Verdienst Mediengestalter als Freelancer / Honorarkraft)?

5 Antworten

Am Ende ist es egal, welche Tätigkeit und welche Dienstleistung Du als Freelancer ausführst. Eine Stunde Arbeit ist für einen Grafiker die gleiche Stunde Arbeit wie für eine Fotografin, eine freiberufliche Pflegekraft, einen Kameramann und auch eine/n Mediengestalter/in usw.

Hier eine konkrete Zahl zu nennen, wäre aus betriebswirtschaftlichen Gründen fahrlässig, denn Dein Stundensatz und Dein Tageshonorar als Freelancer muss über das ganze Jahr Dein komplettes Leben erwirtschaften, Deine Risiken abfangen können UND noch Deine Wünsche in der Zukunft miteinbeziehen.

Der größte Fehler, den Freelancer und Freiberufler bzw.Soloselbständige machen ist, dass sie denken, es würde reichen, kostendeckend zu arbeiten. (Also ich brauche z.B. 2.000 € netto, also geteilt durch 20 Tage im Monat = 20 € / Stunde). Du musst Deinen Stundensatz unbedingt unternehmerisch berechnen! Und das musst Du leider lernen, wenn Du langfristig davon leben können willst. Denn Du musst ungeplante Ereignisse genauso von Deinen Rücklagen abfedern können wie Krankheit, Urlaub, Arbeitsflauten usw.

Soviel sei gesagt: alle Freiberufler / Freelancer und Soloselbständige, die in Deutschland unter einem Stundensatz von 50 € netto oder unter 400 € netto pro Tag arbeiten, bewegen sich in einem wirtschaftlichen Risikobereich:

https://www.youtube.com/watch?v=Vze1YWjGAh0

Als Tip: Du solltest auf keinen Fall unreflektiert das nehmen, was andere nehmen oder das, was andere zu Dir sagen! Besonders nicht, wenn Deine Kunden Dir sagen, was "üblich" ist. ;-)

Nur weil andere mit wenig Geld auskommen, heißt das nicht, dass Du auch so leben musst. Vielleicht hat der eine Geld von Zuhause, eine oder mehrere Eigentumswohnungen und Du nicht? Oder er hat keine Familie und will auch nie eine und Du hast aber eine Familie oder willst irgendwann eine. Der kann dann natürlich auch für weniger arbeiten, um sein tägliches Leben zu bestreiten. 

Und nur weil es andere auch so machen bedeutet das nicht zwangsläufig, dass es richtig ist, was sie machen. 

Es gibt zahlreiche Online Rechner im Netz, die Du mit Deinen Zahlen befüllen kannst, aber am Ende führt nichts daran vorbei, dass Du dich hinsetzen musst und Dir einen richtigen Geschäftsplan zu machen und Deine Kosten in die Zukunft prognostizieren musst. Befühle doch mal den Lebenskostenrechner für Selbständige auf dieser Seite mit Deinen Zahlen:

https://www.stefanweiss.biz/freelancer-tagessatz-rechner-selbstaendiges-honorar-lohnsteuer/

Dann hast Du schon einen ungefähren Wert, wohin Du Dich mindestens orientieren musst. Schau Dir auch das folgende Video an, da habe ich zu Deiner Frage einige Grundüberlegungen besprochen, die Du Dir auf jedenfall unbedingt beantworten solltest, wenn Du dauerhaft von Deiner Freelancer-Tätigkeit leben können willst:

https://www.youtube.com/watch?v=bxjo0WM33RI


Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Hi!
Das ist von vielem Abhängig, wie viel man nehmen kann / sollte als Stundensatz bzw- Tagessatz. Da spielt neben dem, ob man den Beruf erlernt hat oder Quereinsteiger ist viel mit rein, aber natürlich auch wie gut man ist, was für einen Ruf man hat, was man macht (Schnitt, Licht,Kamera etc.) und was man für Erfahrungen vorweisen kann (ganz einfach gesagt: Mehrere Jahre nationale und Internationale Erfahrung für große Firmen ist mehr wert, als hier und da mal ein bisschen auf kleinen Vereinsfesten filmen). Dazu kommt die Region in der man arbeitet usw.

EDIT:
Ich kenne welche, die 300€ Tagessatz haben und andere, die 200€ Stundensatz haben,-also sehr verschieden, je nach Qualifikationen, Erfahrungen etc.

Die Leute von denen ich weiß können davon leben. Aber mehr auch nicht. Also zwischen 1.200,- und 1.800,- netto nach Abzug von Krankenversicherung etc. Dafür braucht man ca. 80-100 € Stundensatz.

Aber es kommt auch darauf an, was du machst. Cutter oder Kameramann für Produktionsfirmen oder selbst kleine Videos für Hochzeiter und Firmen produzieren.

Die Angaben sind unterschiedlich, eben weil man als Freelancer ganz und gar von der Auftragslage abhängig ist.

Manche haben gute Auftraggeber und verdienen Schweinemoos, andere Krebsen am Ende der Nahrungskette rum.

Hi,

das kommt eben darauf an, wie gut du bist, wie weit du dich von den anderen positiv abhebst.

Es ist immer Verhandlungssache und daher musst du mit sehr guten Referenzen glänzen können. Nur dann kannst du auch gute Bezahlung realisieren.

Angebot und Nachfrage bestimmen weitgehend dein Einkommen.

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