Unterhaltszahlung für das Kind meines zukünftigen Mannes

5 Antworten

Deine Freundin hat mit dem Kind ja nichts zu tun.Unterhalt ist die sache vom Vater.Wenn sie dann mal verheiratet sind und der Vater für den Unterhalt nicht mehr aufkommen kann ist es möglich, daß sie an deine Freundin herantreten.In dem Fall wäre ein Ehevertrag vielleicht sinnvoll.

"... der Vater für den Unterhalt nicht mehr aufkommen kann ist es möglich, daß sie an deine Freundin herantreten..."

Das Einkommen der Ehefrau hat generell keinen Einfluss auf die Höhe des Kindesunterhaltes.

Erst, wenn der unterhaltspflichtige Vater nicht mehr den Mindestunterhalt für sein Kind zahlen könnte, würde erwogen werden können, ob seine Frau ihm aufgrund ihres eigenen hohen Einkommens evt. "Familienunterhalt" schuldet, den er dann ggf. einsetzen müsste für den Unterhalt des Kindes.
Die Ehefrau wäre in diesem Fall aber selbst weder der Kindsmutter noch dem Jugendamt gegenüber auskunftspflichtig, sondern nur, wenn sie vom Gericht dazu aufgefordert würde.....

@DFgen

Genau. Leider trifft das aber auf mindestens 80% alle ledigen bzw. geschiedenen Väter zu!!!

Die kinder zaehlen für den unterhalt gleich, egal ob sie mit im haushalt leben oder nicht. ihr geld wird nicht mit angerechnet. allerdings wird beim unterhalt dann steuerklasse 4 genommen. viele meinen dann sie haben zu wenig weil sie eine ungünstige steuerklasse haben. dazugerechnet wird dann das vom einkommen des unterhaltspflichtigen auch nicht die gesamte miete zu bezahlen ist. wenn die neue frau dann mehr verdient hat der ehemann ein recht auf "taschengeld" auch dieses wird bei der unterhaltsberechnung berücksichtigt. wenn der mann dann nicht vollzeit arbeitet wird spätestens ein gericht das gehalt eines vollzeitjobs anrechnen.

der unterhalt für ein kind hat immer vorrang.

"...allerdings wird beim unterhalt dann steuerklasse 4 genommen..."

Welche Steuerklassenkombination Eheleute wählen, spielt keine Rolle und es besteht auch keine Verpflichtung zur 4/4....
(Die Steuerklassen an sich haben keinen Einfluss auf die tatsächlichen jährlichen Nettoeinkommen, mögliche Rückerstattungen werden bei der Unterhaltsberechnung mit angerechnet.....)

"...dazugerechnet wird dann das vom einkommen des unterhaltspflichtigen auch nicht die gesamte miete zu bezahlen ist..."

Die Höhe der vom Unterhaltspflichtigen zu zahlende Miete/ Mietanteil hat keinen direkten Einfluss auf die Unterhaltshöhe, solange wenigstens der Mindestunterhalt gezahlt wird.

"... wenn die neue frau dann mehr verdient hat der ehemann ein recht auf "taschengeld" auch dieses wird bei der unterhaltsberechnung berücksichtigt...."

Diese "Hausmann-Regelung" trifft nur zu, wenn der Mann den Mindestunterhalt für das Kind nicht leisten kann....

".... wenn der mann dann nicht vollzeit arbeitet wird spätestens ein gericht das gehalt eines vollzeitjobs anrechnen..."

Würde er den Mindestunterhalt leisten, spielte es keine Rolle, aus welchen Mitteln er diesen zahlen würde...
Die erhöhte Erwerbsobliegenheit verpflichtet ihn dann zum Vollzeitjob und ggf. Nebenjob, wenn er nicht wenigstens den Mindestunterhalt zahlt...

In erster Linie zaehlt nur das Einkommen von ihm, nicht von ihr, fuer den Unterhalt. Sein Selbstbehalt ist 1000 Euro. Ihr Kind geht ihn erst mal nichts an und zuerst kommen die eigenen Kinder, dann ggf. die Frau kann ja selbst fuer sich und ihr Kind verdienen.

Wenn er zu wenig verdient, um den Unterhalt voll zu leisten, dann kann es sein, dass das Gericht noch die 1000 Euro reduziert und den Synergie-effekt beruecksichtigt, das sind die Einsparungen, die er hat durch das Zusammenleben mit seiner Frau.

So ist das bei dem Freund meiner Freundin der Fall, durch deren Zusammenleben wurden vom Richter von den 1000 Euro Selbstbehalt noch 10 % Synergieeffekt abgezogen, er darf also nur 900 Euro behalten.

Gar nicht, sicher. Haben sie zusammen dann Kinder kann er den Unterhalt etwas kürzen (2%).

Ich würde trotzdem einen Ehevertag empfehlen, weil wenn sie zusammen z.B. ein Haus bauen, erbt das Kind indirekt von der Frau mit.

Mein Verlobter hat zwei Söhne aus erster Ehe, für die er voll unterhaltspflichtig ist. Würden wir heiraten (ich verdiene mehr als er), würde mein Einkommen zwar nicht direkt angerechnet werden.

Aber als Ehegatte ist man seinem Partner voll unterhaltspflichtig. Also würde ein grosser Teil meines Einkommen doch angerechnet werden und er müsste entsprechend mehr Unterhalt zahlen.

Verwirrung pur....meinst wenn er nicht arbeitet?

@brido

das ist auch so wenn er weniger verdient. schliesslich hat er durch eine ehe auch vorteile und sie auch.

@martinzuhause

Doch, brido, er arbeitet und verdient € 1.500 netto, ich € 2.000 netto, würde anteilig angerechnet werden.

@ martinzuhause: Genau.

@Bambi1964

In diesem Fall würde sein Selbstbehalt gesenkt werden um 2 leiblich Kinder zu unterhalten.

Nein!

Das Einkommen der Ehepartner spielt keine Rolle, solange er seinen Kindern von seinem eigenen Einkommen den Mindestunterhalt zahlt.

"Also würde ein grosser Teil meines Einkommen doch angerechnet..."

Nein. (s.o.)

@DFgen

DOCH, DFGen. Wie Du sehen kannst, kann er von seinem Gehalt NICHT den vollen Unterhalt zahlen. Und er verdient ja nicht schlecht. Die Kinder sind 11 und 14 Jahre alt, da kommt er dann unter den Selbstbehalt.

Und da kommt dann mein Gehalt ins Spiel...WENN wir verheiratet wären.

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