Vermieter kündigt fristlos, aber ermöglicht keinen Zugang zur Wohnung?

5 Antworten

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Mittels der Polizei oder mit einem Schlüsseldienst kann man sich Zugang verschaffen sofern man nachweisen kann, das man dort wohnt. 

Die Kosten für Schlüsseldienst kann man dem Vermieter in Rechnung stellen.

Das ist aber bestimmt nicht erst heute passiert und man hätte z.B. zu einem Anwalt gehen können.

Der Vermieter war nicht berechtigt den Schlüssel abzunehmen; es gibt ja wohl keinen Grund für Vermieterpfandrecht. Oder Doch?

Nun lässt er aber denjenigen nicht mehr in die Wohnung, um die verbliebenen Sachen auszuräumen. Wie würdet ihr nun vorgehen? 

Wenn nur die Ruhestörung das Problem ist, warum sollte der Vermieter verweigern, das der Mieter seine Sachen rausholt.

Da scheint mehr zu sein als man Dir gesagt hat!!!

Er macht wohl sein Vermieterpfandrecht geltend, da bestehende Forderungen nicht ausgeglichen wurden, also Mieten. Hier hilft nur die Mieten zu hinterlegen. Dafür darf er aber weder durch richtige oder falsche Schlüssel die Wohnung betreten oder was wegnehmen. Er hat nur ein Recht, dass verwertbare Gegenstände dort verbleiben, die dem Mietsatz entsprechen. Und kann gegen das Rausschaffen des Mieters Widerspruch erheben.

Dies steht natürlich im Widerspruch zum Auszug. Kein Vermieter darf ohne Räumungstitel in die Wohnung des Mieters. Also Räumungsklage, Räumungstitel und dann Gerichtsvollzieher. Der Mieter muss die Polizei einschalten, um wieder Zugang zum Schlüssel und zur Wohnung zu erhalten und dann die Zustellung der Räumungsklage abwarten. Bis zur Vollstreckung können 6 Monate vergehen.

Die Gerichte sehen es als widersprüchlich/rechtsmissbräuchlich nach Paragraph 242 BGB an, entweder soll der Mieter raus oder der Vermieter will Gegenstände sichern. Der Vermieter darf nur eines. Ein Behalten der Gegenstände widerspräche dem Auszug. Also ab zur Polizei und Schlüssel aushändigen und Besitz einräumen lassen und Anzeige wegen Wohnungseinbruchs gegen Vermieter machen.

Wenn jemand sein Recht aber nicht in Anspruch nimmt und die Kündigung akzeptiert und auszieht, muß er eben sein Zeug mitnehmen. Und dann muß er auh den Schlüssel herausggeben.

@Bitterkraut

Er ist ja nicht ausgezogen, ihm wurden widerrechtlich die Schlüssel abgenommen. Und er hat sich aus Unerfahrenheit ins Bockshorn jagen lassen.

@Fem42

Dann kann er die Tür vom Schlosser öffnen lassen und ein neues Schloss einsetzen lassen. Und den Vermieter anzeigen.

@Bitterkraut

Genau. Aber er sollte sich durch die Strafanzeige gegen den Vermieter absichern. Also die würde ich miteinbeziehen. Die sollen den Vermieter auch vor künftigem Hausfriedensbruch oder Wohnungseinbruchsdiebstahl abhalten.

@Fem42

Hier hat werder ein Hausfriedenbruch, noch ein Einbruchdiebstahl stattgefunden. Jedenfalls beschreibt die Frage nichts dergleichen. Aber eine Nötigung.

Warum hat er seine Sachen beim Auszug nicht mitgenommen?

Er kann auf Herausgabe klagen. allerdings hat der Vermieter ein Pfandrecht, wenn Mietschulden bestehen. Dann muß er erst zahlen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Vermieterpfandrecht

Es besteht kein Zahlungsverzug. Er hat wohl einfach diejenige aufgrund von Streitigkeiten (Lärmbelästigung etc.) rausgeschmissen und ihr den Schlüssel abgenommen.

@ZIMBO37333

Wenn es keine schriftliche Kündigung gegeben hat, ist sie nach wie vor Mieter. sie kann den Vermieter auf Herausgabe des Schlüssels verklagen und er kann die eWohnun göffnen lassen und ein neues Schloss einbauen. Und sie kann den Vermieter wegen Nötigung anzeigen.

@Bitterkraut

Ich vermute, an der Geschichte stimmt irgendwas nicht.

... muss er ja dann auch nicht mehr, "Berliner Räumung" bestimmt.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Anwalt.

Geld?

Unvollständiger Mietvertrag?

Für eine Wohnung haben meine Frau und ich einen Mietvertrag vorliegen, der mir komisch erscheint. Er ist von "Haus und Grund" und eindeutig stark vermieterfreundlich.

1) Die qm-Anzahl wird nicht benannt. Es ist mir bekannt, dass dies nicht sein muss. Aber 2) dies ist doch notwendig, nämlich, da der Umlageschlüssel des Frischwassers nicht genannt wird. Somit gilt §556a Abs.1 BGB, nämlich die Umlage über die qm-Anzahl, die ja nichtmal im Vertrag steht!?!

3) Der Vertrag verlangt, dass wir die Wohnung so übernehmen, wie gesehen und, dass die Wohnung bezugsfertig und einwandfrei ist, obwohl eine Wohnungsübergabe noch nicht stattfand und erst nach Mietbeginn stattfinden kann, da die Vermieter im Urlaub sind.

4) Wir haben bisher keine NK-Abrechnung gesehen und finden es unverschämt, dass wir für die Gartenpflege zahlen sollen (lt. Vertrag), obwohl wir keinen Zugang zum Garten haben (Vermieter wohnen im EG und lassen sich offenbar von den Vermietern der Wohnung alles zahlen).

5) Der Mietbeginn soll ab dem 01.01 anfangen, obwohl die Wonungsübergabe erst aufgrund des Urlaubs der Vermieter am 05.01. stattfinden kann.

Die Wohnug ist sehr schön, allerdings sind uns Schäden am Parkett aufgefallen und wir wollen nicht im Vertrag den einwandfreien Zustand unterschreiben, bevor eine offizielle Übergabe stattfand. Das verlangt der Vertrag jedoch.

Was haltet ihr von den Punkten? Wir sind hin- und hergerissen, da die Wohnung sehr schön ist und ideal, die Vermieter allerdings irgendwie versuchen, uns zu übervorteilen..

Danke für Eure Anregungen!!

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