Vermieter erhöht Nebenkosten um das 3-Fache!

5 Antworten

Die Nebenkosten, die ihr voraus zahlt, sind viel zu niedrig. Dennoch darf der Vermieter nicht einfach tun, was ihm passt. Er muss genau darüber abrechnen, wenn ihr eine Vorauszahlung und keine Pauschale bezahlt. Und genau heißt u. a., dass er genau angeben muss, wieviel Holz er zu welchem Preis gekauft hat und wieviel davon verbraucht wurde. Dürfte etwas knifflig sein. Noch dazu wenn er es aus dem eigenen Wald geholt hat. Wasser, Allgemeinstrom und was sonst noch an Kosten anfällt, muss genau nach Verbrauch oder m² oder Personenzahl aufgeteilt werden. Da geht nichts mit "Standard" und "was man so verlangt". Solange ihr keine korrekte Abrechnung für 2012 habt, braucht ihr auch nicht mehr zu bezahlen, als bisher. Jedoch solltet ihr schon mal Geld für eine kräftige Nachzahlung beiseite legen.

Ich lese, dass monatliche Vorauszahlungen vereinbart sind. Eine Anpassung darf der Vermieter erst nach erteilter formal und inhaltlich korrekter Abrechnung fordern und das ab übernächstem Monat nach Zustellung der Abrechnung. Also keineswegs von heut auf morgen. Für die Abrechnung 2012 hat der Vermieter noch Zeit bis max. 31.12.2013 18:00 Uhr.

Solltest du allerdings (möglicherweise) eine Pauschale von 100 Euro vereinbart haben, so ist diese verbindlich für die gesamte Mietzeit. Wenn nicht ausdrücklich im Mietvertrag optional die Möglichkeit der Anpassung vereinbart wurde, so sind dem Vermieter die Hände gebunden und eine Erhöhung ist nicht möglich.

Warum sich die Nebenkosten also verdreifacht haben wissen wir nicht, denn es gab bisher keinerlei Abrechnung aus 2012.

Ohne eine Nebekosteabrechnung erstellt zu haben, darf der Vermieter die Nebenkostenvorauszahlungen( sofern es eine ist) nicht erhöhen.

Jetzt will er 76€, mit der Begründung das wäre so der Standard den man für einen 3 Personen Haushalt verlangt.

Er darf nur die Nebenkosten erhöhen, wenn es im Vorjahr eine Nachzahlung der Nebenkosten gegeben hat .

Wenn Sie z.B. 120 € nachzahlen mussten, darf er die Nebenkostenkostenvorauszahlung um 10 € erhöhen.

Kaltmiete 600€ Stellplatz 10€ Sonstige kosten 48€ Wasser 47€ Strom 76€ Heizkostenpauschale 114€ Warmmiete 895€

Sofern der Stellplatz Teil des Mietvertrages ist, kann er nicht einfach plötzlich Geld verlangen, wenn vorher nichts verlangt wurde.

Sonstige Nebenkosten müssen auch aufgeschlüsselt werden in einer Nebenkostenabrechnung.


Solange also keine Nebenkostenabrechnung erfolgt ist, kann auch keine Erhöhung gefordert werden.

Fordern Sie einen Nebenkostenabrechnung und teilen Sie dem Vermieter mit, dass Sie bis dahin nur den bisherigen Betrag zahlen .

Falls Sie eine Abrechnung erhalten, sollten sie diese durch eine kompetente Stelle überprüfen lassen.

Anwalt oder Mieterbund einschalten, da kann man euch weiterhelfen. Ich finde es nicht richtig, was der Vermieter macht.

Also die bisherigen Nebenkosten sind m.E. sehr niedrig gewesen, ich wohne in meinem eigenen Haus bei ca. gleicher Wohnfläche. Ich habe mir Holzpellets im Wert von 1.500 Euro gekauft - die reichen knapp ein Jahr - hinzu kommt noch ca. 700.00 Euro Strom und noch 600.00 Euro Wasser, plus Müll, Hausversicherungen ca. 500.00 da komme ich auf ca. 3.300 Euro jährlich, da bin ich leicht bei deiner Pauschale. Ich kann diese ja auf niemand umlegen, deshalb zahle ich eben, ich habe es ja auch schließlich verbraucht. Reparaturen und Wartungen fallen ja übrigens auch noch an.

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