Unterhalt zahlen / Hauskredit abbezahlen

5 Antworten

Ist er dann unter dem Satz, dass er keinen unterhalt zahlen muss bzw. Nur noch einen kleinen betrag?

Langsam langsam, der sog. Selbstbehalt ist ja gerade das was der Unterhaltspflichtige selbst fürs leben braucht. Dazu gehören insbesondere Wohnkosten und Lebensmittel. Ferner ist beim Unterhalt zwischen der Frau und den Kindern zu unterscheiden. Gegenüber Ehegatten beträgt der Selbstbehalt 1100€. Gegenüber den Kindern 1000€.

Wenn seine Frau sich nun trennt, muss er Unterhalt zahlen (Kinder 3 und 5 Jahren).

Ob er Unterhalt für die Kinder zahlen muß, hängt zunächstmal davon ab, wer die Kinder betreut. Leben die Kinder bei Ihm muß die Frau für die Kinder Unterhalt zahlen, ansonsten muß er für die Kinder Unterhalt zahlen. Der Mindestunterhalt beträgt hierbei 2225€ geht man von der 2. Gruppe aus, sind es 2241€.

Seine "noch" Frau ist arbeitslos.

Dann sollte sich die Frau schleunigs einen Job oder eine Ausbildung suchen. Nach der Scheidung ( also nicht im Trennungsjahr) besteht für die Frau eine Erwerbsobligenheit, d.h. Sie kann dann nicht einfach weiter arbeitslos bleiben. Die Frage ob und wie lange die Frau Unterhalt bekommt hängt von verschiedenen Faktoren insbesondere der Laune des Richters, der Dauer der Ehe , ob sie während der Ehe eine Erwerbtätigkeit aufgegeben hat, usw. ab.

es soll 2 mal 225 bzw 2 mal 241 heißen.

Für seine Kinder wird dein Freund bei seinem Netto insgesamt 482 Euro Unterhalt zahlen müssen (wenn das ältere Kind 6 Jahre wird, sind es dann 532 Euro...).
Ihnen gegenüber beträgt sein Selbstbehalt 1000 Euro.
Der Frau ist er bis zur Scheidung ebenfalls unterhaltspflichtig (Trennungsunterhalt), sein Selbstbehalt beträgt ihr gegenüber 1100 Euro. (Ob er ihr nach der Scheidung ggf. vorübergehend noch "nachehelichen Unterhalt" leisten muss, wird während des Verfahrens entschieden...).

Der Selbstbehalt muss dem Freund verbleiben, um davon die Kosten für seinen eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten wie Nahrung, Kleidung, Wohnen, Auto, Versicherungen, Kredite etc....

Der Kredit für das Haus könnte nur auf sein "unterhaltsrelevantes Einkommen" angerechnet werden, wenn die Frau mit den Kindern weiterhin im Haus wohnen würde. Ist das nicht der Fall - und er könnte sich das Haus allein nicht mehr "leisten", müsste er es ggf. veräußern, vermieten o.ä.....

Unterhalt hätte er sowieso schon vorher zahlen müssen.

Bei einem Einkommen von 1800 Euro netto hätte ich auch erst recht keinen Hauskredit aufgenommen.

Die Kredite usw. sind im Selbstbehalt enthalten. Dann muss er schauen, wie das klappt. Die Kinder sind vorrangig. Also im Zweifelsfall Haus verkaufen.


Sein Selbstbehalt beträgt 1000 Euro. Falls er jetzt nur z.B. 400 Euro Unterhalt zahlen muss, hat er natürlich 1400 Euro zur Verfügung. Aber falls er das maximale Zahlen muss, dann bleiben ihm nur noch 1000 Euro. Dann kann er das Haus gleich wieder abstoßen.

Sowas überlegt man sich vorher!!! Aber wie gesagt, mit diesem Einkommen hätte ich generell keinen Hauskredit aufgenommen. Ich weiß auch nicht, welche Bank ihm dazu geraten hat.

Zusatz. Er muss knapp 700 Euro Unterhalt zahlen vermutlich. Und das wird mehr die nächsten Jahre.

Also: So leid es mir tut, aber mit dem Hausbau sollte er so schnell wie möglich die Reißleine ziehen.

@stinkertum
Er muss knapp 700 Euro Unterhalt zahlen vermutlich.

Gegenüber der Frau beträgt der Selbstbehalt 1100€. Die 1800€ sind vermutlich das Netto und nicht das bereinigte Netto, d.h. noch zu bereinigen(Werbungskosten bzw. pauschal 5% abzuziehen) Somit verbleiben dann 610€ sofern man den Kredit nicht berücksichtig.

Die Kredite usw. sind im Selbstbehalt enthalten.

Kann man so pauschal nicht sagen. Wohnkosten sind natürlich im SB enthalten. Der Kredit für das Haus ist ehebedingt aufgenommen worden. Allerdings ist das Abzahlen vom Haus ein Vermögensaufbau und kein Schuldenabbau. Sollte das Haus verkauft werden und dann noch ein Restkredit verbleiben, wäre dieser bei der Berechnung des Ehegattenunterhalts zu berücksichtigen.

Das Haus sollte er vergessen. Er muss ja nicht nur für die Kinder Unterhalt bezahlen, sondern seine Frau bekommt auch zumindest Trennungsunterhalt bis zum Scheidungstermin. Und den kann sie schön weit verzögern, also mind. 2 Jahre.

Bei 1800 netto wird er für die arbeitslose Frau und Kinder wahrscheinlich mind. 600 Euro abdrücken.

Er soll sich einen Anwalt nehmen, der wird ihm auch das HAus ausrden. Das Gericht interessiert auch der Hauskredit nicht. Dein Freund wird sich die nächsten 3 - 5 Jahre sehr sehr einschränken müssen.

Das er überhaupt angefangen hat zu bauen, bei 1800 netto, zeugt doch etwas von Realitätsverlust.

Ihr seid ja alle ein paar schlaubi-Schlümpfe. Ein hauskredit kann angerechnet werden wenn er vor dem Wissen einer Unterhaltspflicht (Zeugung) abgeschlossen wurde. Also erzählt nicht solchen Mist man müsse in jedem Fall das Haus verkaufen. Er vielleicht schon, weil er die Kinder schon hatte.

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