Verbotene Westmedien

3 Antworten

Man fürchtete den Einfluss der Westmedien auf die DDR-Bürger. Verboten wurde das vom Staat, der Partei, der Staatssicherheit. Wenn man in Westberlin  oder in Westdeutschland zu Besuch war, dann durfte man keine Zeitungen und Zeitschriften  von da mitbringen. Westrundfunk und Westfernsehen waren in den 80er Jahren weitestgehend toleriert, man konnte das sogar über den Kabelanschluss in seiner Wohnung empfangen, wenn man nicht gerade im "Tal der Ahnungslosen" lebte (die Gegend um Dresden). 

Und man hat dann auch am nächsten Tag auf der Arbeit mit seinen Kollegen über das Westfernsehen geredet ohne Ärger zu bekommen.

Bei uns waren in den Wohnhäusern Gemeinschaftsantennen mit Empfang  der ARD Sender. Das war aber mal anders besonders nach dem Bau der Berliner Mauer 1961.Da waren manche Funktionäre so bekloppt und sahen sich die Richtung der Fernsehantennen auf den Dächern an.Vor allen Partei-Genossen sollten kein Westfernsehen sehen. Damals war es unter Jugendlichen "inn" wenn man mit einen Kofferradio umgehängt durch die Straßen lief und das Radio spielen lies.Polizei verlangte Westsender abzustellen.Das wurde dann zu einer Art Sport um die "Bullen" zu ärgern.

Warum waren die Westmedien verboten

Waren sie nicht.

Es gab in der DDR nie ein generelles Verbot westlicher Fernsehsender. Bestimmte Berufsgruppen, z.B. Soldaten durften offizell kein Westfernsehen schauen. Es gab auch keine technischen Sperren, d.h. es konnte mit den "offizell" verkauften Fernsehapparaten empfangen werden.

Im "Tal der Ahnungslosen" war ein Empfang aufgrund der Geographie nicht möglich.




Was möchtest Du wissen?