Vermieter behauptet das die Miete immer rückwirkend bezahlt wurde!

5 Antworten

Also- ich habe mir eine Rechtsanwältin genommen und der Verwalter/Vermieter hat immer wieder neue unwahre Behauptungen aufgestellt, welche ich jedoch dank aller 10 jährig aufbewahrten Belege nachweisen konnte. Jetzt habe ich dem Gericht alle 23 Mietzahlungsbelege eingereicht und hoffe, dass der Verwalter nun das Nebenkostenguthaben aus 2013 (!!) plus 5 Prozent Zinsen und weitere Ausgaben meinerseits erstatten muss. Tatsächlich scheint die unwahre Behauptung- die Miete wäre rückwirkend gezahlt worden "Mode" bei Verwaltungen zu werden. Mein Fazit: Immer bei der ersten Miete- und bei allen weiteren Änderungen- zusätzlich angeben:Miete für den Monat .... 20... Dann fällt es später leichter den Nachweis zu führen. Vielleicht auch mal bei Banken anfragen ob man das nicht irgendwie als Standard einrichten kann, dass der Monat immer weiter rutscht- z.B.- Miete für September 2015, Miete für Oktober 2015... usw. Ich habe 14 Jahre dort gewohnt und für die Sanierung der Wohnung damals einen 5 stelligen Betrag (gesamte Böden gefliest!) investiert. Dafür kassiert der Vermieter jetzt eine hohe Miete von den Nachmietern- hat aber 0 Euro dafür gezahlt!. Ich saniere nie wieder eine Mietwohnung!

Oh- das scheint ja in Mode zu kommen, dass bei einem Auszug die Vermieter oder auch Hausverwalter plötzlich behaupten die Miete wäre rückwirkend gezahlt worden. Genau das gleiche Problem habe ich auch- hoffe aber dass es in dem Gerichtsverfahren welches jetzt läuft anhand von Beweisen wie Kontoauszugsbelegen, Mietvertrag usw. endlich mal (nach bereits sechs Monaten ohne Verhandlungstermin) erledigt wird. Denn- immer neue Lügen werden dem Hausverwalter und/oder Vermieter hoffentlich das Genick brechen.

Da brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Die Beweislastpflicht trifft den Vermieter. Die Miete wird grundsätzlich immer bis zum 3. des laufenden Monats gezahlt. Wenn ihr bei euren Überweisungen im Verwendungszweck nichts anderes genannt habt wird die Zahlung immer auf die älteste Schuld angerechnet. Da während eurer Mietzeit die Zahlungen sehr chaotisch abgelaufen sind kann man da schon mal durcheinander kommen.

Kein Grund zur Besorgtheit!

Miete wird vorfristig fällig zum jew. 3. des Monats. Sie ist so zu entrichten und deckt damit die reinen GrundmietKosten für den laufenden Monat ab. Hierneben zahlt der Mieter seine Verbrauchskosten und Nebenkosten zur Wohnung (soweit im Mietvertrag schriftlich vereinbart) selbst.

Diese Kostenrechnung erfolgt nun im Nachgang, vorschüssig lediglich in einem kalkulatorisch (nach Vor-Verbrauchskosten) ermittelten monatlichen Abschlag. Abgerechnet wird dann zum tatsächlichen Verbrauch (und zu aktuellen Preisen) einmal im Jahr, wenn die Abrechnungen aller Medienanbieter (Wärme, Wasser, Müllabfuhr usw.) bei der Hausverwaltung vorliegen. Das ist korrekt.

Gibt es eine Nachforderung zur Betriebskostenabrechnung, so muß diese für den Laien nachvollziehbar schriftlich an den (berechtigten) Mieter (aus Vertrag) gerichtet sein. Ist darin auch nur ein Posten unschlüssig, nicht nachvollziehbar, so ist die komplette Abrechnung zunächst nicht zur Zahlung fällig, bis der Mangel an der Abrechnung beseitigt ist. Die Zahlungsfrist wird sozusagen aufgehalten. Es kommt damit auch keinesfalls zu "Mietschulden", denn hierbei handelt es sich um keine Miete, sondern um die sachlich und inhaltlich völlig getrennte Betriebskostenabrechnung. Ein Mietzahlungsverzug, der nach dreimaligem Grundmietbetrag sogar die fristlose Kündigung des Mietverhältnisses bergünden könnte, liegt hier also mitnichten vor.

Dem Vermieter und auch seiner Androhung gerichtlicher Klärung kann hier gelassen entgegengeblickt werden, getreu dem Worte von Sophokles: "Hab' ich das Revht zur Seite, fürcht' ich dein Drohen nicht!"

Es wird dan eben vom Richter - und damit auch verständlich für den Vermieter - festgestellt werden, daß der Mieter wohl davon ausgehen kann, nach einer angemessenen Frist nach Abrechnung der Betriebskosten in der Vergangenheit hier von einer Erledigung in der Sache ausgehen zu können. Der Vermieter hätte nämlich ansonsten die Möglichkeit gehabt, bei (begründeten) Zahlungsausständen auch gerichtlich schon auszuklären. Hat er dies unterlassen, gingen damit praktisch seine Forderungen unter, wurden diese übrigens buchhalterisch abgeschrieben. Wenn sie nämlich über die jeweiligen Jahreswechsel weiter mitgeführt worden wären, hätten sie auch hinsichtlich ihrer Einbringlichkeit noch immer wieder neu bewertet werden müssen. Hier wird der Vermieter dann einen gründlichen Einbkick in seine Bücher zu gewärtigen haben, so er vor Gericht vorträgt. Und das wollen Vermieter eigentlich lieber umgehen, um ihre Geschäftspolitik nicht offenlegen zu müssen.

ich würde einfach nochmal eine Aufstellung der geleisteten Mietzahlungen machen - immer Monat für Monat - eben rückwirkend soweit als möglich oder eben als die probleme begonnen haben. Kann ja sein das entweder ihr oder der Vermieter einen Denkfehler drinn haben- Bei so einem langfristigen Mietverhältnis sollte man sowas eigentlich ohne Rechtsstreit aus der Welt schaffen können. Wichtig ist: Wenn eine zeitlang eine spätere Zahlung vereinbart wurde und es zu einer verspäteten Zahlung kam, dann verjährt diese auch nciht denn er stellt ja eine Forderung für die Miete und behauptet eben das die Miete rückwirkend geleistet wurde- das muss also belegt werden das dem nicht so ist.

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