Untätigkeit des Jugendamtes kann ich meiner Freundin helfen

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Ich würde den Umgang sowohl mit dem Großvater als auch mit dem Vater abbrechen. Dann würde ich für jedes einzelne Kind einen Lernpaten besorgen. Dabei durchaus darauf verweisen, dass die Kinder ein männliches Vorbild mit Benehmen brauchen in erster Linie. Anzeigen kannst Du in den Einkaufstempeln kostenlos aushängen, Du kannst Dich an IHK und HWK wenden diesbezüglich wenn Caritas und Diakonie etc. sich verweigern.

Jugendämter sind weisungsgebunden. Weisungsgeber sind die von uns Gewählten. Diese werden von uns bezahlt. Unter anderem damit sie für die Beachtung geltenden Rechts auch bezüglich Kinder achten. Hier sind UN-Kinderrechtscharta mitsamt aller Zusatzprotokolle geltend in diesem unserem Land. Du kannst also die einzelnen Parteien die im Rathaus sitzen immer wieder neu auf den Fall aufmerksam machen. Immerhin zahlst auch Du Steuergelder und es ist absolut nicht einsehbar warum hier durch falsche Einsparungen massive Unkosten produziert werden bezogen auf die Zukunft. Die Mutter kann sich an das Familiengericht wenden da ja ihre anderen Kinder durch die Untätigkeit des Jugendamtes, durchaus auch bedingt durch den negativen Einfluss sowohl von Vater als auch Opa, in ihrer Entwicklung gefährdet sind durch die verweigerte Hilfestellung des Jugendamtes. Würde ich mal mit einem Rechtsanwalt besprechen bzw. die Rechtsberatung beim Amtsgericht diesbezüglich aufsuchen. Darüber die Parteien informieren und wenn auch das zwecklos ist die Presse macht durchaus Sinn.

Wenn ich das recht verstehe tut Deine Freundin zu viel für ihre Kinder. Kinder brauchen Grenzen. Sie brauchen Erziehungsberechtigte die sie respektieren können. Respektieren können sie nicht wenn sie nur vollgelabert werden, wenn ihnen vorgejammert wird. Wenn Du die Zeit übrig hast dann helfe ihr den Jungen durchaus mit Gewalt in die Schule bringen, dort in Absprache mit den Lehrkräften so lange anwesend zu bleiben bis der Junge sich am Unterricht beteiligt. Ansonsten gibt es kein Taschengeld, keine Besonderheiten. Er hat entweder im Haushalt mit zu helfen oder die entsprechenden Konsequenzen zu tragen und wenn das bedeutet, dass er wochenlang mit immer der gleichen Kleidung herumlaufen muss. Würde ich riskieren als Lehre für ihn. Als Mutter würde ich mich auch nicht angreifen lassen. Ich würde mich hinter den Jungen stellen, wenn es sein muss mit Hilfe einer anderen erwachsenen Person. Ihn von hinten festhalten bis er sich beruhigt hat. So lange auf ihn ruhig einreden bis er sich umarmen lässt. Zunächst von hinten. Das ist anstrengend. Es muss öfter wiederholt werden bis es eine Wirkung gibt.

Ich verstehe Deine Schilderung so dass die Mutter den Kindern nur Männer anbietet die asozial sind. Das sind nun mal keine Vorbilder. Vorbilder brauchen Kinder aber nun mal. Die Mutter hat es also dringend nötig an ihrem eigenen Wert zu arbeiten, an ihrem Selbstbewusstsein. Das Sonnengeflecht ist auf youtube erlernbar. Weiter sollte sie regelmäßig von Hand auf Papier Tagebuch schreiben.

Du kannst eines oder mehrere der Kinder zeitweise zu Dir nehmen um sie zu entlasten. Bei Dir gelten dann bitte unbedingt Deine Regeln und diese sind auch einzuhalten.

