Vater verstorben, wie geht es jetzt weiter?

5 Antworten

Noch wichtiger ist es, das Erbe abzulehnen, falls Ihr wisst oder es sehr wahrscheinlich ist, dass der VAter Schulden hat. Die werden auch vererbt, wenn das Erbe nicht abgelehnt wird. Die Frist weiß ich nicht genau, die müsst Ihr aber in jedem Fall einhalten. Die Beerdigung wird in der Regel aus dem Vermögen des Verstorbenen, ansonsten von den Verwandten, die erben, bezahlt. Wenn es gute Gründe gibt, dass der Kontakt nicht mehr bestanden hat, kann ggf. die Gemeinde das übernehmen müssen. Dazu ist allerdings eine rechtliche Beratung sinnvoll. Da ich kein Jurist bin, weiß ich die Fallstricke bei dieser Sache nicht.

Das wissen wir halt nicht. Wir wissen nicht, wie der Mann die letzten 14 Jahre gelebt hat. Zumindest nicht viel. Er war allein, schon seit paar Jahren in Rente...hatte nicht viele Freunde etc.. und ne kleine Wohnung im Nachbardorf. Das ist alles.

an eurer stelle würde ich mich unverbindlich bei einem beerdigungsinstitut erkundigen. die  können euch auch sagen, wie man im falle von "kein testament" vorgehen muss.  soweit ich weiss, müsst ihr dann einen erbschein beim amtsgericht beantragen. dann werden eben die vermögenswerte und die gesetzlichen erben ermittelt.

Wir wissen ja nicht ob es ein Testament gibt oder nicht. Das ist ja das Schwierige. Wir wissen eigentlich gar nix.
Wie und von wem werden denn die Vermögenswerte ermittelt?

@Phoebe4981

das gericht ermittelt diese. wie gesagt: lass euch unverbindlich ei einem beerdigunsistitur beraten. die mitarbeiter dort wissen eigentlich gut bescheid.

@Hexe121967

Vielen Dank.
Aus den vielen Antworten heraus wird mir klar, dass wir um das Beerdigungsinstitut nicht herum kommen.
Mein Mann wollte zu lebzeiten und auch etzt nichts mehr mit seinem Vater zu tun haben, aber gut, das lässt sich jetzt nicht mehr ändern.

@Phoebe4981

Mein Mann wollte zu lebzeiten und auch etzt nichts mehr mit seinem Vater zu tun haben

auch das ist kein Problem; Erbe ausschlagen, für die Beerdigung ist er trotzdem zuständig. Wieder ist das Amtsgericht im Spiel. Von dort wird ein Nachlassverwalter eingesetzt, möglich, dass darüber auch die Beerdigung gezahlt werden kann.

@peterobm

Wenn es in der Wohnung etwas gibt was zu Geld zu machen ist, bzw. auch Geld da ist, dann wird davon vorrangig die Bestattung gezahlt, ist aber nichts da, bzw. nichts was die Kosten deckt, dann ist der Sohn wieder im Spiel.

Hallo,

als einziger leiblicher Sohn ist dein Mann bestattungspflichtig....d.h. er muß die Bestattung organisieren (was manchmal auch preiswerter ist, als wenn es das Gesundheits- oder Ordnungsamt veranlasst) und auch zahlen.

Wenn es im Krankenhaus keinen Schlüssel für die Wohnung des Vaters gibt würde ich mich bei eben genannten Ämtern bzw. auch der Polizei erkundigen wie du vorgehen kannst.

Mit der Wohnung und evtl. Schulden verhält es sich so, das er das Erbe ablehnen kann, dann hat mit allem nichts mehr zu tun....wenn er das Erbe annimmt, dann auch mit allen Konsequenzen die sich dadurch ergeben können.

Die Frage wie man herausbekommt was denn alles da ist, die stellt sich unseren Angehörigen jeden Tag und leider kann ich da nicht weiterhelfen.

Aber da wäre ein Anruf beim Nachlaßgericht (in der Stadt in der der Vater gelebt hat) vlt. hilfreich.

Ein Tipp zur Bestattung: erkundigt euch ruhig bei mehreren Bestattern nach den Preisen und auch nach verschiedenen Friedhöfen (vlt. auch Friedwald?). Denn die Preise der Friedhöfe schwanken auch sehr erheblich...

Vielen Dank, das mit der Bestattungspflicht ist ein hilfreicher Hinweise. Das wussten wir eben nicht.

Wir werden mal im KH anfragen wegen dem Schlüssel für die Wohnung. Und wahrscheinlich werden wir wohl nicht drumherum kommen, da hinein zu gehen und nach Schriftstücken zu suchen oder?

