Untergrenze bei 850-€-Job

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hi,

ob du im Bereich des Minijobs mit Obergrenze 450 EUR monatlich oder im Bereich des Midijobs zwischen 450 und 850 EUR bist, kommt auf die Regelmäßigkeit des Entgelts an. Liegst du also ständig unter 450 EUR, dann ist das ein Minijob, bei dem du auch keine Abgaben hast. Liegst du mal darunter, mal darüber, dann wird wohl ein Durchschnittswert genommen und daraus ermittelt, ob das denn nun ein Mini- oder ein Midijob in der Gleitzone ist. So sieht es auch Wiki https://de.wikipedia.org/wiki/Midi-Job.

Über welchen Zeitraum hinweg dieser Durchschnitt ermittelt wird, könntest du vielleicht auch mal bei der Krankenkasse oder bei der Rentenversicherung erfragen. Wenn du erst drei Monate dort bist kann man aufgrund dieser drei Monate ja wohl noch nichts sagen...ich tippe mal, dass du dann erstmal so abgerechnet wirst, wie es in den ersten Monaten mit dem Verdienst anfängt. Grüße!

Für solche speziellen Fragen gibt es extra die minijob-zentrale.de unter Mi­ni­jobs im ge­werb­li­chen Be­reich -> 450-Euro-Minijob

Das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt ermittelt sich abhängig von der Anzahl der Monate, für die eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt besteht. Dabei sind maximal 12 Monate anzusetzen. Das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt darf durchschnittlich im Jahr 450 Euro nicht übersteigen. Das entspricht einer Verdienstgrenze von maximal 5.400 Euro pro Jahr bei durchgehender mindestens 12 Monate dauernder Beschäftigung.

Dem regelmäßigen monatlichen Arbeitsverdienst sind auch einmalige Einnahmen hinzuzurechnen, die mit hinreichender Sicherheit mindestens einmal jährlich gezahlt werden, wie zum Beispiel das Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld.

@siola55

Ich verstehe den Fragesteller so, dass er mit einer Tätigkeit im Gleitzonenbereich beginnt, also mit einem Midijob. Die Frage ist dann, was passiert, wenn er durch Arbeitsmangel, wie er schreibt, in den Minijob-Berich fällt, zumindest ab und an. Hier kommt es tatsächlich darauf an, was von beidem überwiegt.

Ich hatte einen Mitarbeiter, der regulär und vorwiegend in der Gleitzone gearbeitet hat. Als er einen Monat unter die Mindestgrenze fiel, also in den Minijob-Bereich, rechnete ich ihn auch über die Minijob-Zentrale ab - erschien mir logisch. Bei einer späteren Betriebsprüfung der Rentenversicherung wurde das nicht anerkannt, da er bis dato hauptsächlich im Midijob-Bereich gearbeitet hatte und der Vertrag auch darauf lief. Daher musste ich auch für diesen Monat, in dem er vom Entgelt her in den Mini-Job-Bereich gefallen wäre, nachträglich die Gleitzonenregelung anwenden.

Ein ähnliches Szenario könnte auch bei dem Fragesteller entstehen, daher der Hinweis, sich bei der Rentenversicherung zu erkundigen. Grüße!

Hallo du muttisbester33,

also du bewegst dich hier in der Gleitzone bei einem Bruttoverdienst von 450,01 € monatlich bis max. 850 € (die Verdienstgrenzen wurden zum 1.1.2013 um 50 € gegenüber 2012 erhöht! ); siehe hierzu in der minijob-zentrale.de unter Mi­ni­jobs im ge­werb­li­chen Be­reich -> Gleitzone:

Der Arbeitnehmer hat bei Beschäftigungen in der Gleitzone nur einen reduzierten Sozialversicherungsbeitrag zu zahlen. Dieser beträgt bei 450,01 Euro ca. 15 Prozent des Arbeitsentgelts und steigt auf den vollen Arbeitnehmerbeitrag von ca. 20 Prozent bei 850,00 Euro Arbeitsentgelt an. Der Arbeitgeber hat dagegen stets den vollen Beitragsanteil zu tragen. Die Beitragsanteile des Arbeitnehmers und Arbeitgebers können mit Hilfe des Gleitzonenrechners der Deutschen Rentenversicherung berechnet werden.

Also mal generell wg. dem Finanzamt: Es kommt nicht darauf an, welchen Job du ausübst - ob als 450-Euro-Minijob tätig oder wie du bereits tätig in der Gleitzone bei einem mtl. Bruttoverdienst von 450,01 € bis max. 850 € - als abhängig Beschäftigter ( Arbeiter, Angest. usw.) bekommst du in der Einkommensteuererklärung den Arbeitnehmerpauschbetrag (auch Werbungskosten für Fahrten zur Arbeit) zusätzlich zum Steuerfreibetrag für Singles z.Zt. 1000 € + Grundfreibetrag von 8.004 € = 9.004 € als Jahresfreibetrag geteilt durch 12 Monate ergibt den Bruttobetrag für dich als Single vom monatl. mind. 750 € ohne weitere Einküfte und Werbungskosten! Dies wäre also laut Einkommensteuererklärung incl. deiner Beiträge zum Vorsorgeaufwand sogar dann über den 750 € Bruttoverdienst, ohne dass davon eine Einkommensteuer zu entrichten wäre! (Hat mit einem evtl. Lohnsteuerabzug erst mal nichts zu tun - dies ist ja nur ein evtl. mtl. Abschlag vom Lohnbüro!).

Gruß siola

PS: Weitere Infos unter dem Link hier in der minijob-zentrale.de

http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/02_aktuelles/node.html

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