unseriöse inkassomachenschaft?!

5 Antworten

Normalerweise ist das, was der GV verlangt, bereits um nicht durchsetzbaren Unfug bereinigt. Der erste Schritt ist es, vom Inkasso eine Forderungsaufstellung anzufordern (Einschreiben). "Hallo Inkassobüro. Zur Prüfung ihrer Forderung verlange ich unverzüglich eine Forderungsaufstellung nach BGB. Für den Fall, dass Sie mit dem Titel versuchen wollen, nicht durchsetzbare und vom GV gestrichene Fantasiegebühren durchsetzen zu wollen, werde ich ohne weitere Ankündigung Strafanzeige wegen Nötigung erstatten., sowie Beschwerde beim zuständigen Aufsichtsgericht einlegen. Bis zur Vorlage der Forderungsaufstellung mache ich von meinem Zurpckhaltungsrecht Gebrauch. Meine Aufforderung, ein Erledigugnsschreiben zuzustellen udn den entwerteten Titel im Original auszuhändigen, bleibt bestehen. Sie haben eine Frist von 7 Werktagen, danach werde ich auf ihre Kosten einen Anwalt hinzuziehen. Sie dürften wissen, dass sie das sehr teuer kommt und ich glaube nicht, dass sie das wollen."

Dann abwarten, was kommt.. Melde dich ggf. nochmal heir, wenn du die Forderungsaufstellung hast.

Woher ich das weiß:Hobby – Mitglied AK Inkassowatch, jahreslanges Studium

Warum hast du nicht von vornherein an den GV bezahlt? Dies ist schuldbefreiend und spart die Schwachsinnsgebühren des Inkassobüros ein.

Inkassokosten sind kein durch den Schuldner zu ersetzender Verzugsschaden. § 286 greift hier nicht, einschlägig ist vielmehr § 254. Dieser beschreibt die Schadensminderungspflicht deines Gläubigers.

Halte dich an den GV und lass dir bestätigen, dass die Schuld vollständig bezahlt ist. Danach forderst du vom Inkassobüro die Herausgabe des Originaltitels inkl. Entwertung.

Ich gehe mal davon aus, dass die Hauptforderung von 454 Euro berechtigt war, da Du ja auch gezahlt und der Forderung nicht widersprochen hast.

Mit den Raten über zusammen 300 Euro ist ja noch nicht einmal die Hauptforderung bezahlt. Von den 420 Euro, die du dem Gerichtsvollzieher gegeben hast, wurde also zunächst die Restschuld beglichen. Bleiben noch 266 Euro über. Davon gehen dann auch die Kosten des Gerichtsvollziehers selber ab. Wie oft war der bei Dir? Jeder Besuch kostet Geld.

Verzugskosten sind zudem auch die Kosten der Inkassofirma für diverse Anschreiben, Verzugszinsen (wie lange besteht die Hauptforderung denn schon) usw. usw.

Da kommt unterm Strich schnell ein Mehrfaches der ursprünglichen Forderung raus.

Im Zweifel verlange von der Inkassofirma eine genaue Aufstellung der Kosten, also wie sich die aktuelle Forderung von 340,-- Euro zusammensetzt.

Wenn alles nichts hilft, dann wende Dich an einen Schuldnerberater oder eine entsprechende Beratungsstelle.

An sich richtig. Aber die Kosten des Inkassobüros sind nicht durch den Schuldner zu tragen. Die Einschaltung vertößt gegen die Schadensminderungspflicht.

Entscheidend ist, was tituliert wurde und die GV Kosten, alles andere ist belanglos.

Über solche Machenschaften solltest Du die Verbraucherzentrale informieren.

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