Vermieter behauptet das die Miete immer rückwirkend bezahlt wurde!

5 Antworten

Hallo,

rechtlich müsste er beweisen, dass Ihr im Rückstand und somit immer für den zurückliegenden Monat gezahlt habt. Ihr habt als Beweis den Mietvertrag, dort ist klar geregelt, dass die Miete im Voraus gezahlt werden muss. Gibt es keine Mahnungen vom Vermieter hat er pech, dann kann er es nicht beweisen. So ist die rechtliche Situation.

Hallo,

auch für angeblich behauptete Mietrückstände, gibt es eine Verjährungsfrist.

Mietrückstand 2008, verjährt am 31.12.2011.

Bei euch kommt es wahrscheinlich darauf an, was ihr auf eurer Überweisung stehen habt (Dez.07, Miete für Jan. 2008).

Wenns geht würde ich ihn auf schriftliche Weise um eine Auflistung bitten. Vielleicht hat er etwas übersehen o kam durcheinander o ihr hattet mal einen Zahlendreher.

Viel Erfolg u LG

Also- ich habe mir eine Rechtsanwältin genommen und der Verwalter/Vermieter hat immer wieder neue unwahre Behauptungen aufgestellt, welche ich jedoch dank aller 10 jährig aufbewahrten Belege nachweisen konnte. Jetzt habe ich dem Gericht alle 23 Mietzahlungsbelege eingereicht und hoffe, dass der Verwalter nun das Nebenkostenguthaben aus 2013 (!!) plus 5 Prozent Zinsen und weitere Ausgaben meinerseits erstatten muss. Tatsächlich scheint die unwahre Behauptung- die Miete wäre rückwirkend gezahlt worden "Mode" bei Verwaltungen zu werden. Mein Fazit: Immer bei der ersten Miete- und bei allen weiteren Änderungen- zusätzlich angeben:Miete für den Monat .... 20... Dann fällt es später leichter den Nachweis zu führen. Vielleicht auch mal bei Banken anfragen ob man das nicht irgendwie als Standard einrichten kann, dass der Monat immer weiter rutscht- z.B.- Miete für September 2015, Miete für Oktober 2015... usw. Ich habe 14 Jahre dort gewohnt und für die Sanierung der Wohnung damals einen 5 stelligen Betrag (gesamte Böden gefliest!) investiert. Dafür kassiert der Vermieter jetzt eine hohe Miete von den Nachmietern- hat aber 0 Euro dafür gezahlt!. Ich saniere nie wieder eine Mietwohnung!

Da brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Die Beweislastpflicht trifft den Vermieter. Die Miete wird grundsätzlich immer bis zum 3. des laufenden Monats gezahlt. Wenn ihr bei euren Überweisungen im Verwendungszweck nichts anderes genannt habt wird die Zahlung immer auf die älteste Schuld angerechnet. Da während eurer Mietzeit die Zahlungen sehr chaotisch abgelaufen sind kann man da schon mal durcheinander kommen.

Kein Grund zur Besorgtheit!

Miete wird vorfristig fällig zum jew. 3. des Monats. Sie ist so zu entrichten und deckt damit die reinen GrundmietKosten für den laufenden Monat ab. Hierneben zahlt der Mieter seine Verbrauchskosten und Nebenkosten zur Wohnung (soweit im Mietvertrag schriftlich vereinbart) selbst.

Diese Kostenrechnung erfolgt nun im Nachgang, vorschüssig lediglich in einem kalkulatorisch (nach Vor-Verbrauchskosten) ermittelten monatlichen Abschlag. Abgerechnet wird dann zum tatsächlichen Verbrauch (und zu aktuellen Preisen) einmal im Jahr, wenn die Abrechnungen aller Medienanbieter (Wärme, Wasser, Müllabfuhr usw.) bei der Hausverwaltung vorliegen. Das ist korrekt.

Gibt es eine Nachforderung zur Betriebskostenabrechnung, so muß diese für den Laien nachvollziehbar schriftlich an den (berechtigten) Mieter (aus Vertrag) gerichtet sein. Ist darin auch nur ein Posten unschlüssig, nicht nachvollziehbar, so ist die komplette Abrechnung zunächst nicht zur Zahlung fällig, bis der Mangel an der Abrechnung beseitigt ist. Die Zahlungsfrist wird sozusagen aufgehalten. Es kommt damit auch keinesfalls zu "Mietschulden", denn hierbei handelt es sich um keine Miete, sondern um die sachlich und inhaltlich völlig getrennte Betriebskostenabrechnung. Ein Mietzahlungsverzug, der nach dreimaligem Grundmietbetrag sogar die fristlose Kündigung des Mietverhältnisses bergünden könnte, liegt hier also mitnichten vor.

Dem Vermieter und auch seiner Androhung gerichtlicher Klärung kann hier gelassen entgegengeblickt werden, getreu dem Worte von Sophokles: "Hab' ich das Revht zur Seite, fürcht' ich dein Drohen nicht!"

Es wird dan eben vom Richter - und damit auch verständlich für den Vermieter - festgestellt werden, daß der Mieter wohl davon ausgehen kann, nach einer angemessenen Frist nach Abrechnung der Betriebskosten in der Vergangenheit hier von einer Erledigung in der Sache ausgehen zu können. Der Vermieter hätte nämlich ansonsten die Möglichkeit gehabt, bei (begründeten) Zahlungsausständen auch gerichtlich schon auszuklären. Hat er dies unterlassen, gingen damit praktisch seine Forderungen unter, wurden diese übrigens buchhalterisch abgeschrieben. Wenn sie nämlich über die jeweiligen Jahreswechsel weiter mitgeführt worden wären, hätten sie auch hinsichtlich ihrer Einbringlichkeit noch immer wieder neu bewertet werden müssen. Hier wird der Vermieter dann einen gründlichen Einbkick in seine Bücher zu gewärtigen haben, so er vor Gericht vorträgt. Und das wollen Vermieter eigentlich lieber umgehen, um ihre Geschäftspolitik nicht offenlegen zu müssen.

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