Unterschied zwischen Fonds-Sparpläne und ETF-Sparpläne?

4 Antworten

Was ist der Unterschied zwischen Fonds-Sparplänen und ETF-Sparplänen?

Es gibt keinen. Sparplan ist Sparplan.

Bei dem einen wird ein passiver Indexfonds bespart (ETF) im anderen ein aktiv gemanagter Fonds (Aktien, Immobilien, Renten, Geldmarkt, Misch, Dach, etc.)

Der Unterschied liegt also im Fonds, nicht im Sparplan.

Kann es sein, dass ETF- Sparpläne immer beliebter werden?

Den Trend kann ich bestätigen.

Worauf muss ich achten, wenn ich einen ETF- oder einen Fonds-Sparplan abschließen möchte?

Du wirst wohl ein Anlageziel definieren müssen und eine Risikotoleranz. Je höher der Aktienanteil ist und je kleiner die Unternehmen sind, desto höher ist die Volatilität. Größere Renditechancen, aber auch höheres Verlustrisiko.

Ebenso solltest du das Fondsvolumen beachten. Zu kleine Fonds werden öfter mal geschlossen. Bei einem Fondsvolumen unter 100 Millonen € würde ich mir das Investment gut überlegen.

Dann gibt es noch die TER (= Total Expense Ratio). Dies ist die Quote dessen, was von deinem Beitrag an Kosten für das Fondsmanagement hängen bleibt. Bei ETFs sind diese meist recht gering (max 0,65%), bei aktiven Fonds entsprechend höher.

Aktive Fonds haben die theoretische Chance ihre eigene Benchmark zu schlagen und besser abzuschneiden als der Vergleichsindex (Outperformance) bzw. der Markt allgemein.

Schaffen ca. 85% aller aktiven Fonds aber nicht und die, die es schaffen, schaffen es meist nicht über mehrere Jahre und Jahrzehnte hinweg. Daher meine persönliche Meinung, dass die Kosten für das Fondsmanagement oft nicht gerechtfertigt sind.

Da ETFs nur eine Entwicklung nachvollziehen, können die das nicht. Abzüglich des Tracking Errors, ist die Rendite immer gleich dem nachgebildeten Index.

Bitte um Rat, da ich nicht weiß, welches der beiden ich abschließen sollte und vor allem welcher zu empfehlen ist.

Konkrete Anlageberatung kriegst du von mir nicht kostenlos.

Entweder du machst dich selbst schlau, durch Bücher, Youtube, Seminare. Oder du beauftragst jemanden - kostenpflichtig - dafür, dass er dein Portfolio managt.

Was ist der Unterschied zwischen Fonds-Sparplänen und ETF-Sparplänen?"

Es gibt keinen, es handelt sich einmal um aktiv gemanagte Fonds verschiedenster Art und einmal um passive Fonds die einen Index nachbilden.

"Worauf muss ich achten, wenn ich einen ETF- oder einen Fonds-Sparplan abschließen möchte?"

Auf die Kosten und die Auswahlmöglichkeiten sowie ggf. auf die Höhe der möglichen Sparraten.

"Welche Kategorien sollte man auswählen? "

In Deinem Fall, weltweit anlegende, breit gestreute Aktienfonds und als Beimischung vielleicht ebenfalls weltweit anlegende und breit gestreute Schwellenländerfonds.

"Gibt es bestimmte aktuell Interessante Fonds und ETF´s für die nächsten 5-10 Jahre und mehr?"

Frontier Markets ? Ist aber sehr schwierig bis unmöglich via ETFs.

"Bitte um Rat, da ich nicht weiß, welches der beiden ich abschließen sollte und vor allem welcher zu empfehlen ist."

Das ist so eine Sache. Du hast offenbar (noch) nicht so viel Plan, insofern sind vom Anlagespektrum eingeschränkte ETFs eher suboptimal. Vielleicht ein einfacher ETF auf den MSCI World, das ist dann auch kostenarm.

Ich persönlich finden diesen Index aber zu USA- und zu Großunternehmenlastig. Ich würde einen ETF auf den MSCI-ACWI bevorzugen, da sind dann die Schwellenländer mit drin, ersatzweise für einen Teil einen ETF auf den MSCI-EM wählen. Als weitere Diversifikation vielleicht noch einen weltweiten Nebenwerte-index wählen.

Definitiv ist es möglich auch ETF mit 50 EUR/Monat zu bedienen.

Die von Dir genannten Begriffe stellen lediglich Fondsgesellschaften dar, die einen buten Strauß an Fonds anbieten.

Zunächst wäre aus meiner Sicht die Grundsatzfrage zu beantworten, ob Du dauerhaft im Fondssegment bleiben möchtest oder ob Du Dir die Möglichkeit offen halten willst, später mit Einzeltiteln an Aktien zu haneln.

Sollte dem so sein, ist ein Wertpapierdepot für eben diese Esstklassen (Aktien und Fonds) sinnvoll.

Solltest Du mit Einzeltiteln nichts am Hut haben wollen, dann reicht auch ein Depot aus, wo Du nur die Fonds verwahren läßt.

Wo Du diese Fonds verwahren läßt, ist im Prinzip weniger wichtig.

Vielleicht solltest Du Dich zuvor schlau machen, nach welchem Modell Depotgebühren erhoben werden.

