Unfallversicherung - Unterschiede Höhe und Progression

5 Antworten

Hallo,

die Empfehlung vom Verbraucherschutz lautet: hohe Grundsumme und niedrige Progression um auch bei Invaliditätsgraden bis 30% oder ähnlich eine annehmbare Leistung zu erhalten. Ist bei Männern im kaufmännischen Berufen auch richtig da Gefahrengruppe A. Ansonsten muss man schauen, dass man in Berufen oder bei Hobbys mit höherer Gefährdung also Gefahrengruppe B , vielleicht die höhere Progression wählt um einen bezahlbaren Beitrag zu erhalten. Angehörige des öffentlichen Dienstes aber auch Angestellte und Arbeiter der freien Wirtschaft sollten sich immer unsere UV ( Debeka ) anschauen, denn sowohl Beitrag als auch Leistungsbereitschaft wird vom Ombudsmann und der Bafin mit sehr gut bewertet. Da die Debeka ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ist kaufen wir uns nicht in Internetvergleiche ein, lasse Dir in Deiner Region ein Angebot machen und versuche es dann zu toppen--> ganz schwer.

MfG

Hallo Sebastian,

diese Sache mit den Progressionsstufen ist von den Versicherern absichtlich äusserst verwirrend gestaltet, damit man die Tarife nicht vergleichen kann.

Sogar die Vertreter selber oder Makler tun sich dabei manchmal schwer. Grundsätzlich kann man die hohen angekündigten Summen insofern etwas vergessen, weil die meisten Unfälle im Bereich 1 - 40 % passieren.
Und genau da wird nicht allzu hoch geleistet.

Eines aber ist für alle Angebote gleich und das ist eigentlich das Wichtigste für Dich :

Es wird nicht die angegebene Versicherungssumme des % Satzes geleistet, sondern immer nur der davon in der sogenannten Gliedertaxe anfallende Betrag.

z.B : Bänderriss im Knie, 15% bleibende Dauerinvalidität ( stellt der Gutachter nach einem Jahr fest), Versicherungssumme z.B. 150.000,- Und so wird gerechnet : Lt. Gliedertaxe der % Satz des Fusses ( meist 70%)

70% von 150.000,- und davon dann die 15 % = Schadensbetrag.

Dies ist nur ein einfaches Beispiel, so wird abgerechnet.

Du kannst sicher auch feststellen, dass wenn man in den Bereichen 1-40% höhere Versicherungssummen haben möchte, die Prämie rasant ansteigt.

Ganz einfach: im ersteren Falle würde ich eine Person versichern, die er seltener ein Risiko auf Körperschaden aus Unfall hat, aber wenn, dann gleich größeren Ausmaßes.

Im zweiten Falle sind Personen besser abgesichert, die regelmäßig einem Unfallrisiko ausgesetzt sind, weil hier schon bei geringerem Körpershaden gleich eine höhere Summe fließt.

Erstmal: Hohe Grundsumme ist wichtiger als die Endsumme. Normal empfehle ich keine Grundsumme unter 100.000€.

Dann sind die Summen alleine zum Vergleich absolut untauglich. Nur mal ein Beispiel bei einer fixen Versicherungssumme von 200.000 und Unfallrente 1.000 mtl:

KFZ Unfall Fuß eingequetscht wird amputiert:

Versicherung A (wie Debeka etc.) zahlt 80.000€ aber keine Rente

Versicherung B (vermutl. günstiger als die meisten anderen) zahlt 160.000€ und zusätzlich lebenslang die 1.000€ Rente

Dann kommt es noch auf nicht so kleine Nebensächlichkeiten wie Grad der anrechenbaren Vorerkrankung bis hin zu dem was alle überhaupt als Unfall zählt.

Somit können hier alles das knicken die meinen sowas kriegt man ohne Maklerhilfe einfach so online oder per Finanztesturteil raus ;-)

Grundsätzlich wird erst einmal eine Grundsumme ERRECHNET und zwar nach dem jeweils individuellem Jahreseinkommen -- 2 -3 fachen Einkommen.

Und dann wird nach Kind und Erwachsenem unterschieden, Kinder neigen eher zu Unfällen .. also eine kleinere Progression -- bei Erwachsenen eher eine hohe Progression. 

Wie sich die Progression errechnet, siehst du hier: 

http://berlin-versicherung.com/unfallversicherung-leistungen/

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