Vater aus Polen fordert Unterhalt der letzten Jahre zurück. Ist das den so rechtens?

4 Antworten

Unterhalt kann in aller Regel nicht zurückverlangt werden, da dieser als verbraucht gilt.

Nun will mein Vater anscheinend weil ich das Studium nicht abgeschlossen
habe den Unterhalt aus der Zeit zurück. Ist das denn so Rechtens?

Nein. Das das Studium nicht abgeschlossen wurde, führt nicht zu einer Rückforderung, für die Zeit in der studiert wurde, sondern kann sich allenfalls auf zukünfige Unterhaltsanspruche auswirken.

Etwas anderes wäre es, wenn der Unterhaltspflichtige entgegen Treu und Glauben über wesentliche Änderungen nicht informiert worden wäre, also wenn das Studium abgebrochen wird und der Unterhaltspflichtige fleißig weiter Unterhalt zahlt in den Glauben, das der Unterhaltsberechtigte studiert.

Was kann man da machen wie soll man Vorgehen ?

Letzlich kann man die Forderung nur zurückweisen.

Der Unterhalt war geschuldet, da du studiert hast. Egal aus welchen Gründen du das Studium nicht zu Ende gebracht hast- zurückfordern kann er ihn nicht. Schreib ihm auf gutem deutsch, dass du nichts zahlen wirst.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Eigene leidvolle Erfahrung incl. Gericht

er kann keinen geleisteten unterhalt zurückfordern. das schreiben kannst du unbeantwortet abheften. es interessiert dich nicht. du bist weder verpflichtet den unsinn zu übersetzen, noch verpflichtet dir einen anwalt zu suchen, der dir das schreiben beantwortet.

ein abgebrochenes studium ergibt keine rückforderung für gezahlten unterhalt. frag ihn ob er die zahllosen pflaster auch in rechnung stellt, die du verbraucht hast für aufgeschlagene knie...scherz.

lass dich davon nicht beeindrucken und schau wie du in deiner ausbildung zurecht kommst. du hast genug allein zu tun momentan würde ich denken. kv lass links liegen.

Ich kann dir sagen, dass 7200 Zloty ungefähr 1800 Euro sind... Ist jetzt nicht die Welt.

Danke, beantwortet aber leider meine Frage nicht.

Neuer Versuch: Vaterschaftsanerkennung wegen mütterlichen Unterhalt

Bevor ihr antwortet möchte ich euch erst einmal dazu anhalten meine Frage GENAU zu lesen. (!!)

Also: es geht um folgenden Paragrafen

§ 1615l Unterhaltsanspruch von Mutter und Vater aus Anlass der Geburt

(1) Der Vater hat der Mutter für die Dauer von sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt des Kindes Unterhalt zu gewähren. Dies gilt auch hinsichtlich der Kosten, die infolge der Schwangerschaft oder der Entbindung außerhalb dieses Zeitraums entstehen.

So: es geht hierbei um den Unterhalt der einer Mutter zusteht: Ich weiss, dass das Jugendamt sich nur um Unterhaltsansprüche des Kindes kümmert, nicht um die der Mutter. (!!!!) Diese Info habe ich vom JA persönlich!

So: wenn die Mutter sich jetzt einen Beratungshilfeschein holt (mein Anwalt schreibt mit diesem Schein die Gegenseite an und berät NICHT NUR) Schreibt der Anwalt den Kindesvater an: Wenn aber die Vaterschaft noch nicht anerkannt wurde... Ist jetzt MEINE FRAGE ob der Anwalt dem "Vater" ein Schreiben schreiben kann in dem er ihn auffordert die Vaterschaft anzuerkennen? (logisch wäre es ja weil MEIN Unterhalt Ebenfalls im direkten zusammenhang mit der Vaterschaft steht)

Ich weiss der Vater kann vor Geburt zwar NICHT gezwungen werden diese Anzuerkennen aber soweit mein Anwalt mich informiert hat, schreibt der ihn trotzdem vorsorglich an.

deckt der Beratungsschein auch ein Schreiben mit Aufforderung zur Vaterschaftsanerkennung? Es wäre ja logisch WEIL auch meine Unterhaltsansprüche an die Vaterschaft gebunden sind, nicht nur die des Kindes.

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