Unfallfahrzeug als Unfallfrei verkauft, Käufer hat Unfall damit gehabt und droht mit Anwalt?

5 Antworten

Zahl die 1200 Euro und sei froh, wenn Du so aus der Sache raus kommst. Ein wirtschaftlicher Totalschaden, den man unter den Tisch fallen lässt, ist vorsätzlicher Betrug! Der Käufer wird hier auf jeden Fall vor Gericht recht bekommen. Dann zahlst das Geld an den Käufer zurück, hast das unverkäufliche Auto vor der Türe stehen und das Gericht hält auch noch die Hand auf, mal ganz von den beiden Anwälten abgesehen.

Du hast Mist gebaut! Kaufe dich mit 1200 Euro frei, oder zahle ne richtig dicke Summe, wenn die Sache vor Gericht geht.

Was ist mit dem Geld was er von der Versicherung erhalten hat? Das Fahrzeug befindet sich nichtmehr in dem Zustand den ich vor einem Jahr verkauft habe!

@Neox09

Das spielt doch jetzt überhaupt keine Rolle mehr. Das Fahrzeug, dass Du verkauft hast, hatte bereits den Wert nicht mehr, für den es verkauft wurde, weil es ein Haufen Schrott war. (Wirtschaftlich gesehen).

Bedenke bitte... Du hast hier wissentlich einen Betrug begangen, wenn man nicht noch arglistige Täuschung dazu packt. Je nach Richter gibts dafür 1 bis 1,5 Jahre auf Bewährung!

@sunnymarx1977

weil es ein Haufen Schrott war

Wieso denn das? Der Unfallschaden wurde doch behoben!

1 bis 1,5 Jahre auf Bewährung

Jetzt bleib mal auf dem Teppich.

@Havenari

Danke wenigstens ein vernünftiger dabei! Der hat den Wagen komplett repariert gekauft und hat jetzt selber einen Unfall damit gehabt was von der Versicherung bezahlt wurde. Er will damit jetzt einmal von der versicherung und einmal von mir geld abknüpfen

@Neox09

Wenn der Kaufpreis vor einem Jahr um die 2000 Euro lag, dann hättest du mit korrekt angegebenem Unfall vielleicht 200 oder 300 Euro weniger dafür bekommen. Diese Summe könnte der Käufer zurecht von dir verlangen, weil er sie damals halt zuviel gezahlt hat. Das ist aber auch schon alles.

Eine Forderung von 1200 Euro ist einfach nur absurd. Deine fehlerhafte Angabe im Kaufvertrag hat ja rein gar nichts mit dem jetzigen Unfall zu tun.

Ich würde mich bei ihm entschuldigen und ihm mit der obigen Begründung eine Entschädigung von 300 Euro anbieten. Mehr wird er auch mit rechtlichen Mitteln nicht herausholen können, und wenn er halbwegs seine Sinne beieinander hat, wird er nicht das Prozesskostenrisiko eingehen, um eine höhere Forderung einzuklagen.

Eine Strafanzeige wegen Betrugs ist zwar theoretisch möglich, halte ich aber eher für unwahrscheinlich, da sie dem Käufer nichts bringen würde. Die Drohung damit wird aber gerne als Druckmittel eingesetzt. Und selbst wenn es dazu käme, ist nicht gesagt, dass es überhaupt zu einem Hauptverfahren kommt, geschweige denn, dass man dir den für einen Betrug erforderlichen Vorsatz zweifelsfrei nachweisen kann.

@Havenari

Genau, hatte mich bei Ihm bereits entschuldigt und ihm 400€ angeboten er hat gesagt dass es viel zu wenig ist. Mehr werde ich Ihn auch nicht geben dann lass ich es über einen Anwalt klären. Da wird er am ende auch nicht auf seine 1200€ kommen. Sonst hätte er ja das Fahrzeug für 800€ gekauft und ist ein jahr damit rumgefahren und hat noch vor kurzen das Versicherungsgeld von bestimmt 1500-2000€ eingesteckt...

Versuche dich mit dem Käufer zu einigen, außergerichtlich und ohne Anwälte. Ein reparierter Unfallschaden mindert den Kaufpreis meist um 10-15%.

Geht er darauf nicht ein, gib ihm die 1200 Euro, aber halte vertraglich fest, dass danach keine weiteren Ansprüche entstehen, am besten mit Hilfe eines Anwaltes (der den Vertrag rechtsverbindlich ausformuliert).

Ansonsten handelt es sich wenigstens um eine arglistige Täuschung, sollte man dir keinen vorsätzlichen Betrug nachweisen können. Die arglistige Täuschung berechtigt den Käufer zum Rücktritt vom Kaufvertrag bis zu einem Jahr nach dem Kauf. 

Dann stehst du mit der alten Karre da, und er bekommt das volle Geld von dir zurück.

Sieh also zu, dass du dich außergerichtlich mit ihm einigst, da ein Verfahren bestimmt zu seinem Vorteil ausgehen wird, das Auto in der Zeit bis zur Verhandlung aber immer mehr an Wert verliert.

Danke für die gute Anwort! Fahrzeug wurde vor einem Jahr für etwas über 2000€ gekauft 1200€ jetzt zurück zu geben find ich schon ziemlich viel.. Werde mich nochmal mit dem Käufer in verbindung setzen und schauen wie wir uns da einig werden. Soll ich mich dann Privat mit Ihm treffen und ihm das Geld übergeben und alles Schriftlich festhalten oder wie soll ich es am besten machen?

