Urlaub nach der Probezeit?

5 Antworten

Oder muss ich den Urlaub wirklich vorm 31.3 nehmen?

Nein, das musst Du nicht.

Da Du dieses Jahr die Wartezeit von sechs Monaten nicht erfüllst, steht Dir nach § 5 Abs. 1 a) Bundesurlaubsgesetz für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses 1/12 des im Betrieb üblichen Jahresurlaubs zu.

Kannst Du diesen aus betrieblichen Gründen in diesem Jahr nicht mehr nehmen, verfällt Dein Urlaubsanspruch nicht zum 31. März des Folgejahres, wenn Du vom AG verlangst, dass der Teilurlaub auf das nächste (gesamte) Kalenderjahr übertragen wird.

In Deinem Fall könntest Du also den Urlaubsanspruch den Du dieses Jahr erwirbst, aber vom AG nicht genehmigt bekommst, auch nächstes Jahr an Ostern nehmen.

https://www.lto.de/recht/job-karriere/j/arbeitnehmer-resturlaub-uebertragen-naechstes-jahr/

https://www.arbeitsrechte.de/resturlaub/

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Gesetzlich musst du das schon bis zum Ende des Jahres nehmen, in Ausnahmefällen kann der Urlaub in das nächste Jahr übertragen werden, dann muss er allerdings bis zum 31.03 genommen werden. In der Praxis kann man das aber mit dem Betrieb klären. Ich habe Resturlaub noch nie bis zum 31.03 nehmen müssen, ich konnte meine Tage nehmen wenn ich die brauchte.

Ich hoffe das klappt. Nur lassen die sich Zeit und man möchte/Muss ja frühzeitig buchen,wenn man weg will.

@bestoftrash

Ich kenne das, das ist richtig blöd. Ich würde an deiner Stelle höflich an die Dringlichkeit hinweisen, meistens klappt das dann 😉

...ich fürchte, dass Du den Urlaub aus 2018 dann tatsächlich bis zum 31.3.19 genommen haben musst. Aber es steht Dir ja auch "frischer" Urlaub für 2019 zu....den Du (normalerweise) als jemand mit Kind bevorzugt in den Ferien nehmen darfst....

Das stimmt natürlich. Nur ausserhalb der Ferien benötige ich keinen Urlaub. Und durch den Resturlaub kann ich in den Osterferien einiges abdecken. Der Jahresurlaub wäre dann für die Sommerferien und Herbstferien geplant.

@bestoftrash

...vielleicht mal mit dem Vorgesetzten/Chef sprechen....Man hat es abgelehnt, Dir in den Weihnachtsferien Urlaub zu geben....vielleicht ist man so kulant, Dir dann (einmalig) die Mitnahme über den 31.03 hinaus zu gestatten? Denn gerade in Deiner Branche besteht doch ein Personalmangel....eine Grundlage, solche (nachvollziehbaren) Wünsche zumindest mal sachlich zu verhandeln.

Du musst Dich in den Betrieb einfügen - der Chef kann Dir in den Ferien urlaub geben - muss er aber nicht - die Kinderbetreuung ist Dein Problem - die Arbeit (die zu Pflegenden) geht vor

Ganz so einfach - nach bloßem Belieben des Arbeitgebers - ist das denn doch nicht!

Der Arbeitgeber hat zwar ein Weisungsrecht (das sich übrigens nicht auf den Urlaub erstreckt: da ist er Schuldner des Arbeitnehmers) nach der Gewerbeordnung GewO § 106 "Weisungsrecht des Arbeitgebers" im Rahmen von Verträgen, Vereinbarungen und Gesetzen, aber ausdrücklich und zwingend nur "nach billigem Ermessen"!

Das heißt, dass er bei seinen Anordnungen zwingend die persönlichen Belange des Arbeitnehmers berücksichtigen und mit den betrieblichen Belangen abwägen muss! Wenn also die persönlichen Belange in ihrer Dringlichkeit die betrieblichen Belange überwiegen, darf er seine Anordnung nicht durchsetzen!

Das solltest du mit deinem Chef abklären - wir kennen weder den Dienst noch den Urlaubsplan

Was möchtest Du wissen?