Verfahrenskosten der Zulassungsbehörde tragen: Wer hat den Fehler gemacht?

7 Antworten

... das Zeugs ist klar und einfach.

Die alte Versicherung hat den Vertrag bestätigt und bis heute nicht gegenüber der Zulassungsstelle widerrufen.

Die Zulassungsstelle darf, wenn denn Versicherungsschutz besteht, die eVBÜ der neuen Versicherung nicht annehmen und trägt somit auch etwaige Kosten für ihr Fehlverhalten.

An den Aspekt habe ich noch gar nicht gedacht. Sind Sie in den Themen bewandert?

Anscheinend wird in der Datenbank der Zulassungsbehörde diese Information einfach überschrieben? Ich habe nochmals meine alte Versicherung gesprochen und diese überprüfen die Übernahme der Kosten, falls diese dies verschuldet haben sollen. Mal schauen, was daraus wird.

@AchillesMD

Nein, er ist da leider nicht bewandert. Er meint es aber.

@qugart

... Lachnummer? Du solltest Deinem Ausbilder einige hinter die Ohren hauen, wenn er anderes vermittelt!

Du kannst nur versuchen, die bestehende Versicherung zu fragen, ob die die Kosten übernehmen. Auslöser für die Geschichte bist aber du selber, ein wirklicher Fehler einer der beiden Versicherungen kann ich jetzt nicht sehen.

Und natürlich sind da Kosten entstanden. Du hast ja quasi den Versicherungsschutz aufheben lassen. Meldungen an die Zulassungsstelle gehen da automatisch raus. Das ist eben ein entsprechender Prozess.

Sowas passiert in der Regel dann, wenn ein Versicherungskunde in einfache, automatisierte Prozesse eingreift, ohne sich über die Konsequenzen klar zu werden. Theoretisch hätte wohl eine erneute Versicherungsbestätigung erstellt werden müssen. Ist jetzt auch etwas schwierig, wenn man die genauen zeitlichen Abläufe nicht kennt.

Eine Anfrage an meine aktuelle Versicherung ist raus - diese schaut sich dies an und übernimmt ggf.

Mit dem Wissen eines anderen Beitrags zu diesem Thema würde ich annehmen, dass die ursprüngliche Versicherungsbestätigung gar nicht erst herausfallen konnte, da der Vertrag nicht gekündigt werden konnte. Anscheinend wird so etwas jedoch bei der Behörde überschrieben, wenn ein Wechel vollzogen wird, ohne, dass genau geschaut wird. Deshalb tu ich mir schwer zuzugeben, dass ich der Auslöser wäre - Initiator, ja, aber kein Versäumnis meinerseits.

@AchillesMD

Das läuft automatisch. Sobald du eine Versicherung abschließt (was du gemacht hast) meldet der neue Versicherer sofort die neue Versicherungsbestätigung. Die von der alten gilt dann nicht mehr ab Beginn der neuen (in der Regel der 01.01.). Widerruft man jetzt die neue Versicherung, wird zwar die neue Versicherungsbestätigung widerrufen, die alte läuft aber automatisch dann zum 01.01. aus.

Die Zulassungsstelle kann ja nicht wissen, dass die alte Versicherung bestehen bleibt. Da kann der alte Versicherer dann zwar manuell eingreifen. Je nachdem wann das gemacht wird, dauert das aber auch. Vor allem im Jahresendgeschäft sind die Fristn seitens der Zulassungsstelle zu lang.

Daher bekommt normalerweise der Versicherungsmensch auch einen Termin genacht, bis wann die Meldungen automatisch laufen (ich glaube zu wissen, dass das irgendwann am Anfang Dezember ist). danach muss dann der Versicherungsmensch manuell eine Versicherungsbestätigung absenden.

Da jetzt der Versicherungsmensch bei dir scheinbar nicht involviert war, kann er das auch nicht von sich aus machen. Auch wenn dann ein Schriftwechsel stattfand, hilft das oft nicht viel, da es eben auf einer ganz anderen Schiene läuft.

Wie du es auch drehst und wendest, Auslöser warst du, da du einen funktionierenden, automatischen Prozess unterbrochen hast.

@qugart

Ich kann Deinen Punkt absolut nachvollziehen, aber genrell gesprochen: Obwohl ich mich absolut im recht sehe, muss ich für etwas bezahlen, was deren IT-System und Prozesse nicht schaffen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mit juristischer Hilfe dies klargestellt bekomme. Aber mal ehrlich: die Kosten dafür wären höher als das Verfahren selbst.

@AchillesMD

Nochmals:

Du hast in einen einwandfrei funktionierenden Prozess eingegriffen. Du hast eine Pflichtversicherung gekündigt, ohne dich um eine Folgeversicherung zu kümmern. Hättest du das alles richtig gemacht, wären keine Kosten auf dich zugekommen.

Hier hilft dir auch kein Jurist weiter. Du liegts schlicht und ergreifend falsch.

Und wenn du jetzt die genauen Daten nennen würdest, würde es auch jedem klar werden, wieso der Fehler bei dir lag.

@qugart

... Oh, da spricht ein Kenner, nur leider hat er keine Ahnung und davon eine ganze Menge.

Wenn denn die bisherige Versicherung die Bestätigung gegenüber der Zulassungsstelle nicht widerruft, besteht über diese eben Versicherungsschutz, was denn auch sonst?

Hier bei uns eben Alltag und auch aktuell mit Marmenia, die behauptet, die Kündigung nicht erhalten zu haben. Also bitte!

