Urlaubsanspruch bei Abrufarbeitsvertrag

3 Antworten

Dazu sollte etwas im Arbeitsvertrag stehen. Auch wenn Du an den Abruftagen nicht arbeitest, so ist es kein Urlaub, da Du ja nicht wegfahren kannst.

Im Arbeitsvertrag steht nur "gesetzlicher Urlaubsanspruch".

Und ich weiß nicht, ob es hierzu wichtig ist...Man hat keine Pflicht einen Dienst anzunehmen, sondern kann sich freiwillig für einen Tag eintragen, den man gerne arbeiten möchte.

@JosefStraubing

Ach Du je, das ist ja ne recht komplizierte Sache. Hast Du schon mal nachgefragt, wieviel Urlaubstage Du bekommst? Genau kann ich es Dir nicht sagen, wie das bei Dir ist.

Bei völlig unregelmäßigen Wochenarbeitstagen (die Arbeitsstunden pro Arbeitstag spielen keine Rolle) ist die Feststellung des Urlaubsanspruchs ein wenig komplizierter als im "Normalfall": Du musst ein wenig rechnen.

In Deinem Fall ist der Urlaubsanspruch dadurch zu bestimmen, dass Du ermittelst, an wie vielen Tagen der Woche Du durchschnittliche in den vergangenen 12 Monaten (wenn Du noch nicht so lange im Betrieb bist: seit Beginn des Arbeitsverhältnisses) gearbeitet hast, und diese Gesamtzahl Deiner Arbeitstage durch die Gesamtwochenzahl teilst:

Gesamtzahl der Arbeitstage ./. Gesamtzahl der Arbeitswochen = durchschnittliche Wochenarbeitstage

Bei einem gesetzlichen Urlaubsanspruch von 24 Werktagen (Montag bis Samstag) musst Du dann auf Deine Wochenarbeitstage umrechnen:

24 Werktage Urlaub ./. betriebsübliche Wochenarbeitstage x individuelle durchschnittliche Wochenarbeitstage = individueller Urlaubsanspruch in Arbeitstage

Beispiel:

Du hast ausgerechnet, dass Du in der Vergangenheit an durchschnittlich 4 Tagen in der Woche gearbeitet hast (wie viel Stunden jeweils, ist gleichgültig); betriebsüblich sind 6 Wochenarbeitstage, der betriebsübliche Urlaubsanspruch entspricht dem gesetzlichen Anspruch. Daraus ergibt sich für Dich nach der vorhin genannten Formel 24 ./. 6 x 4 = 14 ein Urlaubsanspruch von 16 Arbeitstagen.

Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt immer 4 Wochen - unabhängig davon, wie viele Arbeitstage man hat.

Übrigens: Gibt es im Betrieb ansonsten einen höheren Urlaubsanspruch als den gesetzlichen, steht er auch Dir zu - unabhängig davon, was arbeitsvertraglich vereinbart wurde.

Ergänzung:

Für die Bezahlung während des Urlaubs musst Du errechnen, wie viel du in den vergangenen 13 Wochen/3 Monaten verdient hast.

Dieser Betrag, geteilt durch die Anzahl der Arbeitstage in diesen 13 Wochen/3 Monaten, ergibt den Betrag, den Dir der Arbeitgeber für jeden Urlaubstag zu zahlen hat.

Hello! Ich gehe davon aus, dass du einen gültigen Arbeitsvertrag hast (oder bekommst du, wenn deine Arbeitskraft nicht gebraucht wird, kein Gehalt)? In ersterem Fall ist hier das Bundesurlaubsgesetzt (BUrlG) relevant. § 3 BUrlG sagt aus, dass du mind. 24 Werktage (also Monatg - Samstag; damit sind keine Sonn- und keine Feiertage gemeint!) Anspruch auf Urlaub im Kalenderjahr hast. (Wenn du erst innerhalb des Jahres angefangen hast dort zu arbeiten, wird der Urlaubsanspruch entsprechend anteilig berechnet, s. hier § 5 BUrlG). Gem. § 7 sollte dir der Urlaub zusammenhängend und auch nach deinem Wunsch gewährt werden (es sei denn, besondere betriebl. Umstände sprechen dagegen). Hast du oder deine Firma mit einer Gewerkschaft einen Tatifvertag? Da könnte auch noch etwas dazu stehen.

Grundsätzlich gilt: Wenn du das ganze Jahr über arbeitest (also einen voll gültigen Arbeitsvertrag hast und du somit auch das ganze Jahr über deine Arbeitskraft zur Verfügung stellst, hast du Anspruch auf 24 Werktage Urlaub.

Hoffe es hilft dir ;)

Lg

Ich meinte nicht ob du direkt einen Tarifvertrag hast, sondern nur ob du Mitglied in einer Gewerkschaft bist.. Schon spät ^^

@Kecksiii

Wie wäre die Berechnung dann in diesem Fall, denkst Du? Ich bin in keiner Gewerkschaft.

@JosefStraubing

Dazu müsste ich wissen, was genau in deinem Arbeitsvertrag steht.. Steht da wirklich nur "es gelten die gesetzl. Bestimmungen"?

@Kecksiii

Und vllt auch wie lange du bereits bei der Firma beschäftigt bist.

@Kecksiii

seit Februar 2014

@Kecksiii

@ Kecksiii :

Dazu müsste ich wissen, was genau in deinem Arbeitsvertrag steht..

Das Problem ist hier doch nicht, was im Arbeitsvertrag steht, sondern wie der Urlaubsanspruch bei völlig unregelmäßigen Wochenarbeitstagen zu bestimmen ist!

Da ist auch Deine Antwort mit dem Zitat aus dem BUrlG überhaupt nicht weiter helfend!

Steht da wirklich nur "es gelten die gesetzl. Bestimmungen"?

Und was ist daran erstaunlich??

@Familiengerd

@Familiengerd Es können im ArbVertr auch abweichende Regelungen getroffen werden. Wenn da (also im ArbVertr) schon etwas genaueres geregelt ist, wäre das auch ein Anhaltspunkt. Sonst bedeutet "es gelten die gesetzlichen Bestimmungen" dass das BUrlG greift. Evtl. noch i. V. m. dem ArbSchG. Ung grundsätzlich gilt "jährlich mindestens 24 Wertage".

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