Unfallversicherung ohne zustimmung von Sorgeberechtigten abgeschlossen?

5 Antworten

Dazu braucht er Dein Einverständnis nicht, das ist sein Vertrag, nicht Deiner.

Das Geld geht an denjenigen, der in dem Vertrag begünstigt wurde. Das kann das Kind sein oder der Vater oder der Nachbar.

Du kannst selbstverständlich selbst eine Unfallversicherung für das Kind abschließen.

Das ist ja ein extra Bonbon und nicht wie bei der Haftpflicht, dass da nur eine Versicherung genommen werden kann.

Ich vermute das der Kindsvater mit unterschrieben hat obwohl er gar kein Sorgerecht hat. Er hat mir auch die Papiere von der Versicherung, die jetzt knapp ein Jahr alt sind geschickt , aber ohne den Teil wo irgendwas unterschrieben ist... Habe dann auch festgestellt das die Summe, wenn meinem Kind wirklich was passieren sollte auf das Konto seiner Mutter geht, also wird der kleine im schlimmsten Fall mit sicherheit nichts von der Versicherung haben. Weiß jetzt garnicht wie ich vorgehen soll?!

Grundsätzlich ist es möglich in einer Unfallversicherung eine andere Person als sich selbst zu versichern. Allerdings muss dafür auf dem Antrag die versicherte Person unterschreiben. Ist die Person Minderjährig, so muss der gesetzliche Vertreter unterschreiben. Diese Unterschrift dürfte im vorliegenden Fall ja fehlen wenn du tatsächlich das alleinige Sorgerecht hast. Damit wäre der Vertrag eigentlich nicht gültig ist. 

Es können beliebig viele Unfallversicherung für die selbe Person abgeschlossen werden, du musst bestehende Verträge aber bei einem Neuabschluss im Antrag mit angeben. 

Warum sollen Großeltern nicht eine Kinderunfallversicherung abschließen dürfen?

Wenn das Kind einen Unfall erleidet, bekommt es selbst, bzw. du als Sorgeberechtigter das Geld aus einer Invaliditätsleistung oder Krakenhaustagegeld

Nur beim Todesfall ist die Höchstsumme begrenzt.

Wenn das Kind einen Unfall erleidet, bekommt es selbst, bzw. du als Sorgeberechtigter das Geld aus einer Invaliditätsleistung oder Krakenhaustagegeld

Aber nur wenn dies ausdrücklich im Vertrag vereinbart wurde, was ich mal bezweifle. Ansonsten geht das Geld grundsätzlich an den Versicherungsnehmer. 

@NamenSindSchwer

Eine Invaliditätsleistung geht an die betroffene Person. 

Es sei denn, z.B. eine Firma hat dafür eine vorherige Zusage erteilt, und die Versicherung dient nur zur Rückdeckung.

@DerHans

Eine Invaliditätsleistung geht an die betroffene Person

Nochmal: das stimmt nicht, wenn dies nicht ausdrücklich im Vertrag vereinbart wurde. Schau einfach mal in Punkt 12.1 der AUB des GDV. 

Und gerade bei einer betrieblichen Unfallversicherung ist das Thema sogar noch brisanter. Hier müsste der Direktanspruch des AN ebenfalls ausdrücklich vereinbart sein. Damit wären die Beiträge zur Versicherung aber als geldwerter Vorteil zu versteuern. Üblich ist daher den Direktanspruch nicht zu vereinbaren (das ist die Standard Variante bei der nichts zusätzliches angekreuzt oder ausgefüllt werden muss). Dann geht die Versicherungsleistung an den AG. Wenn dieser die Summe dann an den AN weitergibt ist diese zu versteuern. Die Beiträge sind dann hingegen steuerfrei. 

Dieser Fehler passiert leider sehr oft in der Praxis.

Die Unfall-Versicherung sollte  schwebend unwirksam sein und kann
Rückabgewickelt werden!

Bei minderjährigen Kindern MÜSSEN ZWINGED  die Erziehungsberechtigten unterschreiben.  

Sofern nicht beide Eltern für das Kind unterschrieben haben, kommst du aus dem Vertrag raus und kannst die Beiträge rückfordern.

Viel Glück

Tut mir Leid aber das ist schlichtweg falsch, natürlich können die Großeltern, auch ohne Einwilligung der Eltern, eine Unfallversicherung für ihre Enkel abschließen.

Bezugsberechtigt ist und muss aber das Kind sein bzw. deren Sorgeberechtigte, d.h. im Falle eines Unfalles erhälst Du (unter Umständen auch der Kindsvater,sofern sorgeberechtigt) die Leistung

@confilias

Lesen ist nicht deine Stärke ?

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