@schleudermaxe

Käse. Sobald eine neue Versicherung beantragt wird, wird eine Versicherungsbestätigung übermittelt. Dabei wird automatisch die bisherige Versicherungsbestätigung zum Zeitpunkt Beginn neuer Versicherungsbestätigung ungültig. Ein Widerruf der neuen Versicherung lässt die alte Versicherungsbestätigung nicht wieder inkraft treten. Die Versicherungsbestätigung der Altversicherung muss manuell wieder an die Zulassungsstelle gesendet werden, sollte sie weiterhin bestehen bleiben. Hintergrund: der Widerruf einer Kündigung ist keine Neutarifierung, sondern ein Wiederaufleben.

Das erneute Versenden (auch wenn es manuell heißt) wird natürlich vom System aus getätigt. Im Fall des Jahreswechsel kommen da aber, wie bereits erklärt,  die Fristen der Zulassungsstelle in die Quere. Eine Versicherungsbestätigung mag versendet worden sein, jedoch außerhalb der bekannten Automatismen.

Früher auch gängige Praxis, als es eVB noch nicht gab, wenn stillgelegte Verträge wieder inkraft gesetzt wurden. An den Prozessen der Zulassung hat sich nichts geändert.

zwischen den Jahren habe ich versucht die Kfz-Versicherung zu wechseln - bestehende gekündigt, bei der neuen einen Vertrag abgeschlossen.

Welcher Zeitraum ist hier denn gemeint.

Außerdem, aus welchem Grund wurde die Versicherung gekündigt?  Wegen Beitragserhöhung des alten Versicherer?

Hier ist de Dezember gemeint. Gekündigt wurde aufgrund Beitragserhöhung.

@AchillesMD

Sorry - aber der Begriff zwischen den Jahren versteht man normalerweise zwischen Weihnachten und Silvester.

Wann hast du denn die Beitragserhöhung erhalten?

Wann hast du die Kündigung weg geschickt?

Wann wurde dir denn mitgeteilt, dass die Kündigung nicht angenommen wurde?

Wann hast du der neuen Versicherung mitgeteilt, dass deine Kündigung nicht angenommen wurde?

Wie hast du denn gekündigt, mit oder ohne Unterschrift, per Post, Fax oder Email?

Bitte jeweils das genaue Datum angeben.

Die Frist zur Kündigung der KFZ Versicherung endet mit dem 30.11.
In Deinem Fall wurde ein Verwaltungsverfahren in Gang gesetzt da die Versicherung der Zulassungsbehörde eine neue Versicherungsbestätigung zugesandt hat. Diese wurde durch Deinen Widerruf bei der neuen Versicherung zurückgezogen. Dadurch entstand der Verdacht der Behörde das Dein Fahrzeug nicht Pflichtversichert ist. Demzufolge wurde von der Zulassungsbehörde die Ordnungsbehörde beauftragt das Fahrzeug zu entstempeln. Dir wurde schriftlich mitgeteilt das Fahrzeug nicht mehr im öffentlichen Verkehrsraum zu bewegen. Damit ist ein Verwaltungsverfahren eröffnet wurden welches Kosten verursacht hat die nun von Dir zu tragen sind.

Eine sachliche Darstellung meiner Beschreibung. Frage wäre jedoch, wer die Kosten letztendlich trägt.

... es ist aber nicht mein Job als Halter, den Damen und Herren der Zulassungsstelle Nachhilfe zu geben.

Die bisherige Versicherung hat ihre Bestätigung (eVBN) bis heute nicht widerrrufen, somit besteht natürlich Versicherungsschutz wie bisher.

@schleudermaxe

falsch! Mit Abgabe der neuen Versicherungsbestätigung erlischt die. Es bedarf keinen Wiederruf der alten Versicherung
 da diese durch dich gekündigt wurde

@schleudermaxe

Blödsinn. Mit Übermittllung der neuen Versicherung endet auch die Versicherungsbestätigung des Altvertrages zum Vertragsende. Dass der Altvertrag dann doch bestehen bleibt, kann der neue Versicherer und die Zulassungsstelle nicht wissen. Es bedarf keines Widerrufs einer Versicherungsbestätigung, sondern einer neuen Versicherungsbestätigung mit Beginn Versicherungsende Altvertrag.

@qugart

aha. Ein Experte

@qugart

... und warum erlischt die nur in deinem Bezirk und hier bei uns nicht, wie ich jeden Januar/Februar einige Male erleben darf?

@TimmyEF

... wo steht das und warum ist das alles bei uns anders und warum muß ich denn überhaupt noch kündigen, wenn ich mit so einer banalen Vorgehensweise auch wechseln kann?

Und was bitte hat eine Zulassungsstelle mit meinem Vertrag am Hut?

@schleudermaxe

Pflichtversicherungsgesetz. Fahrzeugzulassungsverordnung. Einfach mal durchlesen.

Sollte man aber bereits kennen, wenn man z.B. Autos versichern will.

Hey Achilles,

den Fehler hast eindeutig du ausgelöst mit der Nichteinhaltung der Kündigungsfrist von 1 Monat zum Vertragsablauf!

Dein Pech war, dass der neue Versicherer schneller die eVBÜ der Zulassungsstelle übersendet hat, als dein Widerruf bei deiner "neuen" war :-(
Dadurch wurde automatisch die Deckung der alten Versicherung bei deiner Zulassungsstelle gelöscht.

Jetzt kannst du mit deinem "alten" Versicherer streiten, wer jetzt wohl den nächsten Fehler gemacht hat: hast du einfach versäumt, deinem alten Versicherer mitzuteilen, dass du den neuen Vertrag widerrufen hast (woher sonst soll der alte Versicherer dies wissen) und damit auch die eVBÜ widerrufen wurde...

... oder hast du gehofft, der alte Versicherer wird's schon richten???

Du kannst ja auf Kulanzentschädigung deines alten Versicherers hoffen...

Gruß und viel Glück wünscht dir siola55

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