Unterschied zwischen vorsätzlich und fahrlässig?

5 Antworten

§8 FinStrG (1) Vorsätzlich handelt, wer einen Sachverhalt verwirklichen will, der einem gesetzlichen Tatbild entspricht; dazu genügt es, das der Täter diese Verwirklichung ernstlich für möglich hält und sich mit ihr abfindet.

(2) Fahrlässig handelt, wer die Sorgfalt außer acht läßt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und nach seinen geistigen und körperlichen Verhältnissen befähigt ist und die ihm zuzumuten ist, und deshalb nicht erkennt, daß er einen Sachverhalt verwirklichen könne, der einem gesetzlichen Tatbild entspricht. Fahrlässig handelt auch, wer es für möglich hält, daß er einen solchen Sachverhalt verwirkliche, ihn aber nicht herbeiführen will.

Vorsatz ist hinreichend erklärt worden. Fahrlässig ist, wenn Du eine eventuelle Konsequenz billigend in Kauf nimmst. Beispiel: Du fährst mit 70 km/h in der Spielstraße, dabei nimmst Du dann billigend in Kauf, daß es geschieht.

wenn Du etwas billigend in Kauf nimmst, ist es nicht merh fahrlässig, sondern schon vorsätzlich. Man nennt dies "Eventualvorsatz".

Vorsatz: Ich weiß, was ich da gerade mache und will es auch (auf jemanden schießen, jemanden beleidigen usw.). Im Volksmund auch als "Absicht" bezeichnet, wobei dies nicht ganz korrekt ist, da "Absicht" noch weiter geht, da es sich dann um zielgerichtetes Handeln handelt.

Fahrlässigkeit: Ich handele sorgfaltswidrig (fahre zu schnell, achte nicht auf den Verkehr, passe nicht richtig auf meinen Hund auf usw.) und verursache dadurch etwas (z.B. eine Verletzung, einen Sachschaden), das ich zwar nicht gewollt habe, das ich aber bei sorgfältigem Handeln hätte vermeiden können.

vorsatz : Du hast es so geplant

fahrlässig: es passiert, weil Du nicht richtig nachgedacht hat und es so nicht wolltest

Vorsätzlich ist wenn du es wolltest und fahlässig ist wenn du es nicht wolltest, aber provoziert hast indem du nicht vorsichtig genug warst.

Vermieter betrügt vorsätzlich?

Hallo! Ich habe festgestellt, dass der Vermieter vorsätzlich Positionen in der Abrechnung 2 mal in Rechnung stellt. Seit Jahren schon, macht er das. Beispiele: Gerätemiete für Wärme (Wärmezähler) (300,47 €) wird über Techem zusammen mit Heizkosten abgerechnet und dann noch mal von dem Vermieter in die Betriebskosten aufgenommen. Das gleiche mit den Erfassungsgebühren für Techem (228 €). Einmal auf der Heizkostenabrechnung, dann noch mal in der Betriebsabrechnung. Die Warmwasserzähler und Kaltwasserzähler (114,25€) auch auf beiden Abrechnungen. Strom ( 364,05 €) wird einmal als Betriebsstrom für Heizung auf der Heizkostenabrechnung verrechnet und noch mal als Haustrom in den Betriebskosten fürs Haus. Außerdem stimmen die m2 der Gesamtwohnfläche des Hauses nicht. Wir sind 5 Parteien im Haus und laut unsere Mietverträge müsste das Haus 308,7 m2 groß sein. Auf der Abrechnung steht aber Gesamtwohnfläche 282,7 m2. Ein Unterschied von 26 m2. Entweder stimmen die m2 Angaben in unseren Wohnungen nicht und wir zahlen für m2 die wir nicht haben, oder er gibt weniger m2 für das gesamte Haus an. Als ich die Unstimmigkeiten angemahnt habe, und die Belege sehen wollte, wurde der Vermieter richtig pampig und hat die Miete ab März 2017 um 15% erhöht, erstmal nur mir. Ich habe schriftlich eine Korrektur der Abrechnung verlangt und eine Frist gesetzt, bis wann ich die Unterlagen einsehen möchte.

Ich will hier eh nicht mehr lange bleiben und werde ausziehen, aber ganz kampflos gehe ich nicht. Kann man es polizeilich anzeigen? Ich meine, es ist doch offensichtlich, dass er das vorsätzlich doppelt abrechnet.

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