Ich habe mal einen Vierjährigen gehabt der in ähnlicher Situation war. Die Mutter war vollkommen erschöpft und von daher nicht mehr in der Lage ihrem Kind Halt anzubieten. Auf Bockereien bin ich nicht eingegangen. Ich habe einfach meinen Tag ganz normal gelebt. Dabei hatte ich Zeit für das Kind mit eingeplant. Zunächst hat das Kind rebelliert. Ich habe das ignoriert. Unordnung musste es, altersbedingt mit meiner Unterstützung, erst beseitigen bevor wir gemeinsam spielten. Viele Spiele waren unbekannt. Also habe ich mir die Zeit genommen, erst dann ein neues Spiel angeboten wenn das bisherige wirklich langweilig wurde. Keine Überforderung mehr, lieber erst mal ein wenig Unterforderung damit das Kind Zeit für sich selbst findet um das eigene So-Sein wahrnehmen zu können.

Die Kinder sind schulpflichtig. Die Mutter wird wohl nachweisen können dass sie die ihr grundgesetzlich zustehende Unterstützung der Gesellschaft vielfach vergeblich eingefordert hat.

Es macht keinen Sinn auf das JA zu schimpfen. Wenn die unterbesetzt sind liegt das am Rathaus. Kann ich nicht oft genug betonen. Personalmangel ändert sich nicht durch Schimpfereien sondern durch Neujustierung der Prioritäten im Rathaus.

Was mir noch in den Sinn kommt: Ein Sportverein, wenn es geht Kampfsport. Da macht es Sinn wenn Du im Vorfeld mal die jeweiligen Lehrer persönlich aufsuchst und anfragst ob sie sich für fähig halten einem solchen Jungen zu helfen. Einige Lehrer fühlen sich durch eine solche Anfrage sicher überfordert, andere geschmeichelt. Zum Kampfsportunterricht gehört die Vermittlung von Benehmen, Disziplin, Respekt und so fort.

Mache mal Schilder damit sie die Mutter in ihrer Wohnung aufhängen kann:

Agression ist kein Argument sondern ein Zeichen von Schwäche.

Leider läßt sich der Kontakt nicht abbrechen, da dieser gerichtlich angeordnet wurde. Auch hat die Mutter den Kinder keine asozialen Männer angeboten, es handelt sich dabei ja um den Opa und den leiblichen Vater der Kinder und das Verhalten der Kinder resultiert aus deren Verhalten gegenüber der Mutter davor, welches geprägt war von gewalttätigen Übergriffen und vulgären Beleidigungen der Mutter auch in Anwesenheit der Kinder, die somit in ihrem Leben nie erfahren haben, was es heißt Achtung vor der eigenen Mutter zu haben und deren Autorität anzuerkennen, wie sowohl vom Opa als auch dem Vater immer wieder untergraben ja sogar verhindert wurde. Sie steht jetzt allein da, weil sie den Schritt unternommen hat, sich aus diesem Teufelskreis zu lösen.

Was den Kampfsport angeht, war sie beim Boxen mit ihrem Sohn gewesen, der jedoch jetzt nicht mehr hingeht und auch nicht mehr dazu zu bewegen ist, sondern auch hier bockt, wie bei allem, was er tuen soll, egal ob Haushalt, Schule, Freizeit nichts will er machen und vernachlässigt sogar die eigene Körperhygiene, muss regelmäßig zum Duschen aufgefordert werden und reagiert wenn überhaupt nur nach zehnmaliger Aufforderung.

Es ist alles nicht so einfach und gemeinsame Spiele kennen die Kids sowieso nicht, da sie kein "Wirgefühl" kennen, sondern lediglich das "Ich-Gefühl". Bin oft dort und veersuche dort alles in etwas ruhigere Bahnen zu lenken, was aber nur manchmal gelingt, da -wie bereits gesagt - die kids keine Achtung vor anderen auch nicht vor anderen Erwachsenen haben.

Aber trotzdem vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Wirklich lieb.

@peg62

Ich unterstelle der Mutter keine Absicht. Ich gehe vielmehr davon aus dass der Opa der Kinder ihr Vater ist von dem sie gelernt hat sich missbrauchen zu lassen. Also ist sie anschließend auf den gleichen Charakter bei ihrem Mann herein gefallen.

Großväter und Väter können durchaus sehr asozial sein. Nur weil sie fähig sind sich zu vermehren bedeutet das noch lange nicht dass sie auch nur im Ansatz Benehmen haben und so fort. Ja. Es ist mir schon klar dass sich die Mutter nicht durchsetzen kann sowohl von ihrem Umfeld als auch wohl - von mir vermuteter - eigener Erziehung her.

