Verdi kündigen?

1 Antwort

Wäre nicht überraschend. Ver.di ist bisweilen nicht sehr kündigungsfreundlich. Ich schlage vor, Sie machen sich die Mühe, einen detaillierten Blick in Ihren Mitgliedschaftsvertrag zu werfen, ob sich dort ein entsprechender Passus findet. Vermutlich wird das aber so sein - dann gilt: Vertrag ist Vertrag. Und irgendwie muss das Streikgeld ja verdient werden, was ja u.a. auch in Ihre Tasche gewandert ist. Mit einer entsprechenden Klausel verhindert Ver.di natürlich, dass Leute bei drohendem Streik ein- und direkt danach wieder austreten und die übrigen Mitglieder auf den Kosten sitzen bleiben. An sich fair, wie ich finde...

Ich dachte, die Beiträge, die ich die ganze Jahren vor dem Streik bezahlt habe sind für Streikgelder vorgesehen, sozusagen Vorkasse. In den ganzen Jahren haben wir schließlich nur einmal richtig gestreikt, sonst waren nur Warnstreiks und dafür gibt's kein Streikgeld. Das finde ich doch nicht fair.

@Macosi123

Noch einmal: Es erhalten aber auch Mitglieder im Falle eines Streikes Streikgeld, die erst seit ein paar Tagen Mitglied sind. Und was meinen Sie, wie hoch die Zahl der Leute ist, die in einer Situation in eine Gewerkschaft eintreten, wo schnelles Streikgeld wahrscheinlich ist? Viele. Damit das nicht zu Lasten anderer Mitglieder geht, gibt es bei Gewerkschaften häufig den Passus, dass wer Streikgeld erhält, danach noch eine bestimmte Zeit Mitglied bleiben muss. Ihren Frust verstehe ich deshalb nur zum Teil. Eine Gewerkschaft ist im Kern eine solidarische Institution. Sie hätten umgekehrt ja auch kein Interesse, wenn ihr Streikgeld deutlich gekürzt würde, weil sie dir ganzen Leute finanzieren müssen, die kurz vor Streik ein- und drei Monate später direkt wieder austreten. 

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