Unterhalt Jobcenter & Unterhalt allgemein

5 Antworten

Wenn sie mit ihrer Mutter in einer Bedarfsgemeinschaft leben und diese Leistungen von der ARGE bekommt, dann können sie sich nicht abmelden, solange sie bei ihr leben. Denn dann müssten sie ja von irgendetwas anderem leben- und wovon? Damit ist die Forderung der ARGE gerechtfertigt und ihr Freund muss die Daten liefern. Der Unterhalt wird berechnet, der ist dann auch der, der von ihm zu leisten ist bis sie zusammenziehen- dann können sie sich abmelden.

Stimmt, gebe dir Recht, von irgend was muss sie leben . Sie lebt in Bedarfsgemeinschaft und da wird jedes Einkommen angerechnet. Nur die Sache mit dem Freund (Kindesvater )verstehe ich nicht. Der Mann hat eine eigene Wohnung und als Vater kommen ja viele in Betracht (sage es mal so). Allein den Bezug zum Freund brauchte die Arge gar zu wissen.Irgend etwas muss @ LadyofWeed angegeben haben, das die Arge Unterhalt möchte und genau auch weis von wem. Vielleicht bei der Beantragung der Erstausstattung ? keine Ahnung. Man hätte es eben von Anfang an anders regeln müssen. Wie dem auch sein. Zieht so schnell wie möglich zusammen und ihr seit die Arge los. Einkommen habt ihr ja auch genug.

Dann könnt ihr doch auch zusammen ziehen oder von was willst du und das Kind dann leben,wenn du keine Leistungen mehr vom Jobcenter bekommst !!!

Mit 300 € Elterngeld + 250 € Unterhalt + 184 € Kindergeld = 734 € wirst du nicht weit kommen,zumal du dich dann selber freiwillig Kranken und Pflegeversichern musst und das kostest jeden Monat um die 150 €.

Doch das geht, da ich familienversichert durch meine Mutter bin & ebenfalls finanzielle Unterstützung durch Familie erhalte! Zusammenzug ist aber schnellstmöglich auch geplant abgesehen davon!

Auch für das ALG II nach dem SGB II gilt das SGB I mit dem § 46 Verzicht:

(1) Auf Ansprüche auf Sozialleistungen kann durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Leistungsträger verzichtet werden; der Verzicht kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

(2) Der Verzicht ist unwirksam, soweit durch ihn andere Personen oder Leistungsträger belastet oder Rechtsvorschriften umgangen werden.

Die Folge eines solchen Verzichts ist, dass du kein ALG II mehr bekommst, also auch die mitwohnenden Bedarfsgemeinschaft (hier: deine Eltern) kein ALG II mehr für deinen Kopf-Anteil an Miete und Heizung und kalten Nebenkosten.

Das müsste also der Kindsvater übernehmen. Also ein Drittel der Brutto-Warmmiete. Oder sonst wer.

Gruß aus Berlin, Gerd

Wenn Du oder dein Partner keine staatliche Unterstützung (ALGII, Wohngeld etc...) in Anspruch nehmen seid Ihr auch keinem "Amt" Rechenschaft pflichtig.

Für das Kind ist der Vater unterhaltspflichtig, wenn er die Vaterschaft anerkannt hat und somit rechtlich als leiblicher Vater gilt. Über die Höhe könnt Ihr Euch selbst einigen, solange Du das Kind davon ausreichend versorgen kannst (das "Kindswohl" nicht gefährdet würde...)

Solltet Ihr nicht zusammen wohnen, so wäre der Kindsvater auch Dir gegenüber zum Unterhalt (Betreuungsunterhalt) verpflichtet, bis zum dritten Geburtstag des Kindes.

Wenn er also in vollem Umfang für Euch sorgen kann, könntest Du auf Leistungen des Jobcenters verzichten.

Bedenke aber, dass Du dann zumindest dich selbst krankenversichern musst (das Kind könnte über den Vater versichert werden). Da Ihr nicht verheiratet seid, kannst Du bei ihm nicht mitversichert werden....

Die für Dich ausgelegten Gelder versucht das Amt zurück zu bekommen...so sieht es aus

Die Verpflichtung des Vaters geht der Verpflichtung der Verwandten der Mutter vor. § 1613 Abs. 2 Der Anspruch erlischt nicht mit dem Tode des Vaters. Unterhalt für die Kindesmutter (bereits vor der Geburt) gehen auf die Erben über ;)

Dieser Anspruch der (schwangeren) Mutter eines nichtehelichen Kindes ist geregelt in § 1615L BGB. **Demnach hat der Vater der Mutter 6 Wochen vor bis 8 Wochen nach der Geburt Unterhalt zu gewähren. Dies gilt auch hinsichtlich der Kosten, die infolge der Schwangerschaft oder der Entbindung außerhalb dieses Zeitraumes entstehen (z.B. Schwangerschaftskleidung).


Soweit die Mutter einer Erwerbstätigkeit nicht nachgeht, weil sie infolge der Schwangerschaft oder einer durch die Schwangerschaft oder die Entbindung verursachten Krankheit dazu außerstande ist, ist der Vater verpflichtet, ihr über die oben genannte Zeit hinaus Unterhalt zu gewähren. Das Gleiche gilt, soweit von der Mutter wegen der Pflege oder Erziehung des Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann. Diese zeitlich weitergehende Unterhaltspflicht beginnt frühestens 4 Monate vor der Geburt und endet 3 Jahre nach der Geburt. Sie kann sich jedoch aus Gründen der Billigkeit (elterliche oder kindbezogene Gründe, z.B. fehlende Betreuungsmöglichkeiten, unzumutbare Doppelbelastung der Mutter bei Kindespflege und Erwerbstätigkeit) durchaus verlängern.

Die Kindesmutter ist hinsichtlich der Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor der Geburt in ihrer Entscheidung völlig frei. Für das Entstehen des Unterhaltsanspruchs bereits 4 Monate vor der Entbindung muss jedoch die Schwangerschaft ursächlich für das Nichtausüben der Erwerbstätigkeit sein und nicht irgendwelche anderen Gründe.

aus ..http://www.jobcenter-ge.de/lang_de/nn_504718/Argen/ArgeLauenburg/DE/Grundsicherung/Infos/Unterhalt/Unterhalt-Knoten.html__nnn=true

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