der ortsüblichen Vergleichsmiete. Ich bin Hauptmieter.

Nun haben wir (ich) einen neuen Vermieter (Eine Architektenfirma) bekommen. Dieser möchte am liebsten neue Veträge aufsetzen und forderte uns auf einen Mietaufhebungsvetrag zuzustimmen. das habe ich nicht getan. Um unsere Immobilie "attraktiver" zu machen wurden uns bereits Mieterhöhungen und Modernisierungskosten angekündigt, Außerdem sollten die Nebenkosten um 20 Euro erhöhnt werden, da nun ein Hausmeister tätig werden soll. Wir haben auf unseren Mietvertrag verwiesen, in dem keine Hausmeisterkosten oder eine solche Stelle vereinbart sind und zahlen weiterhin den alten Betrag.

Nurn habe ich ein paar Fragen: a) Der Vermieter darf doch nur um 20% die Miete erhöhen, da in den letzten Jahren nicht erhöht worden ist oder? Kann die Mieterhöhung mehr betragen wegen eines "Inflationsausgleiches"?

b) Darf der Vermieter nur die Modernisierungskosten innerhalb unserer Wohnung zu 11 Prozent anrechnen und muss er nachweisen wie sich die Kosten zusammensetzen? Müssen wir solchen Modernisierung (keine energetischen) zustimmen, denn unsere Wohnung befindet sich in einm weitesgehend ordentlichen Zustand? Alle Fenster wurden von unserem alten Vermieter erst erneuert.. Dürfen andere Modernisierungen mitberechnet werden (Hausflur, Fassade usw)?

c) Der Vermieter möchte nicht einziehen und wir fallen auch nicht durch Mietrechtsverletzungen auf. Kann der Vermieter uns mit einer Frist von 3 Monaten kündigen um das denkmalgeschützte Haus komplett sanieren zu können? Es heißt hierzu als Kündigungsgrund:

Der Vermieter wird durch die Fortsetzung des Mietverhältnisses an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung des Grundstücks gehindert, wodurch ihm erhebliche Nachteile drohen (sog. Verwertungskündigung). Bsp. Notwendige Sanierung eines Altbaus.

Welche Auflagen hat er denn dabei zu erfüllen...muss er nachweisen das er das ganze Haus komplett sanieren kann (finanziell), was ist mit den anderen Mietparteien im Haus und muss er uns wieder einziehen lassen usw? Das Haus steht unter Denkmalschutz...kann er einfach so alles sanieren? Wir wollen in dem Haus wohnen bleiben!!!...kann nicht eine finanzielle Verwertung durch Erhöhung der Miete sichergestellt werden? Wer entscheidet oder wer weiß ob ihm Nachteile entstehen?

d) Der Vermieter hat gleich nebenan ein Haus und dort beträgt die Kaltmiete schon 300€ mehr und auch die Nebenkosten sind 20 € mehr. Es liegt auf der Hand dass der Vermieter die gleichen Preise nach Sanierung in unserer Wohnung einführen möchte. Außerdem hat er vor ddas Geschäft nebenan zu vergrößern. Er kann doch nicht zwei nebenstehende Häuser so einfach verbinden (Brandschutz)

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