Unterhaltszahlung trotz Baufinanzierung?

5 Antworten

Nein, die Baufinanzierung wird nicht berücksichtigt, es gibt ein Selbstbehalt von 1080 Euro und damit ist alles zu finanzieren, was man an Kosten hat. Lediglich gemeinsame Schulden, die während der Beziehung entstanden sind, können berücksichtigt werden. 

Notfalls muss er das Haus halt verkaufen, denn der Unterhalt geht natürlich immer vor. Ein Haus kann auch später noch kaufen und finanzieren, aber das Kind braucht jetzt sein Essen und Kleidung und vieles mehr. Das kann man nicht einfach auf Eis legen. Ist ja auch nicht anders, wenn man zusammen lebt, da kann man ja auch nicht sagen, "so lange das Haus nicht bezahlt ist, gibt es nur Lumpen zum Anziehen und nur Wasser und Brot!" Man hat als Eltern ja schliesslich eine Verantwortung gegenüber seinem Kind und kann nicht sagen, persönlicher Besitz kommt immer vor Leben und Gesundheit meines Kindes. 

Was zieht er denn alles ab?

Welche völlig irre Bank hat ihm bei diesem Gehalt einen Kredit gegeben?

Mit 1660 € kann er kein Haus kaufen... Er muß Unterhalt der Stufe 2 fürs Kind zahlen. Das sind je nach Alter 257 € bis das Kind 5 ist, ab 6 309€ und ab 12 378€ zahlen.

In jedem Fall hat er da wesentlich mehr Geld als den Selbstbehalt von 1080€.

Da wird ihm kein extra Spielraum für Kreditraten mehr zugestanden.

Der Mann ist unterhaltspflichtig für das Kind. Die Höhe des Unterhaltes ist abhängig von seinem Einkommen, wovon ihm allerdings zumindest ein "Selbstbehalt" verbleiben muss.

  • Dieser Selbstbehalt liegt derzeit bei 1080 Euro gegenüber minderjährigen Kindern.

Sollte das Kind noch unter drei Jahre alt sein, so ist der Mann ggf. auch noch unterhaltspflichtig für die Mutter des Kindes ("Betreuungsunterhalt").

  • Ihr gegenüber liegt der Selbstbehalt bei 1200 Euro, er müsste also nur "Betreuungsunterhalt" zahlen, wenn ihm nach Abzug des Kindesunterhaltes noch mehr als 1200 Euro von seinem Einkommen verbleiben.

Von dem, was dem Mann nach Abzug des/der Unterhalte(s) noch von seinem Einkommen übrig bleibt - ggf. ist das nur doch der Selbstbehalt - , muss er dann seine eigenen Lebenshaltungskosten bestreiten (seine Verpflegung, Unterkunft, Kleidung, Freizeit...) und auch seine weiteren Ausgaben (Kredite, Versicherung, Auto usw...).

Sollte er sein Haus nicht halten können, müsste er es verkaufen oder vermieten.....

Seid doch nicht so vorschnell mit Euren Ratschlägen.

Recht ist nicht immer gerecht. Und seid das neue Scheidungsrecht gilt, sowieso nicht mehr.

Auch wenn vlt. die Baufinanzierung nicht voll und ganz angerechnet wird, so muss man ihm dennoch einen Wohnwert zubilligen. Wie gesagt, pauschal kann hier keine Aussage getroffen werden.

 

der wohnwert ist im selbstbehalt als angemessen unterkunftskosten enthalten.

@scharrvogel

Ohne den Gesamtzusammenhang zu kennen, ist diese Aussage doch nur wieder in den Raum geworfen. Wir wissen nicht mal, ob z.B. ein Mangelfall etc. vorliegt. Deshalb habe ich meine Antwort sehr vorsichtig formuliert, damit keine falschen Hoffnungen geschürt werden.

Wenn man im eigenen Haus wohnt, wird der Selbstbehalt aber gesenkt, nicht erhöht. Er hat ja hier eine Wohnersparnis und zahlt keine Miete.

natürlich nicht! wäre ja auch noch schöner. dann würden ja alle, die sich vor dem unterhalt drücken mochten, einfach etwas (mehr oder weniger) sinnfreies kaufen und mit den schulden um die zahlung herum kommen

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