Urlaubstage von altem Arbeitgeber zum neuen mitnehmen - möglich?

5 Antworten

Du kannst zwar keinen Urlaubsanspruch vom alten Arbeitgeber zum neuen "mitnehmen", ohne vom alten Arbeitgeber gewaehrtem oder abgegoltenem Urlaub kann aber auch vom Urlaubsanspruch beim neuen Arbeitgeber nichts abgezogen werden. Das wuerde in deinem Fall dazu fuehren, dass du beim neuen Arbeitgeber am 01. Oktober einen Anspruch auf den vollen Jahresurlaub ohne Abzug erwerben wuerdest.

Mit Urlaubsabgeltung durch den alten Arbeitgeber entsteht am 01.10.. beim neuen Arbeitgeber zwar ebenfalls der volle Jahresanspruch, hiervon ist dann aber der vom alten Arbeitgeber bereits abgegoltene Teilanspruch wieder abzuziehen.

Grundsaetzlich ist ein Verzicht des Arbeitnehmers auf eine Urlaubsabgeltung zulaessig https://www.hensche.de/Urlaubsabgeltung_Verzicht_Urlaubsabgeltung_BAG_erlaubt_Verzicht_auf_Urlaubsabgeltung_BAG_9AZR844-11.html

Du koenntest der Urlaubsabgeltung durch den alten Arbeitgeber also widersprechen und den Abgeltungsbetrag zurueck zahlen. Dann muesste dir dein neuer Arbeitgeber nach sechsmonatigem Bestehen des neuen Arbeitsverhaeltnisses - also ab dem 1. Oktober - den vollen Jahresurlaub ohne Abzug gewaehren. Ob du dir diesen damit aber zum Freund machst, ist eine andere Frage.

Die einzige richtige und vernünftig erklärende Antwort!! 👍

Wobei ich besonders dem letzten Satz Beachtung schenken würde...

Hey, der noch nicht genomme bzw genomme Urlaub wird vom alten Arbeitgeber an den neuen übergeben. Man muss das laut Gesetz aber im Kalender Jahr machen, in Ausnahmefällen wie z. B. Wenn grad viel zu tun ist kann man auf Antrag den Urlaub auch bis März meist mitnehmen. In einigen Unternehmen wird das mal lockerer genommen und in anderen eher nicht, kommt drauf an. Hab mir jetzt den Text auch nicht durchgelesen aber das haben wir schon in der Berufsschule am Anfang gelernt

Deinen Urlaubsanspruch erwirbst Du jeweils bei Deinem aktuellen Arbeitgeber...i.d.R. ca. 2,5 Tage pro Beschäftigungsmonat (kann aber natürlich auch weniger sein, siehe Arbeitsvertrag, dort angegebenen Jahresurlaub durch 12 teilen). Deinen Urlaub bekommst Du nicht geschenkt....Du arbeitest dafür, dass Dein AG es sich leisten kann, Dich bezahlt von der Arbeit freizustellen, d.h. diese 2,5 Tage/Monat arbeitest Du quasi "vor". Aber eben nicht beim neuen Arbeitgeber. Daher ist es üblich, vor einem Betriebswechsel den Resturlaub innerhalb der "Restarbeitszeit" zu nehmen oder eben diese Zeit in Form von Geld auszubezahlen. Warum sollte der neue AG sich mit Deinem Resturlaub des alten AG belasten (wollen)?

i.d.R. ca. 2,5 Tage pro Beschäftigungsmonat

Was heißt "in der Regel"? Und was heißt "ca."?

Die "Regel" ist der gesetzliche Anspruch - und das sind 24 Werktage (entsprechend einer 6-Tage-Woche), umgerechnet also 2 Werktage pro Monat.

@Familiengerd

Ergänzung:

Warum sollte der neue AG sich mit Deinem Resturlaub des alten AG belasten (wollen)?

Der Fragesteller hat beim neuen Arbeitgeber, wenn er dort am 01.04. beginnt, ab dem 01.10. Anspruch auf den vollen Jahresurlaub, wenn er beim alten Arbeitgeber noch keinen anteiligen Urlaub genommen oder ihn ausgezahlt bekommen hat.

Hat er ihn genommenen oder ausgezahlt bekommen, verringert sich der Urlaubsanspruch gegen den neuen Arbeitgeber um die entsprechenden Tage.

@Familiengerd

...tja, das ist Dein eigenes Problem, wenn Du nur 24 Urlaubstage hast, die zudem auch noch "Werktage" sind....^^

aber genau deswegen "i.d.R." Denn eigentlich bekommen alle Leute, die ich so kenne diese 30 (Arbeits-)Tage und "ca.", weil ich weiß, dass es natürlich auch Arbeitsverhältnisse mit weniger Urlaubsanspruch gibt.

@Tuedelsen

Was hat das mit mir zu tun?!?

Ich habe darauf verwiesen, dass "die Regel" die gesetzliche Norm ist - und das sind nun einmal 24 Werktage (20 Arbeitstage bei einer 5-Tage-Woche usw.).