Das Gericht hat also angeordnet dass der Vater Umgangsrecht hat. Der Vater hält sich selten daran. Und hetzt offenbar die Kinder gegen die eigene Mutter massivst auf bis zu Verhaltensauffälligkeiten. Überlege wie sich diese Tatsachen beweisen lassen, besorge so viele Zeugen als irgend möglich und gehe mit der Mutter und den Zeugen zum Gericht. Fordert Abhilfe. Und erkundige Dich nach einem guten Anwalt der bereit ist ihr zur Seite zu stehen.

Ja. Es wird durchaus sehr hilfreich sein dass Du oft dort bist. Und sicher ist das nicht einfach. Mir geht es auch absolut nicht darum die Mutter in irgendeiner Form zu beschuldigen. Im Gegenteil: Ich lese heraus dass sie bis an den Rand ihrer Kräfte geht um ihren Kindern eine bessere Zukunft mit auf den Weg geben zu können.

Mein Internet ist ein wenig spinnig sonst würde ich selbst suchen. Es gibt in Baden-Württemberg einen Verein der sich für die Rechte von Kindern einsetzt. Ansonsten rufe doch mal bei der Nummer gegen Kummer an. Diese haben auch Kontaktmöglichkeiten für Eltern bzw. deren Umfeld. Es soll auch Stiftungen geben. Ob es eine Idee wäre mit den Kindern gemeinsam eine Kur zu machen weiß ich nicht da ich nicht weiß ob es überhaupt Fachmenschen gibt die ein solches Angebot in unserem Land machen dürfen. In Holland gibt es Familienhäuser. Dafür sind dort die Autos weniger gepflegt.

@dawala

Nochmal vielen Dank.

das jugendamt ist generell die zustaendige behoerde. dass die oft nur unzulaenglich hilfestellung geben, ist allerdings nichts neues. wenn du selbst hingehst, wird das vermutlich keinen effekt haben (weder positiv noch negativ).

es gibt die moeglichkeit, sich an kinder- und jungendhilfe-einrichtungen zu wenden (z.b. bei der caritas, diakonisches werk, arbeiter wohlfahrt etc.). da ist sehr stark abhaengig vom personal vor ort u.u. eine kompetente person zu finden, die unterstuetzung anbieten kann oder helfen kann beim umgang mit den behoerden. stichwort "vitamin b".

eine bekannte von mir hatte aehnliche probleme mit ihren kindern. die ist allerdings einfach so lange zum jugendamt gegangen, immer und immer wieder, bis die endlich was gemacht haben. aber das war ein zaehes ringen.

Danke, aber Diakonisches Werk war sie schon, hilft nicht weiter, trotz Kontakt zum Jugendamt. Das immer wieder hingehen macht sie schon aber zuständiger SB ist entweder krank oder im Außendienst selten erreichbar und scheinbar ohne Interesse an ihrem Fall. Wie lange sie da noch durchhält, weiß ich nicht.

Sicherlich kannst auch du zum Jugendamt gehen. Wie alt sind den die Kinder?

Schildere die KLage klar und sachlich und deiner Freundin wird geholfen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Jugendamt nichts unternimmt. Man kann sich aber bei der Erziehung nicht vollkommen auf das Jugendamt verlassen, da muss man als Mutter/Eltern selbst auch mitwirken.

Ich kann nicht verlangen, dass das Jugendamt meine Kinder in die Schule schickt, weil ich es nicht schaffe.

Die Mutter muss sich SELBST informieren, wo denn eine sozialpädagosgische Einrichtung wäre, was zu veranlassen ist, dass das Kind dort hin kommt - und dann die entsprechenden Anträge stellen. Sie kann nicht erwarten, dass das alles für sie erledigt wird. Hilf ihr z. B. in diesem Punkt.

Da hast du nicht richtig gelesen, sie rennt schon die ganze zeit hin und schildert dort die Lage, die haben auch die psychiatrische Untersuchung veranlasst und sofort. Es ist also keineswegs so, dass sie nicht selbst schon alles versucht hat, was möglich ist, Und was das Schule schicken betrifft, versuche mal einen 14 jährigen in die Schule zu schicken, der partout nicht will, man kann ihn ja schlecht tragen oder. Zur Beratungsstelle geht er zwar mit, aber bockt dort nur und die kommen auch nicht weiter. Aber Danke trotzdem.