Das macht jede Gesellschaft anders. Bei der Deka-Bank, die mit der Sparkasse zusammen arbeitet, sind das nach meinem Kenntnisstand 10 EUR/Jahr, also ein minimaler Betrag.

Es ist sinnvonn einen ETF zu wählen, wo möglichst viele Werte enthalten sind. Das wäre zum Beispiel der EURO-Stoxx 50. Hier hast Du auch das Währungsrisiko ausgeblendet.

Im ETF enthaltene Aktientitel:

http://www.finanzen.net/index/Euro_Stoxx_50/Werte

Wenn Dich das Währungsrisiko nicht scheust, kannst Du auch in den MSCI Word investieren, hier hast Du eine noch größere Streuung in mehrere Aktien.

Frage bei der Fondsgellschaft Deiner Wahl nach ETF mit den Anlagesegmenten.

Günter



MSCI World ist dem Euro Stoxc 50 auf jeden Fall vorzuziehen. Schon allein wegen der viel breiteren Streuung der Aktien. 50 Titel im Eurostoxx gegenüber ca.1600 Titeln im MSCI World.

Ein Aktienfonds wird aktiv nach bestimmen Gesichtspunkten, die im Verkaufsprospekt dargestellt werden, von einem Fondsmanager gemanagt.

Ein ETF ist zwar strenggenommen auch ein Fonds, jedoch wird dieser nicht aktiv gemanagt, da im ETF meist Indizes nachgebildet werden.

Es macht Sinn, ETF zu wählen, die in Blue Chips, also Aktien aus der ersten Reihe, zu investieren.

Das Totalverlustrisiko geht hier gegen Null, da immer einige Aktien im betreffenden Index sein werden.

Günter

Hallo Günter,

hat man bei den ETF-Sparplänen auch die monatliche Sparrate ab 50 Euro oder hat man da mehr bzw. kann ich dies selber festlegen, was ich monatlich einzahlen möchte?

Und aus welcher Kategorie würdest du mir einen ETF empfehlen?

Deka, ETF Securities, ComStage, iShares, Lyxor

Was bedeuten diese Begriffe?

Hast du für mich einen Vorschlag für einen ETFs?

@Maximilianfreak

"hat man bei den ETF-Sparplänen auch die monatliche Sparrate ab 50 Euro oder hat man da mehr bzw. kann ich dies selber festlegen, was ich monatlich einzahlen möchte?"

Teilweise sogar schon ab 25 Euro, das kannst Du selbst festlegen.

"Deka, ETF Securities, ComStage, iShares, LyxorWas bedeuten diese Begriffe?"

Das sind Fondsgesellschaften die die entsprechenden ETfs auflegen.

Hallo Günther , danke für deine hilfreiche Antwort . Dazu habe ich eine Frage :
Man spricht immer über die Kauf- bzw. laufende kosten . was sind eigentlich die Verkaufskosten?

Sagen wir mal ich kaufe ein paar Aktien durch einem Aktiensparplan von DiBa und möchte es später im Direkthandel verkaufen , welche Gebühren fallen an ?

 

Danke im Voraus

@Arman111

Beim Kauf von Fondsanteilen, gibt es in der Regel eine Verkaufskurs (für den Kunden) und eine Kaufkurs (für den Kunden).

Wenn der Kunde die Fondsanteile kauft, zahlt er also einen um den sogenannten Spread minimal höheren Preis als der Verkauskurs zum gleichen Zeitpunkt ist..

Diese Spread sollte daher möglichst gering sein.

Je dichter Kauf- und Verkaufskurs prozentual gesehen beieinander sind, desto besser.

Hat man Fondsanteile erworben, wird die Fondsgesellschaft jährlich einen geringen Betrag für die laufenden Kosten entnehmen.

Davon merkst du nichts, da dieser Anteil bei der jährlichen Ausschüttung vorher abgezogen, wird.

Allerdings müssen die Fondsgesellschaften diese Kosten in ihren Fondsprospekt ausweisen, damit der Anleger einen Vergleich hat, so er diesen vornehmen will.

Ob weitere Kosten beim Kauf/Verkauf anfallen, hängt vom gewählten Depot ab.

Es gibt sowohl Modelle, wo bei Fonds unter bestimmten Randbedingungen keine weiteren Kosten beim Kauf/Verkauf anfallen.

Es sind aber auch Depotmodelle denkbar, wo jeder Trade nach einer depotabhängigen Systematik ggf. berechnet wird.

Ein allgemeine Aussage ist hier nicht möglich.

Oft ist es so, dass beim Kauf von Fondsanteilen der Hausbank/Hausfondgesellschaft keine weiteren Kosten anfallen.

Das aber musst Du für Deinen konkreten Fall prüfen.

Anders ist es mit Einzeltiteln von Aktien:

Hier werden stets Handelskosten berechnet, die wieder abhängig von Depotmodell und Handelsplatz unterschiedlich sind.

Gemessen an den möglichen Erträgen sind diese dann gering, wenn man nicht laufend wild hin und her handelt.

Ich habe viele Werte jahrelang im Depot, wenn ich im Jahr 6 Trades mache, ist das viel. Habe also mehr die ruhige Hand.

Ich habe auch mal mit Fonds angefangen, als ich dann die Marke von 25.000 Euro überschritten habe, hab ich dann schrittweise in Aktieneinzeltitel umgeschichtet.

Günter

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