Und pauschale Aussagen wie "i.d.R. ca. 2,5 Tage pro Beschäftigungsmonat" sind auch nicht angebracht, wenn die konkreten Voraussetzungen für die Feststellung der Höhe eines Urlaubsanspruchs überhaupt nicht bekannt sind; die Aussage ist darum schlicht und einfach "unseriös"!

@Familiengerd

...es ging in der Frage in keinster Weise um den gesetzlichen Urlaubsanspruch! Es ging schlicht und einfach um die Mitnahme von Resturlaub in ein neues Arbeitsverhältnis! Und diese Frage habe ich beantwortet....also entspann Dich mal!

@Tuedelsen
...es ging in der Frage in keinster Weise um den gesetzlichen Urlaubsanspruch!

Das wurde auch nicht behauptet

Ich habe mich auf Deine so pauschal schlicht falsche Aussage zum Urlaubsanspruch bezogen.

... also entspann Dich mal!

In der Regel wird bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses der nicht genommene Urlaub abgegolten/ausbezahlt.

Das hat Dein Ex Arbeitgeber also richtig gemacht.

Den Rest kann ich mangels Unkenntnis und Informationen von Dir nicht prüfen/beantworten.

Kann ich dem nicht widersprechen? Ich möchte die Tage nicht ausbezahlt bekommen, sondern lieber nehmen

@smkng

Tja, warum hast Du das denn dann nicht beim alten AG gemacht???

Darauf hättest Du einen Anspruch gehabt. Gibt nur wenige Ausnahmen.

@alarm67

Der Arbeitgeberwechsel war spontan - deshalb. Also muss der alte AG mir das auszahlen?

@smkng

Wieso kurzfristig?

Es gibt doch Kündigungsfristen!?

Was heißt Urlaubsabgeltung?

Wann schreibt das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) die Urlaubsabgeltung vor?

Wenn Sie bei Be­en­di­gung Ih­res Ar­beits­verhält­nis­ses noch An­spruch auf Ur­laub ha­ben und Ihr Ur­laubs­an­spruch nicht mehr durch be­zahl­te Frei­stel­lung von der Ar­beit erfüllt wer­den kann, gilt § 7 Abs.4 Bun­des­ur­laubs­ge­setz (BUrlG). Die­se Vor­schrift lau­tet:

"Kann der Ur­laub we­gen Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses ganz oder teil­wei­se nicht mehr gewährt wer­den, so ist er ab­zu­gel­ten."

BEISPIEL: Der Ar­beit­neh­mer hat im Mit­te De­zem­ber noch 15 Ta­ge Ur­laub. Auf Drängen des Ar­beit­ge­bers wird das Ar­beits­verhält­nis kurz­fris­tig zum 31. De­zem­ber durch ei­nen Auf­he­bungs­ver­trag be­en­det. Bis da­hin soll der Ar­beit­neh­mer noch Rest­ar­bei­ten er­le­di­gen. Dann sind die 15 Ta­ge Ur­laub ab­zu­gel­ten, d.h. der Ar­beit­neh­mer erhält mit der letz­ten Ge­halts­ab­rech­nung für De­zem­ber ei­ne Ur­laubs­ab­gel­tung für 15 Ta­ge.

Hier komplett:

Den Urlaub kannst du natürlich nicht mitnehmen, da die UN verschiedene Regelungen haben. Der Urlaub, den du ausbezahlt bekommen hast, muss anteilig von deinem Jahresurlaub berechnet werden... also 1/4 davon.

Ich möchte keinen Urlaub ausbezahlt bekommen! Das lohnt sich nicht. Ich würde lieber die Tage freinehmen. Kann man dem Auszahlen nicht widersprechen?

@smkng

Du hättest die Tage bis zum letzten Tag aufbrauchen müssen... du kannst ja nicht einfach Urlaub mitnehmen... wenn es dir unbedingt wichtig ist, dann nimm für das ausgezahlte Geld vom alten AG unbezahlten Urlaub, aber ich glaub nicht dass das beim neuen AG so ein gutes Licht auf dich wirft

@smkng

ähm, Frage:
wie willst du die Tage FREI nehmen, wenn du zum 31.03.2019 ausgeschieden bist?????

@wurzlsepp668

Beim neuen AG den Urlaub nehmen

@smkng

...ein bisschen spät! Das hättest Du bereits zum Zeitpunkt des Kündigens mit dem AG absprechen müssen und auf diese Abgeltung des Urlaubs bestehen müssen.

@Tuedelsen
... auf diese Abgeltung des Urlaubs bestehen müssen

Genau die hat er ja auch bekommen, will er aber nicht.

Den Urlaub kannst du natürlich nicht mitnehmen

Das ist falsch!

Der Fragesteller hat beim neuen Arbeitgeber, wenn er dort am 01.04. beginnt, ab dem 01.10. Anspruch auf den vollen Jahresurlaub, wenn er beim alten Arbeitgeber noch keinen anteiligen Urlaub genommen oder ihn ausgezahlt bekommen hat.

Hat er ihn genommenen oder ausgezahlt bekommen, verringert sich der Urlaubsanspruch gegen den neuen Arbeitgeber um die entsprechenden Tage.

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