Also heißt das wohl auch, dass wir uns jetzt so schnell wie möglich nach einem Bestatter umschaun müssen, denn das Krankenhaus wird ihn ja auch nicht ewig dort behalten.

@Phoebe4981

Nein, in die Wohnung werdet ihr müssen, denn der Bestatter braucht ja auch die notwendigen Unterlagen um die Sterbeurkunden ausstellen zu lassen.

Wer hat euch denn über den Tod informiert?

Auch die Bestattung kann man ablehnen - bei meinem Vater war es so - es wird dann eine -  Sozialbestattung - veranlasst , vom zuständigen Sozialamt .

@ingwer16

Wenn mein Mann keine Zeit hat (er ist beruflich sehr viel unterwegs...eigentlich ständig) sich um die Sachen zu kümmern, kann er mir dann eine Art Vollmacht geben, dass ich mich um die ganze Organisation kümmern kann?

@ingwer16

sicher kann man eine Bestattung ablehnen, diese wird dann als Ersatzvornahme vom Gesundheitsamt (dies ist bei uns das zuständige Amt) in Auftrag gegeben und die rechnung erhält dann der Bestattungspflichtige.

Nur bestattet die Stadt auf einem städtischen Friedhof und der ist in unserer Stadt um die 1000 Euro teurer als ein anderer Friedhof in unserer Stadt.

@Phoebe4981

ja, er kann dir eine Vollmacht geben und dann kannst du tätig werden...

@ingwer16

Auch die Bestattung kann man ablehnen

nicht ganz, bei einem Härtefall wie: Leben im Existenzminimum oder Undank sollte man raus sein.

@peterobm

Wenn jemand nicht das Geld hat für eine Bestattung kann derjenige zum Sozialamt gehen und dort die teilweise oder vollständige Übernahme der Kosten beantragen

Bei groben Undank muss schon was ordentliches vorgefallen sein und dies muss auch belegt werden....

@geckobruno

Wir gehen jetzt mal davon aus, dass wenigstens genügend Geld da ist, um die Beerdigung aus seinem Vermögen zu bezahlen.
Er bekam ja Rente und hatte auch ein Auto. Zur Not müssen wir das versetzen. Was heit zur Not....das werden wir so und so verkaufen.
Ich werde heute Nachmittag mal versuchen an den Schlüssel der Wohnung zu kommen und die Unterlagen durchsuchen. Eine gruselige Vorstellung, aber es muss sein. Danach werde ich mich nach einem Bestattungsinstitut umschaun.

@geckobruno: Ein ehemaliger Arbeitskollege des Verstorbenen hat ihn ins Krankenhaus gebracht und wurde über den Tod informiert. Dieser hat die Ex-Frau, also meine Schwimu informiert und die widerum uns. Wir leben auf dem Dorf, da kennt jeder jeden.

@Phoebe4981

mir ging es eben um den Schlüssel :-)

Und darum das sich dann des Gesundheits- oder Ordnungsamt einschaltet. Ich würde auch im KKH Bescheid geben das ihr euch kümmert.

Bestatter haben oft Möglichkeiten mit Krematorien zusammenzuarbeiten, dann wird eine Bestattung meist auch noch günstiger als wenn man in dem Heimatort bestattet.

Er muss einen Erbschein am Amtsgericht beantragen, erst damit kann er sämtliche Angelegenheiten klären. es gibt zig Infos im Netz : https://www.google.de/search?q=im+todesfall+was+ist+zu+tun&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=yJ5JVsP6PIuxa777tcgD

Wenn er den Erbschein beantragt...heißt das dann er nimmt das Erbe automatisch an?
Mir ist im Moment eigentlich die Sache mit der Beerdigung etc. wichtiger als mir Gedanken um das Erbe zu machen. Aber dank der Antowrten hier weiß ich ja jetzt, das es diese Beerdigungspflicht gibt. Also muss ich mich im nächsten Schritt damit auseinander setzen.


Vielen Dank für den Link, den werde ich mir gleich mal zu Gemüte führen.


@Phoebe4981

Mit der Entscheidung ob du ein Erbe annehmen willst oder nicht hast du 6 Wochen nach Kenntnisnahme des Todes Zeit.

Bis dahin kannst du gucken ob etwas zu erben da ist oder wie evtl. andere Verpflichtungen aussehen, so muß oft noch drei Monate Miete gezahlt werden und auch die Wohnungsberäumung kann in die Höhe gehen.

@geckobruno

Danke für den hinweise. Kann mir mein Mann eine Vollmacht ausstellen, damit ich die ganzen Behördengänge machen kann oder muss er das alles selbst erledigen?

Zuerst geht man immer zum nächsten Verwandten also den Sohn ja

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