Wie sieht es mit der Unterhaltszahlung aus, wenn die Kindsmutter Hartz4 bekommt?

5 Antworten

Wenn du der Kindsvater bist,dann wirst du dem Jobcenter Nachweise über dein Einkommen erbringen müssen,da könnt ihr euch nicht untereinander einigen !

Es zählt nicht dein monatliches Nettoeinkommen + deine Überstunden,sondern dein unterhaltsrelevantes Nettoeinkommen,also Weihnachtsgeld / Urlaubsgeld / Sonderzahlungen / Zuschläge usw.kommen dann noch dazu und davon wird dann das monatliche Nettoeinkommen errechnet abzüglich deiner Aufwendungen die absetzbar sind,wie z.B. Fahrkosten für die Beschäftigung.

Dir stehen als Berufstätiger dann davon 1080 € Netto als Selbstbehalt zu,also nach dem das alles berechnet und abgezogen wurde.

Wenn du ihr dann trotzdem etwas zukommen lassen möchtest,obwohl du ggf.gar nicht leistungsfähig bist,dann mach das in Sachleistungen und gibt ihr kein Geld oder überweise welches,dann zahlst du das umsonst,weil es auf ihren Bedarf angerechnet würde.

Würdest du leistungsfähig sein nachdem du den Kindesunterhalt gezahlt hättest,würde sogar deiner Freundin Betreuungsunterhalt zumindest bis zum 3 Lebensjahr des Kindes zustehen,wenn sie das selber übernehmen möchte,müsste sie aber auch bei dir einfordern.

Sobald die Mutter oder auch das Kind Sozialleistungen in Anspruch nehmen "müssen", wird natürlich auch genau geschaut, welches Einkommen der leibliche Vater des Kindes hat, um halt die Belastung für den Staat so gering wie möglich zu halten! Und eigentlich sollte es auch in Deinem Interesse sein, Dein Kind nach besten Kräften zu versorgen  - finanziell und natürlich auch menschlich!

Ein Kind hat nur Vater und Mutter und ist auf Beide angewiesen, bis es für sich allein sorgen kann!

Wenn Du sowieso mehr zahlen würdest als nötig, dann halte Dich doch gleich von Anfang an, an das was Du jetzt überhaupt zahlen kannst. Falls auch das Jugendamt mit ins Spiel kommt und Unterhaltsleistungen für Dich vorstreckt, so wirst Du auch von der Stelle aufgefordert, diese Vorleistung zurück zu bezahlen!

Es ist Dein Kind und nicht das Kind von irgendwelchen Ämtern. Die greifen nur dann unter die Arme wenn wirklich Not besteht und dessen sollte man sich immer bewusst sein!

Alles Gute für Euch

Grundsätzlich bist du deiner Ex-Freundin nicht zu Unterhaltszahlungen verpflichtet. Erst recht nicht, wenn dein Einkommen gerade mal 1044 € im Monat beträgt.

Anders sähe es aus, wenn ihr ein gemeinsames Kind hättet.
Allerdings würden dann die Unterhaltsleistungen mit den Zahlungen vom Amt verrechnet.

Daher könnt ihr die Sache privat so regeln, wie es euch genehm ist. Einen Anspruch hat deine Ex nicht. Wenn du ihr etwas zukommen lassen willst, ist das auf freiwilliger Basis möglich.

Du bist zumindest für dein Kind unterhaltspflichtig.

(Bis zum dritten Geburtstag des Kindes wärst du ggf. auch der Kindsmutter selbst unterhaltspflichtig, aber nur, wenn dir nach Zahlung des Kindesunterhaltes noch mehr als 1200 Euro (das ist der Selbstbehalt gegenüber der Kindsmutter) von deinem "unterhaltsrelevanten Einkommen" (UE) zur Verfügung stünden, sonst nicht....)

Die Kindsmutter ist verpflichtet, den Unterhalt bei dir einzufordern, wenn sie ihn nicht aus eigenen Mittel - ohne staatliche Unterstützung - aufbringen kann. 

Du hast gegenüber dem Kind einen einen "Selbstbehalt" von 1080 Euro, soviel muss dir also von deinem UE (Netto minus anrechenbare Abzüge) verbleiben. Wenn du trotz Vollzeitjob und Überstunden, ggf. Nebenjob, dem Kind nicht wenigstens den Mindestunterhalt zahlen kannst, so muss die Kindsmutter Unterhaltsvorschuss beantragen (Bildet sie mit dem Kind eine "Bedarfsgemeinschaft", so wird der Vorschuss auf die Leistungen vom Jobcenter angerechnet.)

Deshalb muss überprüft werden, in welcher Höhe du "leistungsfähig" bist...


Mit privat klaeren wird das Amt nicht einverstanden sein. Das laeuft meist darauf hinaus, dass zu wenig Unterhalt gezahlt wird und Vater Staat hat dann das Nachsehen und muss den Rest drauf legen. Und das ist nicht Sinn der Sache.

Zahlst du mehr als noetig, dann hat weder sie noch das Kind was davon, denn das bekommt sie von H4 natuerlich voll abgezogen. Da hat dein Kind mehr davon, wenn du ihm mal ab und zu ein Kleidungsstueck oder so kaufst und schenkst oder ein kleines Sparbuch anlegst und monatlich eine Kleinigkeit einzahlst.

Am Besten ist, ihr geht dann gemeinsam zum Jugendamt des Wohnorts vom Kind (vorher Termin machen), du nimmst deine Gehaltsabrechnungen mit und die Geburtsurkunde vom Kind. Die werden dann dort errechnen, wie viel du zu zahlen hast und das in einer Urkunde festschreiben. Diese kann die Kindsmutter dann dem Amt vorlegen und fuer die ist alles klar. Das Jugendamt ist kostenfrei.

Das Jobcenter kann aber auch noch mal Gehaltsnachweise verlangen, wenn das kind unter 3 Jahre ist, um Unterhaltsansprueche der Mutter (Betreuungsunterhalt) zu pruefen.

Ein Sparbuch für das Kind sollte am besten einen Sperrvermerk haben, sonst wird der darauf monatlich eingezahlte Betrag auf das Einkommen des Kindes angerechnet.

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