Unterhalt für Erwachsene zur Zeit des freiwilligen sozialen Jahres (Bufdi)

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Seit dem 18. Geburtstag des Kindes kann die Mutter selbst keinerlei Forderungen mehr an Dich stellen.
Sollte ein volljähriges Kind noch einen Unterhaltsanspruch haben (als Schüler oder Auszubildender/ Student), so muss er/sie diesen Anspruch selbst an die Eltern herantragen - ansonsten bräuchte kein Unterhalt geleistet zu werden.
Da ab dann beide Eltern anteilig barunterhaltspflichtig wären, reduziert sich in den meisten Fällen der Unterhalt des bis dahin allein barunterhaltpflichtigen Elternteils....(auch wenn der andere Elternteil seinen errechneten Anteil in Form von "Kost und Logis" statt Bargeld erbringen kann).

Während eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ/ BFD...) besteht in der Regel kein Unterhaltsanspruch an die Eltern.
Seinen Lebensunterhalt muss das "Kind" in dieser Zeit vom ihm gezahlten "Taschengeld" + Kindergeld bestreiten.
(Es müsste das gezahlte Taschengeld also ggf. als "Kostgeld" für Verpflegung und Unterkunft an die Mutter abführen, diese könnte dafür noch das Kindergeld verwenden...)

Nur, wenn das FSJ/ BFD ein Praktikum darstellt, welches eine unerlässliche Zugangsvoraussetzung für das anschließende Studium ist, würde es als "Ausbildungsbestandteil" gewertet und ein Unterhaltsanspruch an die Eltern bestehen.

  • In diesem Fall würde sich der "unterhaltsrechtliche Bedarf" (bzw. der sich daraus ergebende Unterhaltsanspruch) des "Kindes" an der Summe der Einkommen beider Eltern orientieren (s. Düsseldorfer Tabelle).
    Sein eigenes Einkommen und das Kindergeld würden in voller Höhe angerechnet.
    Was hier bedeuten würde:
    Der Tochter stehen insgesamt bereits 634 Euro (Taschengeld + Kindergeld) zur Verfügung.
    Um noch einen zusätzlichen Unterhaltsanspruch an die Eltern zu haben in Höhe von beispielsweise insgesamt 50 Euro, müssten diese zusammen ca. 4000 Euro netto verdienen.( s. Düsseldorfer Tabelle)

    Je nach Bundesland könnte ggf. ein "ausbildungsbedingter Freibetrag" von 90 Euro (Fahrtkosten etc...) in Anrechnung gebracht werden.

Sollte das FSJ der Tochter also keine Zugangsvoraussetzung für ihr Studium sein, hat sie erst wieder einen Unterhaltsanspruch an die Eltern mit Beginn des Studiums.
Und dann hat jeder Elternteil anteilig (im Verhältnis der Einkommen zueinander) Unterhalt zu leisten.
(Die Mutter könnte ihren errechneten Anteil dann weiterhin als Verpflegung und Unterkunft gewähren statt Bargeld).

Das Internet gibt auf solche Fragen die zutreffendste und aktuellste Antwort. Gebe dazu in die Suchmaske des Browsers schlicht ein

unterhaltsanspruch über 18 freiwilliges soziales jahr

Es werden reichlich Ergebnisse angezeigt. Bitte lese Dich ein. Es macht Sinn sich mit dieser vielleicht seltsamen Sprachregelung vertraut zu machen. Beachte bitte das Datum denn die Ansichten verändern sich mit der Zeit gerne mal. Beachte bitte weiter wenn Du ein Urteil eines Gerichtes liest: In der Regel handelt es sich um eine Einzelfallentscheidung. Es sei denn es steht da ausdrücklich Grundsatzurteil. Dann ist die Entscheidung allgemeingültig.

Warum ich Dir diesen Rat gebe? Auch die Mutter ist ihrer Tochter gegenüber unterhaltspflichtig. Aktuell kann davon ausgegangen werden dass sie ihre Tochter kostenfrei wohnen lässt, also Mietkosten für sie übernimmt als Unterhalt, und wohl auch zu den Lebenshaltungskosten beiträgt durch Lebensmittel z.B. . Diese Auffassung ist erst mal so der Standard wenn keine Auffälligkeiten sichtbar werden.

Für mich werden hier aber Auffälligkeiten sichtbar. Zunächst mal fordert die Mutter von Dir obwohl sie dieses Thema Nichts mehr angeht wie Du nachlesen kannst. Und dann gibt es reichlich Beispiele wie das weibliche Geschlecht versucht das männliche zu melken. Deine Waffen ist hier von Anfang an: Wissen. Antworte ihr also schriftlich mit Verweis auf geltendes Recht. Nenne § die Du findest folgst Du meinem Rat.

Unterhalt für zweites kind als alleinerziehender vater vom ersten kind?

Hallo, im November letztes Jahr ist meine zweite Tochter zur Welt gekommen. Bin Momentan Arbeitssuchend weil ich auf einen Platz für ne Umschulung warte, die ich Krankheitsbedingt machen will. Und bin alleinerziehend mit meiner Tochter von acht Jahren. Im Moment bekomm ich vom Arbeitsamt 1135 euro ALG 1. Dann noch Kindergeld von 188 euro und 192 Euro Unterhalt von der Mutter für meine Tochter die bei mir lebt. Miete Bezahl ich kalt 340 Euro + 60 Euro Heizung. Strom liegt bei 25 Euro. Dann hab ich noch monatlich 91 Euro Raten für nen Kredit. Leider steig ich bei der düsseldorfer Tabelle und auch den ganzen Rechnern im Internet nicht durch. Weil ich diese konstellation nicht angeben kann. Wird das Kindergeld und der Unterhalt den ich für meine erste Tochter bekomme mit zu meinem Einkommen hinzugerechnet? Wieviel Selbstbehalt hab ich wenn ich nicht alleine wohne sondern mich noch um ein Kind in meinem Haushalt kümmern muss. Dadurch steigt ja auch die Miete weil ich eine größere Wohnung brauche. Auto muss auch bezahlt werden weil ich auf dem Dorf wohne. Ich will Unterhalt zahlen, hab für meine erste Tochter auch sieben Jahre lang Unterhalt von knapp 300 Euro gezahlt ( sie wohnt seit knapp nem Jahr bei mir). Nur im Moment weiß ich nicht wo ich noch geld abzweigen soll. Hab durch meine ex mit der ich jetzt meine zweite Tochter habe einiges an schulden aufgebaut. War leider so dumm sie finanziell zu unterstützen weil sie Geldprobleme hatte in der Beziehung. Sind auch nochmal so 150-200 Euro monatlich für die nächsten sechs Monate die ich abstottern muss.

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