Extrem Wichtig! Meine Freundin wohnt im Heim und will aber zu ihrem 18 Geburtstag zu mir ziehen

Also Ich bin 20 Jahre alt, werde aber bald 21 und wohne in einer WG mit 2 Mitbewohnern. Habe einen Nebenjob mit dem Ich genug Geld verdiene und habe bald eine Festanstellung. Ich habe eine Freundin die wohnt in Greifswald und Ich in Köln ca 700 km Entfernung. Sie wird bald 18 und möchte gerne zu mir ziehen und ich möchte das natürlich auch. Das Problem ist das Sie im Heim wohnt. Habe heute mit Ihr geredet und Sie meint um zu mir ziehen zu können bräuchte Sie die Bestätigung der Betreuer, Mutter und des Jugendamtes. Aber Sie weiß nicht genau ob die Mutter noch Teil des Sorgerechtes hat weil Ihre Mutter Sie nicht will und wollte. Meine Frage ist jetzt kann Sie mit 18 nicht machen was Sie will? Also kann Sie nicht einfach sagen ICh möchte jetzt zu meinem Freund ziehen?! Oder wie ist das? Wer hat mehr Mitspracherecht? Die Betreuer oder das Jugendamt? Und kann ich Ihr da irgendwie helfen das die Betreuer und das Jugendamt das erlauben? Sie soll in 2 Monaten eigentlich schon zu mir ziehen. Möchte Sie gerne an ihrem 18. Geburtstag abholen. Da wir soweit entfernt wohnen kann ich da auch nicht jeden Tag vorbeifahren. Und ich weiß jetzt nicht was ich machen soll bzw. wie ich ihr helfen kann das ihre Betreuer und/oder das Jugendamt das erlauben. Sie hat Ihre Betreuerin noch nicht gefragt soweit wie ich weiß, aber das macht Sie ja noch. Aber ich würde gerne wissen was ich bzw. Wir denn für Möglichkeiten haben falls die Betreuerin oder das Jugendamt NEIN sagen??? Hoffe auf schnelle und gute Antworten :)

Mit freundlichen Grüßen

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Auskunftspflicht beim Jugendamt

Sehr geehrte Community,

konnte bisher leider für meinen "Problemfall" keine direkte Aantwort finden daher wende ich mich nun hilfesuchend an euch. Folgender Sachverhalt:

Ich habe mit meiner Ex-Freundin ein gemeinsames Kind. Für dieses Kind zahle ich da ich vollzeit berufstätig bin seit je her regelmäßig Unterhalt ( was ja auch so erstmal kein Problem darstellt ). Alle 2 Jahre prüft das Jugendamt mein aktuelles Einkommen. Soweit alles rechtens... Dieses Jahr bekam ich aber nun das erste mal im Bescheid einen Fragebogen zur Unterhaltspflicht welcher detailierte Informationen abverlangt.

Das Jugendamt möchte aber auch Angaben zu meiner Ehefrau haben.

Ich bin mittlerweile verheiratet und meine Frau hat 2 Kinder mit in unsere Ehe gebracht ( nicht leibliche Kinder ).

Meine Frage äußert sich hinsichtlich der Frage ob ich überhaupt Auskunft hinsichtlich der genauen Daten meiner Ehefrau und Stiefkinder geben muss ( Kindergeld, Unterhalt für Stiefkind, ihr Beschäftigungsverhältnis etc. ). Meines Wissens nach berechnet sich der Unterhalt nur nach meinem Einkommen. Nun weiß ich aber nicht, ob ich auch verpflichtet bin dem Jugendamt Auskunft über meine Frau und Stiefkinder zu geben.

Name und Geburtsdatum stellt soweit kein Problem für mich da um zu schildern das diese Personen mit im Haushalt leben. Das Jugendamt verlangt aber auch Daten ab wie Kindergeldnummern, falls Kindergeld bezogen, Einkommen der Ehefrau, Unterhaltszahlungen oder UVG Zahlung an die Stiefkinder usw.

Wie sieht dort die rechtliche Situation aus bzw hat dort jemand eine konkrete Antwort für ?

Ich bedanke mich bereits jetzt für hilfreiche Antworten :)

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