Vermieter Reinigungfirma?

5 Antworten

Die Treppenhausreinigung gehört zu den üblichen umlegbaren Betriebskosten. Diese Kosten dürfen umgelegt werden (auch wenn neu hinzukommend), es sei denn, es ergibt sich aus dem Mietvertrag, daß dies nicht dazu gehören soll.

Jedoch dürfte es kaum Sinn machen, gegen solche neu hinzukommenden Kosten zu klagen, weil die Reinhaltung des Treppenhauses einerseits zu den Notwendigkeiten gehört, und es andererseits nahezu unmöglich ist, präzise festzustellen, welche Mieter nun immer ihrer Reinigungspflicht nachkommen und welche nicht.

Gerade die Sache mit der Treppenhausreinigung ist etwas, das dann, wenn es nicht von einer Reinigungsfirma erledigt wird, immer wieder zu nachhaltigen Störungen des Hausfriedens führt, was nicht im Interesse der Mieter sein kann.

Ein Ärgernis bei solchen Kosten ist aber oftmals, daß damit über Umwege Kasse gemacht wird. Vertretbar sind z. B. Reinigungskosten um die 6 Euro pro Monat und Wohneinheit, was durchaus hinnehmbar sein dürfte.

In vielen Nebenkostenabrechnungen wird aber sogar das 5- bis 6-fache berechnet, oftmals noch mit dem Nebeneffekt, daß eine brauchbare Treppenhausreinigung kaum stattfindet. Da sind dann fast immer die Mieter die Gelackmeierten, weil es diesen kaum möglich ist, gerichtsfest nachzuweisen, daß eine ungerechtfertigte Bereicherungsabsicht dahintersteckt.

Häufig ist es so, dass die Reinigungspflicht auf alle Mieter übertragen wird, jedoch zusätzlich mit der Möglichkeit des Vermieters, jederzeit eine Reinigungsfirma beauftragen zu können.

Wenn das so in Eurem Mietvertrag steht und die Reinigung auch als Betriebskosten z. B. gem. der Betriebskostenverordnung aufgeführt sind, darf der Vermieter das machen.

Ich gehe mal davon aus, dass das so ist, aber selbstverständlich solltest Du Deinen Mietvertrag dahin gehend prüfen, ob diese Freiheit des Vermieters auch so im Vertrag steht. Wir machen das in MFH prinzipiell so und die Mieter akzeptieren das bei der Vertragsunterzeichnung oder suchen sich eben eine andere Wohnung.

.... wenn die Mieter eine diesbezügliche mietvertragliche Vereinbarung haben, müssen die solche Kosten und Lasten nicht übernehmen.

Der Vermieter darf umstellen, er übernimmt dann auch die Kosten, so die mir vorliegenden Urteile aus meinem Bestand/Freundeskreis.

Diese Kosten müssen auch in die BK-Abrechnung, der Mieter darf aber nicht belastet werden.

Wenn doch, darf ein Mieter diese rausstreichen.

Insofern den Mietern mietvertraglich die Reinigung übertragen wurde, darf der Vermieter dies nicht einseitig auflösen und einen Dienstleister damit beauftragen. Zumindest nicht zu Lasten der Mieter.

Wenn er denn ändern will, bräuchte er von allen Mietern die schriftliche Zustimmung, da es sich um eine Änderung des Mietvertrages handelt.

Kommen einzelne Mieter ihrer vertraglichen Pflicht nicht nach, darf der Vermieter (nur für diese) eine Firma beauftragen und deren Kosten auch nur diesen in Rechnung stellen.

Er darf eine Firma beauftragen, allerdings darf er die Kosten dafür nur dann an die Mieter weiter berechnen, wenn der Posten im Mietvertrag bei den Nebenkosten aufgeführt wird.

Also schau mal in Deinen Mietvertrag.

https://www.mieterbund.de/index.php?id=548

Hier noch ein Link vom DMB dazu.

@Madita69

.... der sollte nicht hergeommen werden, denn unsere Gerichte jedenfalls interessieren sich nicht dafür!

@schleudermaxe

Das ist Deine persönliche Meinung, aber leider ohne Bezug oder ein entsprechendes Urteil kaum verwertbar......

Das ist so nicht richtig. Hier ginge es um eine Änderung des Mietvertrages und nicht allgemein darum, ob und welche Betriebskosten auf Mieter abgewälzt werden dürfen.

@albatros

Der Link vom DMB ist nicht richtig ?........oder habe ich mich irgendwo evtl missverständlich ausgedrückt?

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