Unfall unter Alkohol mit Sachschaden bei 1,8 Promille

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Hallo euk

Auf ihn kommt in etwa folgendes zu:

1.) Strafe ca.60-100 Tagessätzen (1TS=Monatsnetto/30). Wenn man unters Jugendstrafrecht fällt Sozialstunden. Dies KANN angewendet werden muss aber nicht.

2.) ca. 16-24 Monate FE-Entzug. Neubeantragung frühestens 3 Monate vor Sperrfristende möglich. (Kosten ca. 150€)

3.) Keine Punkte da Entzug wegen §§ 4 Abs 2 StVG. Bei Neuerteilung wieder punktefrei.

4.) Wenn BAK 1,6‰ oder mehr wird eine MPU nach §§ 13 Nr. 2 FeV angeordnet (ca. 420€), die kann aber nur nach Aufarbeitung bestanden werden. Es empfiehlt sich, sich frühzeitig vorzubereiten.

5.) Strafbefehl in ca. 1-4 Monaten. Die Zeit des vorläufigen Entzugs wird beim Verhängen der Sperrfrist berücksichtigt. Verhandlung recht unwahrscheinlich es sei denn bei Einspruch oder wenn du unters Jugendstrafrecht fällst.

6.) Er ist nicht verpflichtet, weitere Angaben bei der Polizei zu machen. Dies ist in der Regel (ohne anwaltliche Beratung) auch keinesfalls zu empfehlen.

7.) Vor Neuerteilung ist zwingend ein Seminar für Alkoholauffällige Kraftfahrer zu absolvieren, da in der Probezeit aufgefallen siehe NAFAPlus Kosten ca. 300€

8.) PZ ruht bei Entzug, Verlängerung der PZ auf 4 Jahre.

9.) Die Sperrfrist kann er über ein Seminar zur Sperrfristverkürzung, z.B. Mainz 77, um 1-3 Monate verkürzen

die Punkte 7 und 8 nur wenn noch Probezeit besteht

und trägt die Versicherung den Schaden an der Sache,

die Haftpflicht bezahlt zuerst den Schaden, nimmt aber dann dein Schwager bis zu 7500€ in Regress

danke für den Stern

Die Haftpflichtversicherung muss zwar den Schaden erstatten, wird aber mit der höchst zulässigen Summe in Regress gehen (5.000 €). Diese werden den Gesamtschaden sicher nicht erreichen.

Sein Gehalt spielt nur bei der Bemessung seiner Strafe eine Rolle. Er wird also die nächsten Jahre vom Pfändungsfreibetrag leben müssen.

Diese werden den Gesamtschaden sicher nicht erreichen.

wenn das Innenleben des Elektrokasten defekt ist sieht die Sache anders aus

die versicherung wird erst Fremdschaden regulieren,aber die wird sich auch wieder zurückholen.Da wird er wohl die nächsten Jahre ganz schöne Abstriche bei sich machen müssen.

aber die wird sich auch wieder zurückholen.

"nur" bis zu 7500€

wenn es mehr kostet muss die Versicherung den Rest bezahlen

tut mir leid dafür habe auch ich kein Verständniss, ich nehme an das die Angelegenheit als Strafsache ausgelegt wird und vor das Gericht geht, er wird alle Kosten die entstanden sind zahlen müssen und das Gericht wird ein entsprechendes Strafgeld auferlegen mit entsprechenden Fahrverbot, bei entsprechender Bewährung wird er den berühmten Idiotentest machen müssen wenn er seinen Führerschein wieder haben will, versicherungstechnisch kann er garnichts erwarten da bei Alkohol jegliche Haftung erlicht, das betrifft alle Versicherungen!!

versicherungstechnisch kann er garnichts erwarten da bei Alkohol jegliche Haftung erlicht, das betrifft alle Versicherungen!!

bitte zuerst informieren

entsprechenden Fahrverbot

Fahrverbot????

das gibt ein Entzug der Fahrerlaubnis!!!

ein Fahrverbot ist was anderes!

das ist eine ganz einfache angelegenheit...

der liebe schwager war über 1,1 Promille und damit absolut verkehrsuntauglich. dem zu folge wird die KFZ versicherung des Schagers mit recht die endgültige Regulierung des Schadens ablehnen.

nach dem Bundesversicherungsgesetz sind sie verpflichtet, in Schadensvorleistung zu treten, das heißt, die Haftpflcihtversicherung, abgeschlossen für das Fahrzeug, welches den Schaden verursacht, wird diesen erst einmal übernehmen, und sich auf zivilrechtlichem Wege die Schadensumme wieder reinholen...

auf jeden fall sollte der schwager von sich aus, um den guten Willen zu beweisen, eine Alkoholenzugstherapie antreten, selbst dann, wenn die 1,8 Promille eine ausnahme waren, wovon ich allerdings nicht ausgehe, denn wer das trinken nicht gewohnt ist, würde mit diesem Alkoholpegel kein fahrzeug mehr besteigen können, geschweige denn dieses gestartet oder bewegt bekommen.

der nächste schritt wäre abzuwarten, bis sich die Versicherung meldet. dann steht auch die Schadenshöhe fest. sofort danach sollte der Schwager eine schuldnerberatung aufsuchen, um abzuklären, wie hoch sein selbstbehalt ist, und welche Möglichkeiten des Abtrages bestehen...

mein persönlicher tipp: gebrauchte Fahhräder gibts schon für 80 bis 100 € in brauchbarem zustand. was anderes wird der Schwager die nächsten 12 Monate bestimmt nicht mehr fahren dürfen (außer Bus und Bahn)

Je nach Schadenshöhe, das lässt sich aber ganz einfach ausrechnen, wäre der Ausweg in die Privatinsolvenz gegebenenfalls ratsam...

hier gilt eine ganz einfache rechnung: Schadenshöhe (das bezieht Bußgelder mit ein) geteilt durch den möglcihen monatlichen Abtrag. das wäre dann also das Einkommen abzüglich des selbstbehaltes...

gehen wir mal von 1150 € selbstbehalt aus, blieben für den Abtrag also gerade mal gute 300 € monatlich. auf 6 Jahre wohlverhaltensphase verteilt, wären das also 21.600 €

liegt der schadensbetrag da rüber, wäre unter den gegebenen Umständen die Privatinsolvenz der gescheiteste Ausweg...

lg, Anna

nach dem Bundesversicherungsgesetz sind sie verpflichtet, in Schadensvorleistung zu treten, das heißt, die Haftpflcihtversicherung, abgeschlossen für das Fahrzeug, welches den Schaden verursacht, wird diesen erst einmal übernehmen,

Genau, das versuche ich die ganze Zeit schon zu verdeutlichen

und sich auf zivilrechtlichem Wege die Schadensumme wieder reinholen...

nur bis zur Regressobergrenze

@ginatilan

na dann gehts ja noch, dennoch kann ich dem schwager nur dringend raten, einen schuldnerberater aufzusuchen.... angesichts des geringen verdienstes in verbindung mit der belastung nicht verkehrt.

lg, Anna

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