Unterschied TVöD 9 bis TVöD 12

3 Antworten

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Also. Die Antwort von "StephanReimann" kannst du getrost vergessen, da diese schlichtweg falsch ist.

Dein Gehalt richtet sich in der Entgeltstufe E9 bis E 12 eben nicht nach der Berufserfahrung. Die Stufe !!! in der jeweiligen Entgeltgruppe richtet sich lediglich nach der Berufserfahrung und steigt mit den Jahren (aber eben nur innerhalb der jeweiligen Entgeltgruppe).

Die Entgeltstufe richtet sich nach der Eingruppierung der Stelle im Stellenplan. Ist die Stelle mit E 9 festgelegt, dann wirst du E 9 bekommen und nicht mehr und nicht weniger. Ist es E 12, dann bekommst du von Anfang an E 12 (Stufe 1 und mit steigender Berufserfahrung steigt dann auch die Stufe und auch das Gehalt).

Die Entgeltstufe ist letztendlich abhängig von der Tätigkeit, aber wie gesagt, da gibt es keinen Verhandlungsspielraum im öffentlichen Dienst. Der Stellenplan, der schon feststeht, ist ausschlaggebend. Dieser müsste ggf. geändert werden - unwahrscheinlich.

Auch der Vergleich des Mitforisten mit Beamten hinkt gewaltig. Es heißt nicht umsonst "Beamtenlaufbahn". Im gehobenen Dienst fängt man immer mit A9 an und mit steigenden Dienstjahren kann (sofern es aber der Stellenplan auf der Stelle hergibt!) eine höhere Besoldungsstufe gewährt werden. Aber man kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Angestellte bekommen das Gehalt, welches im Stellenplan für diese Stelle festgelegt wurde.

Um jetzt mal auf deine Frage zurück zu kommen: Die Entgeltgruppe richtet sich also nach der ausgeschriebenen Stelle bzw. nach der Eingruppierung im Stellenplan. Angestellte haben einen Anspruch darauf dementsprechend bezahlt zu werden. Wie viel du also verdienst, hängt von der Stelle ab. Natürlich sind diese entsprechend ihrer Wertigkeit (Führungskraft, Verantwortlichkeit etc.) bewertet - ist ja logisch. Alles andere wäre Käse.

SO, noch ein kleiner Hinweis: Zumeist folgt die Anstellung zunächst befristet (vielleicht ein halbes oder ganzes Jahr). In dieser Zeit ist es nicht unüblich eine geringe Entgeltgruppe als die im Stellenplan zu zahlen. Danach aber das Gehalt im Stellenplan! Es gibt dafür keine "Wartezeit" wie bei Beamten.

Noch ein Kommentar: Es macht im öffentlichen Dienst daher überhaupt keinen Sinn in einer Bewerbung die Gehaltsvorstellungen niederzuschreiben....

DAS wollte ich wissen ;-) Vielen Dank!!

Die Aussagen von baecker89 sind richtig, daher ein Lob dafür. Es ist in der Tat so, dass sich die Entgeltstufe nach der Festlegung im Stellenplan richtet. Diese Stufe ist unveränderlich, solange du auf dieser Stelle bleibst (es sei denn, es findet eine Neubewertung statt). Erhöhungen des Entgeltes finden im Rahmen der Erfahrungsstufe (auf Landesebene z.B. in Hessen auch nach Altersstufe) statt.

Allerdings kannst du anhand der Eingruppierung erkennen, ob du eine reelle Chance bei einer Bewerbung hast. Als Einsteiger direkt nach dem FH-Studium wird es wohl eine E9/E10-Stelle werden, da E11 oder E12 Stellen in der Regel in Ihren Anforderungsprofilen Erfahrungen in dem betreffenden Bereich voraussetzen. Ausnahmen gibt es natürlich.

hätte dazu noch eine Frage: Ich wurde vor einem 3/4 Jahr nach meinem Bachelorabschluss in E9 eingruppiert und habe die halbjährliche Probezeit erfolgreich "gemeistert". Ich habe schon öfters gelesen, dass sich manche Mitarbeiter in eine höhere Entgeltgruppe (E9-E10 oder E10-E11) haben eingruppieren lassen. Nachdem ich kürzlich im Intranet meine damalige interne Stellenausschreibung gesehen habe, staunte ich nicht schlecht als dort die Entgelgruppe E 11 genannt wurde. Ich jedoch wurde nach meinem Hochschulabschluss in E9 eingruppiert, da mir die Personalchefin im Bewerbungsgespräch sagte dies sei bei Berufseinstigern so üblich. Da ich also bald ein Jahr im Öffentlichen Dienst arbeite und weiß dass meine Stelle "eigentlich" in E11 eingruppiert ist, sollte ich mich dann solangsam auf die Entgeltstufe E10 "berwerben"?

Hallo Kielerin.

Als Absolventin (FH) wirst du vermutlich mit TVöD 9 oder 10 richtig liegen. Stellen, die mit 11 oder 12 bezahlt werden, erfordern in der Regel Berufserfahrung. Im Prinzip ist das wie bei Beamten des gehobenen Dienstes: Die werden nach ihrem FH-Studium auch zunächst A9 besoldet. Wenn du eine Fähigkeit oder ein FH-Studium besitzt, das begehrt ist, kannst du es mit TVöD 10 versuchen. Ansonsten liegst du mit 9 auf der sicheren Seite.

Stephan Reimann www.fuehren-im-oeffentlichen-dienst.de

schlicht falsch. ich schreibe gleich einen kommentar....

Ich kann immernoch nur mit dem Kopf schütteln... Daumen runter! für diesen Kommentar.

Danke für den link - den habe ich auch schon gefunden ;-)

Ich möchte nicht das Gehalt ausrechnen - ich möchte gern wissen, was ich bei meiner Bewerbung angeben soll: TVöD 9, TVöD 10, TVöD 11 oder TVöD 12. Die Unterschiede zwischen diesen vieren sind mir nicht bekannt?!?

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