Unfall Kostenvoranschlag statt Gutachten?

5 Antworten

Welchen Betrag soll denn die Versicherung zahlen wenn Keiner angegeben ist?

Statt zu einem Gutachter zu gehen, bzw den zur Werkstatt zu bestellen, hast Du nur eine Werkstatt beauftragt damit sie Dir einen Kostenvoranschlag für die Reparatur macht. Den könntest Du abrechnen wenn es sich um einen kleinen Schaden handeln würde.

Es ist aber ein wirtschaftlicher Totalschaden eingetreten. Um das abzurechnen braucht die Versicherung den per Gutachter ermittelten Wert des Autos vor dem Unfall und den Restwert nach dem Unfall. Beides hast Du der Versicherung nicht vorgelegt, also kann sie auch unmöglich ausrechnen wie hoch sie Dir einen Schadensersatz auszahlen müssen.

Du könntest nun versuchen ob ein Gutachter Dir anhand der Bilder der Werkstatt noch den Zeitwert ermitteln kann und würde. Und ob er als Restwert den Verkaufspreis den Du erzielt hast angeben würde oder dies ermitteln kann.

In wie fern die Werkstatt den Kostenvoranschlag auch bezahlt haben möchte solltest Du auch noch herausfinden und schauen ob sich dies als Gutachterkosten abrechnen lassen würde oder der Gutachter dies übernimmt.

Tut mir leid, wenn man einen Totalschaden am Auto hat kann man doch nicht einfach nur einen Kostenvoranschlag einer Werkstatt machen lassen und das Auto abgeben bevor man weiss wie es mit der Versicherung geklärt wird!

Die Versicherung erfindet keine Gründe, um die Zahlung hinauszuzögern. Ihr fehlen schlicht Angaben über Zeitwert und Restwert. Ohne diese kann sie keine Zahlung vornehmen.

Was soll sie bei einem Totalschaden mit einem Kostenvoranschlag anfangen, wenn das Auto nicht repariert wird? Soweit hättest du eigentlich selbst denken können. Dass ein Kostenvoranschlag kein Gutachten ist, sollte Jedem klar sein. Worin hat dein Problem gelegen, einen Gutachter zu bestellen (oder bestellen zu lassen), der die benötigten Angaben ermittelt?

Durch den Verkauf des Autos hast du dir selbst die Möglichkeit genommen, den Schaden regulieren zu lassen. Auf welcher Basis soll die Versicherung abrechnen?

Du wirst definitiv Problem bekommen.

Natürlich will die gegnerische Versicherung ein Gutachten.
Und zwar von einem vereidigten Gutachter. Dass musst Du zwingend beibringen.
Auf diesem Gutachten wird - per normierter Software - die Schadenhöhe, der Zeitwert und der Wiederbeschaffungswert des Fahrzeuges berechnet.
Kannst Du kein Gutachten vorlegen, dann dann wird die Versicherung bestenfalls einen Teil des Schadens zahlen (Schätzung).

Die Werkstatt erstellt Dir bestenfalls eine Kostenvoranschlag, dieser ist aber für die Versicherung nicht bindend !

Zudem ist das Auto auch bereits Verkauft da der Unfall fast 4 Monate her
ist und ich nicht soviel Platz hatte den Wagen draußen Rosten zu lassen
was auch den Wert mindert.

Das ist definitiv kein Argument. Ein Gutachter lässt sich - auch im Hausbesuch - innerhalb weniger Tage bestellen. Die gegnerische Versicherung zahlt den ja sowieso. Und für alles was danach passiert kommt ja - indirekt - auch die Versicherung auf ..

Du kannst also nur noch hoffen, dass die Versicherung den Kostenvoranschlag des Autohauses ohne Abzüge akzeptiert.
Du wirst aber  davon ausgehen müssen, dass die Versicherung massiv kürzt, weil du nicht beweisen kannst, dass nicht z.B.Vorschäden am Fahrzeug waren (diese wäre im realen Gutachten ggf. aufgetaucht).
Es sollte selbst Dir klar sein, dass eine Rostlaube weniger Zeitwert hätte, als ein top gepflegtes Fahrzeug. Ebenfalls könnte die Versicherung Zweifel an Sonderausstattung (wie z.B. anderes Radio, Alufelgen etc. haben)

Schildere der Versicherung das Problem und hoffe ...

Das ein Kostenvoranschlag zur Abrechnung vollkommen ungeeignet ist dürfte eigentlich bekannt sein.

Da du das Auto verkauft hast ohne vorher einen unabhängigen Kfz-Sachverständigen mit der Erstattung eines Gutachtens zu beauftragen hast du jetzt große Probleme den Schaden zu beziffern.

Wenn das Auto auch beim Käufer nicht mehr unverändert anzutreffen ist, dann bleibt dir nur noch zu versuchen dich gütlich zu einigen, wobei du dabei vermutlich finanziell deutlich schlechter darstehen wirst als wenn du direkt, nach dem Unfall das Gutachten beauftragt hättest.

Es gehört nun mal zu den Aufgaben des Geschädigten seinen Schaden unverzüglich nach dem Unfall zu beziffern und dazu hat er das Recht direkt selber einen unabhängigen Kfz-Sachverständigen zu beauftragen (Ausnahme offensichtlicher Bagatellschaden <715 €).

 

Das ein Kostenvoranschlag zur Abrechnung vollkommen ungeeignet ist dürfte eigentlich bekannt sein

Weder ist das der Fall noch bekannt.

Wenn die Versicherung unbedingt ein Gutachten will, dann soll sie halt eins erstellen lassen. Der Geschädigte ist dazu nicht verpflichtet, der beziffert einfach seinen Schaden und gut is'.

@Havenari

einfach falsch

Der Geschädigte ist zur Beweissicherung verpflichtet, ebenso wie er seine Ansprüche beziffern muss und dies geht nun mal nur korrekt über ein unabhängiges Gutachten.

 jedoch ist es wie ein Kurz Gutachten mit Bildern des Schadens

Damit kann der Versicherer nichts anfangen.

Tatsache ist, dass nur ein Kfz-Sachverständiger ein Gutachten erstellen darf und dieses wird zur Abwicklung des Schadens benötigt.

Was ich jedoch überhaupt nicht verstehe, weshalb das Auto-Wrack überhaupt verkauft wurde, bevor der Versicherer eine Zahlung angewiesen hat.

Scheinbar legst du ja keinen Wert auf eine Zahlung.

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