Vergütung von Rufbereitschaft

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Anlage 5 § 7 Abs. 5 AVR: Zum Zweck der Vergütungsberechnung wird die Zeit des Bereitschaftsdienstes einschließlich der geleisteten Arbeit mit 25 v.H. als Arbeitszeit gewertet und mit der Überstundenvergütung (§ 1 Abs. 3 Unterabs. 2 der Anlage 6a zu den AVR) vergütet.

Übersetzt: Du hast ein Recht auf Vergütung der Rufbereitschaft. Es gibt eine Berechnung nach Stunden, die in deinem Fall sicher vorzuziehen wäre. Alternativ kann der Dienstgeber Rufbereitschaftspauschale zahlen, was aber nach der AVR nur für MA vorgesehen ist, die ständige Rufbereitschaft leisten müssen.

Erstmal vielen lieben Dank für diese schnelle und professionelle Antwort! Mir und meinen Kollegen wird diese Rufbereitschaft als freiwillige Leistung untergejubelt, damit wir unseren Urlaub nehmen können wie wir ihn bräuchten. Wir sind nur drei Leute in dieser Schicht und wenn einer Urlaub hat, der zweite arbeitet, dann muss der, der frei hätte Rufbereitschaft machen, das ganze 24 Stunden ( arbeite im Nachtdienst), denn der Nachtdienst könnte sich schon früh oder vielleicht mittags oder abends , wenn es ganz schlimm kommt auch nachts krankmelden. Kann ich in dieser Situation auf Vergütung bestehen?

@kraehe031

Entschuldigung, Fehler von mir. Wenn einer Urlaub hat, der der arbeitet krank wird, dann wird angerufen.

@kraehe031

Bist du in der Pflege? Dann gilt vorrangig Anlage 32 der AVR (die letztes Jahr neu eingeführt worden ist)

Frag mal deinen Dienstgeber, was der Urlaub mit der Rufbereitschaft zu tun haben soll. Das ist eine immer wiederkehrende Argumentation, bei der sich mit die Nackenhaare stellen.

Wenn du Nachtschichten arbeitest hast du gem. der AVR sowieso Anspruch auf Zusatzurlaub gem. § 17 der Anl. 32. Die Höhe des Zusatzurlaubs richtet sich nach den geleisteten Nachtarbeitsstunden pro Jahr.

Davon vollkommen unabhängig hast du gem. §§ 5 und 6 i. V. m. § 7 der Anlage 32 zu den AVR Anspruch auf Vergütung der Rufbereitschaft und der Bereitschaftsdienste.

Geh mal ins Personalbüro und lass dir die genannten Stellen aus der AVR mal erklären. Du kannst auch ganz frech auf den Kommentar zur AVR von Beyer/Papenheim verweisen. Nach § 6 Abs. 3 der Anl 32 zu den AVR ist für die Rufbereitschaft eine tägliche Pauschale ..... zu zahlen. Satz 2 regelt die Höhe der Vergütung.

@ralosaviv

Das werde ich machen, nochmals vielen Dank!

Arbeitsbereitschaft, Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft

Die Vergütung der oben genannten Tätigkeiten richtet sich grundsätzlich nach dem einschlägigen Tarifvertrag bzw. dem Arbeitsvertrag.

Also zunächst einmal in deinen Arbeitsvertrag einen Blick werfen, bevor du möglicherweise irgendwelche eingestellten Paragraphen dem Arbeitgeber um die Ohren wirfst.

Die/Der FS(in) schreibt doch, dass um die AVR geht. Die Verträge im Bereich der AVR verweisen in diesen Punkten bestenfalls aufs Regelwerk, schreiben dazu aber nichts im Einzelarbeitsvertrag. Deswegen wird sie/er im Vertrag dazu nichts finden.

Die eingestellten Paragraphen kann man auch unter www.schiering.org nachlesen.

@ralosaviv

ist doch völlig in Ordnung, dass es seitens Fragesteller(in) um die AVR geht.

Eine Aussage zum Beschäftigungsbetrieb, zu arbeitsvertraglich-/tarifliche Regelung wird nicht gegeben.

Tja, allerdings ob die Fragesteller(in) dazu nichts in ihrem Einzelarbeitsvertrag gefunden hat, geht auch nicht aus der Fragestellung hervor.

@helmutgerke
Tja, allerdings ob die Fragesteller(in) dazu nichts in ihrem Einzelarbeitsvertrag gefunden hat, geht auch nicht aus der Fragestellung hervor. 

Das stimmt. Es würde mich jedoch wundern wenn es anders wäre, da in dem Bereich fast nur mit Formularverträgen gearbeitet wird.

bei uns wurde rufbereitschaft mit 20% vergütet,bei einsatz kamen 25% dazu,ab 22 uhr 50% an sonn und feiertagen 100% und es waren immer überstunden,denn normalarbeitszeit wurde sowieso geleistet,handhabt allerdings jede firma anders,bei uns ging es nach tarifvertrag

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