Unter welchen Voraussetzungen wird eine IP-Adresse beim Provider angefragt? Sind hiermit auch Kosten verbunden?

1 Antwort

Offizel braucht es dazu einen Beschluss vom Gericht.

Ob Kosten für so eine Sache anfallen, weiß ich nicht, ich würde meinen nicht, aber in Deutschland kostet alles Geld, von daher, würde ich mit allem rechnen.

Das stimmt so nicht

Diese Anfragen erfolgen gem. §§112, 113 TKG, ein Gerichtsbeschluss ist für die reine IP Anfrage nicht erforderlich, da es sich um Bestandsdaten handelt. Das betrifft eine einzelne IP bei einem Provider, und entspricht -sehr sehr einfach laienhaft verständlich ausgedrückt- ungefähr der Wertigkeit einer Anfrage für den Inhaber einer Telefonnummer.

Aber vorsicht, nur für die Bestandsdaten, keine Roaming, keine Einwahlzeiten usw., nur die reinen Anmeldedaten des Providers für diese zu dieser Sekunde gültige IP. Es gibt sehr viele unterschiedliche Regelungen und verschiedene Datenschutzvoraussetzungen für Anfragen.

Schließlich wechseln IP bei jedem neuen Einschalten des Rechners regelmäßig durch. Beim Handy ist das deutlich schwerer und umfangreicher...

Je nach Arbeitsaufwand erhält der Zeuge, und das ist der Angefragte einen Zeugenentschädigungsaufwand. Dieser ist gesetzlich festgelegt und beträgt für jede angefangene Stunde 18 Euro. Das gleiche gilt z.B. für Zeugen bei Gericht. Klar fordern Firmen von der anfragenden Stelle diese Kosten ab. Sie sind ja auch auskunftspflichtig (Zeuge im Strafverfahren)

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