@Neox09

Am besten mit einem Zeugen auf deiner Seite (vielleicht gleich den Anwalt den du für das vertragliche beauftragst). Ob du dich dann mit ihm triffst oder nicht, das Geld würde ich überweisen, wegen der besseren Belegbarkeit.

Noch eine kleine Anmerkung zu sunnymarx Ausführung (wenn man arglistige Täuschung noch oben drauf packt...)

Arglistige Täuschung -> BGB -> privates Recht

Betrug -> StGB -> öffentliches Recht...

Ein Strafrichter hat also nicht über die arglistige Täuschung zu entscheiden...Es geht nur entweder oder. Das eine ist eine Sache zwischen Staat und Bürger, das andere zwischen Bürger und Bürger. und der betrug beinhaltet immer eine Täuschung

@JeTi91

Betrug setzt Vorsatz voraus. Der FS schreibt aber, dass er schlicht vergessen hat, den Unfall anzugeben - bin gespannt, wie man ihm den Vorsatz nachweisen will.

Wenn der Käufer auf stur stellt, dann wird dir kaum etwas anderes übrig bleiben, als auf seine Forderung einzugehen.

Zunächst mal kann der Käufer anführen, er hätte sich nie ein Unfallfahrzeug gekauft. Damit wäre der Kauf gar nie zustande gekommen, wenn du die Wahrheit gesagt hättest. Damit baut er sich die rechtliche Möglichkeit, den vollständigen Kaufpreis erstattet zu bekommen auf. 

Ein Unfallfahrzeug ist einfach weniger wert als ein unfallfreies Fahrzeug.

Natürlich muss er sich die Nutzung des Fahrzeuges gegenrechnen lassen. Das ist schon richtig.

Nur darfst du nicht vergessen, dass der Käufer darüber hinaus noch eventuelle Schadensersatzansprüche gegen dich geltend machen könnte. Ob ihm ein Schaden entstanden ist, weiss ich nicht. Es könnte aber durchaus sein.

Und zu guter letzt steht immer noch die Anzeige im Raum. Zeigt er dich an, wirst du zusätzlich noch mit Kosten aus dem Verfahren und einer Strafe rechnen müssen.  

Um es kurz zu machen, die 1.200 € zu zahlen, dürfte wohl der einfachste und billigste Weg sein. Damit schaffst du den geringeren Wert, Schadensersatzansprüche und eine mögliche Strafe aus der Welt.

Worauf begründet denn der Käufer seine Forderung?

Wie hoch war der wirtschaftliche Totalschaden seinerseits, und wie hoch der Verkaufspreis?

Man kann ja einfach mal so 1200 Euro fordern, aber für diese Forderung müsste es auch eine sinnvolle Begründung geben.

Fahrzeug wurde für 2000€ verkauft.

1200€ finde ich viel zu viel die wird er auch nicht bekommen. Eine klare begründung hat er nicht, nur dass ich Ihn betrogen hätte und er mir den verunfallten Wagen der nichtmehr in dem Zustand ist wie er von mir verkauft wurde zurück geben kann und den vollen Preis zurück erstattet. Woran ich eher nicht denke.

1200€ zurück erstatte

Wertverlust wird dann bestimmt noch dazu abgerechnet

€ 18,74 vielleicht.

Wurde von der Versicherung als "Wirtschaftlicher Totalschaden" bezeichnet und der Schaden wurde erstattet, Instandgesetzt und wieder beim Gutachter vorgezeigt damit der Schaden dann wieder als "behoben" bei den Versicherungen eingetragen wird.

Ein wirtschaftlicher Totalschaden bleibt ein wirtschaftlicher Totalschaden. 
Und zwar unabhängig davon, was mit dem Fahrzeug geschieht und wem Du davon erzählt hat.

Das Fahrzeug wurde Dir von einer Versicherung bereits vollständig gezahlt.
Wie oft sollen die Versicherungen denn noch ein- und dasselbe Fahrzeug regulieren?

Du wirst den Kaufpreis erstatten müssen, für weitere Forderungen ebenso.
Du hast das Auto zweimal verkauft: einmal an die Versicherung und einmal an den Käufer. Also müsstest Du den Betrag ja sowieso übrig haben, nicht wahr?

Und zwar unabhängig davon, was mit dem Fahrzeug geschieht

Ach so - wenn ein Schaden repariert wird, bleibt er trotzdem bestehen? Das muss man wohl nicht verstehen.

Das Fahrzeug wurde Dir von einer Versicherung bereits vollständig gezahlt

Äääh - nein. Die Versicherung hat dafür bezahlt, dass ein Unfallschaden behoben wurde. Sie hat nicht das Auto gekauft.

Wie oft sollen die Versicherungen denn noch ein- und dasselbe Fahrzeug regulieren

Na genau so oft, wie ein Schaden eintritt und behoben wird. Das war einfach.

Also müsstest Du den Betrag ja sowieso übrig haben

Natürlich nicht, weil das Geld ja für die Reparatur des Unfallschadens verbraucht wurde.

@Havenari

4x mehr oder weniger inhaltlich voll daneben.

@godlikegenius

Will's aber nicht wahrhaben - siehe »Spiegelbeispiel« weiter unten hier im Thread.

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