Unglücklich in der Ausbildung

5 Antworten

M. E. ist es besser, die Ausbildung möglichst früh abzubrechen, wenn man merkt, dass es nicht das Richtige ist, und sich etwas Neues zu suchen, als sich durchzuquälen und im schlimmsten Fall später die Abschlussprüfung nicht zu schaffen.

Wenn der Beruf Dir gar keinen Spaß macht, könntest Du Dich ja mal nach Alternativen umsehen u Dich um eine andere Ausbildung bewerben. Zur Überbrückung kann vielleicht schon mal ein Praktikum gemacht werden. Ich gehe davon aus, dass Deine Eltern keine Probleme machen werden, wenn Du ihnen die Situation erklärst. Und wenn Du bereits einen Alternativplan hast, fällt es auch den Eltern meist auch leichter zu akzeptieren.

Falls es lediglich an Deinem Chef liegt, solltest Du vielleicht mal mit Deiner Lehrerin sprechen, ob die Möglichkeit besteht, den Ausbildungsbetrieb zu wechseln, und Dich vielleicht auch mal in der Klasse umhören. Schon mal werden noch Auszubildende gesucht, da der ursprüngliche die Ausbildung nicht angetreten oder abgebrochen hat.

Vielleicht könntest Du mit Deinem Chef mal sprechen, wenn er gute Laune hat. Oder, falls Du Dich nicht traust, könnten Deine Lehrerin oder eine Kollegin mit Deinem Chef sprechen. Nach meinem Eindruck bekommen Rechtsanwälte nicht immer so ganz mit, was sie da anrichten, da sie häufig alles auf den letzten Drücker machen und dementsprechend unter Strom stehen (das Gefühl hatte ich bei meinem früheren Chef, aber da hielt sich das Getobe in Grenzen). Ich kenne Deinen Chef aber nicht, so dass ich nicht weiß, ob es was bringen kann.

ja, lange rede, kurzer sinn. werde dir klar was du willst. entweder beißt du die zähne zusammen, hängst dich richtig rein und ziehst die schule+ausbildung durch....dann: jedesmal wenn der penner rumbrüllt vorstellen wie er aufm klo sitzt, aa machen muss und des würstel bei hochrotem kopf nicht aus bekommt :-) ansonsten ne vernünftige begründung für die abbruchspläne zurechtlegen und mit deinen eltern drüber sprechen. überleg dir aber was du weiter machen willst, bewirb dich schonmal woanders. der zug für ausbildungsstellen ist aber für dieses jahr fast überall schon angefahren. schlecht wärs, wenn du jetzt nix mehr bekommst. aber sollte sich eine gute alternative auftun, ist es was anderes. was auch noch zu überklegen wäre: rechtsanwalt wechseln. hast du vorerfahrungen? wie ist es anderen in der ausbildung bei deinem chef ergangen? die schule kann dir bei einem lehrstellenwechesel zu nem anderen anwalt garantiert helfen!

Hallo, ich bin gerade zufällig hier gelandet. Meine Anwort kommt zwar etwas spät, aber vielleicht hilft sie einem anderen Leser.

Ich bin Rechtsanwaltsfachangestellte und seit 2008 ausgelernt. In der Ausbildung stellte ich fest, dass es eigentlich auch nicht so mein Ding ist... Aufgrund des Umzuges (wegen der Ausbildung) und auch wegen meinen Eltern habe ich die Ausbildung durchgezogen. Es hieß immer: wie sieht es denn aus, wenn man eine Ausbildung abbricht und und und.

Jetzt bereue ich meine Entscheidung sehr. Ich hätte die Ausbildung einfach abbrechen sollen! Ich bin super unglücklich in meinem Job. Habe fast jeden Morgen Bauchschmerzen, weine häufig ....

Fazit: Die Ausbildung abbrechen, sofern es noch nich zu spät ist. Das ist überhaupt nicht schlimm, da man nach der Schule einfach noch zu jung und unerfahren ist, um zu entscheiden, was man sein ganzes Leben beruflich machen möchte.

PS: wäre nun viel lieber Kindergärtnerin/Erzieherin

Die Frage Deines Chefs ist ja genau das, was Du schreibst: Er sieht, dass es nicht der richtige Beruf ist für Dich. Und Fehler darf ein Rechtsanwalt halt auch wirklich nicht machen (in anderen Berufen auch nicht, aber da ist es sicher noch gewichtiger!) Also, Du scheinst kreuzunglücklich zu sein. Wenn es der Job an sich ist (Du musst es ja nicht ein Leben lang machen nach der Ausbildung), dann höre auf - aber erst, wenn Du genau weißt, was Du wirklich möchtest. Und kümmere Dich um einen Ausbildungsplatz bevor Du aufhörst (es gibt noch welche, frag beim Arbeitsamt nach , schau im Internet...)

Wenn es nur der Chef ist und Du Dir vorstellen könntest, die Ausbildung in dem Beruf fertig zu machen, dann such einen anderen Rechtsanwalt und schau, dass Du dort Deine Ausbildung zu Ende machst (evtl.mal bei der Rechtsanwaltskammer fragen, ob die eine Kanzlei kennen, die noch Azubis sucht....).

Überlege es Dir gut, in anderen Lehrberufen geht es auch nicht alle Tage fröhlich zu und langeweilige Arbeiten sind in jedem Beruf zu erledigen. Aber das weißt Du sicher, aber überstürze nichts, ja?

Also wenn dich das so belastet , würde ich ernsthaft über einen Wechsel nachdenken. Sohnemann hat auch eine abgebrochene Ausbildung hinter sich. Es hat in den Bewerbungen danach aber auch niemanden gestört.

Eventuell könntest du natürlich auch nur den Arbeitgeber wechseln , das ist auch schon manchesmal sehr hilfreich gewesen. In einem anderen Betriebsklima kommt dir der Beruf vielleicht gleich gar nicht mehr so schrecklich vor.

Viel Glück

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