Unfallgegner streitet plötzlich Schuld ab

5 Antworten

Na, da hat der Papa vermutlich seine Tochter "zur Sau" gemacht. Hatte ich auch mal.

Fordere einfach die Nennung deren Versicherung ein (KFZ-Kennzeichen habt ihr hoffentlich) und meldet es eurer Versicherung (sollte man eh tun, egal wie die Schuldfrage bis dato aussieht).

Bei der Meldung teilst Du das alles mit. Sachverständige können normalerweise erkennen, ob der Vordermann rückwärts gefahren ist.

Nicht versuchen das selbst zu klären. Das bringt nichts.

BTW: Polizei kommt eigentlich auch bei Bagatellschäden.

Es ist immer gut, wie du schon richtig sagst, sich alles schriftlich geben zu lassen, Fotos per Handy zu machen  und auch die Polizei zu verständigen, wenn es ein größerer Schaden ist. Jetzt nützen keine persönlichen Kontakte mehr mit dem Unfallgegener, der nachher behauptet, ihr hättet die Tochter unter Druck gesetzt. Geht zu einem Anwalt und lasst euch beraten und dann soll ein Gutachter feststellen, wer wem draufgefahren ist. Das kostet zwar etwas, aber da lohnt sich auch eine Kfz.-Rechtsschutzversicherung.

Den Schaden der Versicherung melden, die sehen schon wer wem drauf gefahren ist. Die Unfallfahrerin riskiert jetzt auch eine Anzeige. Als Fahranfängerin nimmt ihr garantiert niemand ab, dass deine Mutter rückwärts gefahren sein soll.

Die Polizei kommt immer wenn sie gerufen wird, der Unterschied ist dass ohne Personenschaden der Unfall nicht aufgenommen wird. Trotzdem macht die Polizei einen Tagebucheintrag mit ein paar Stichworten was da war und auf Wunsch nimmt sie es auch auf (Kostenpflichtig).

Jetz bist Du/Deine Mutter schon in der Problematik. Der Unfallgegner will selbst den Schaden an seinem eigenen Fahrzeug übernehmen, dann braucht ihr eure Versicherung nicht unbedingt damit belästigen. Dem gegnerischen Fahrzeughalter müsst ihr jetzt wohl mit Anwalt drohen, bzw evtl auch gleich zu Einem gehen. Mit dem Gutachter ist es so ne Sache. Wer wem auffuhr kann der feststellen, aber so weit ich weiss nur wenn dabei auch gebremst wurde. Wenn da grade Mal ein Kratzer dran ist ist es gar nicht gesagt dass es wirklich festgestellt werden kann. Noch grösser das Problem dass ein Gutachten warscheinlich ein Vielfaches eurer beiden Schäden kostet. Wenn ihr dann auf Gericht geht und es da auf einen Vergleich ausläuft habt ihr hinterher höher Kosten als wenn ihr gleich den Schaden bezahlt hättet, es sei denn Rechtschutz. Da dann die Frage ob sie bei dem geringen Streitwert ein Gutachten bezahlt.

Also würde ich euch raten erstmal zu einem Anwalt, der weiss wie man da vorgehen sollte und was auf euch zukommen kann. Dass der Andere nicht gleich auf Schadensersatz besteht lässt die Version Deine Mutter wäre rückwärts gefahren schon Unglaubwürdig erscheinen.

Fällt mir grade ein, Fahrzeughalter und seine Tochter ist gefahren. Ist betreffende Tochter evtl unter 25 und durfte Versicherungstechnisch gar nicht am Steuer dieses Fahrzeugs sitzen? Hat der Halter vielleicht Angst da in wirkliche Probleme zu kommen? Darauf könntet ihr den auch Mal ansprechen.

1. Seltsam ist schon, dass die junge Dame gefahren ist, der Vater gar nicht dabei war, dass jetzt aber ausschliesslich der Vater sich zum Unfallhergang äußert.

2. Wenn deine Mutter rückwärts gefahren wäre, dann wäre sie ja schuld. Dann müsst auch eure Versicherung den Schaden an dem anderen Auto bezahlen. Dass der Vater aber darauf verzichtet, also auf Geld verzichtet, und dabei anbietet, dass jeder seinen eigenen Schaden zahlt, das deutet schon darauf hin, dass alles heraushalten will, wodurch der tatsächliche Schadenshergang sich herausstellen könnte.

3. Die beiden haben Daten ausgetauscht. Ich wäre da auch gar nicht erst hingefahren. Es reicht, einfach die gegnerische Versicherung anzurufen und denen den Schaden zu melden. Die fragen dann beim Fahrzeughalter, dem Vater der jungen Dame nach. Ob der dann seiner Versicherung gegenüber immer noch auf dem Rückwärtsfahren besteht, das ist schon fraglicher.

4. Ihr könntet sogar daran denken, eure eigene Versicherung zu informieren, dass ein Schadensfall vorliegt, dass der Gegner evtl Ansprüche geltend machen will, weil .....(dann die Rückwärtsfahrstory). Ach nebenbei bemerken, dass diese Geschichte mit dem Rücksetzen vom Vater kommt, der gar nicht mit anwesend war. Dann wird sich eure Versicherung wehren.

Hoppla, habe gerade eben festgestellt, dass ich in eine Uralt-Frage reingeraten bin, in der ich damals auch schon geantwortet hatte. Das sollte nicht passieren. Schande über mich.

Was möchtest Du wissen?