UNFALL > Freund hat auto gefahren, Auto nur auf Halter versichert.

5 Antworten

Auszug aus der Versicherungsbedingungen der Allianz 24

D Welche Pflichten haben Sie beim Gebrauch des Fahrzeugs? D.1 Bei allen Versicherungsarten Vereinbarter Verwendungszweck D.1.1 Das Fahrzeug darf nur zu dem im Versicherungsvertrag angegebenen Zweck verwendet werden. Berechtigter Fahrer D.1.2 Das Fahrzeug darf nur von einem berechtigten Fahrer gebraucht werden. Berechtigter Fahrer ist, wer das Fahrzeug mit Wissen und Willen des Verfügungsberechtigten gebraucht. Außerdem dürfen Sie, der Halter oder der Eigentümer des Fahrzeugs es nicht wissentlich ermöglichen, dass das Fahrzeug von einem unberechtigten Fahrer gebraucht wird. Fahren mit Fahrerlaubnis D.1.3 Der Fahrer des Fahrzeugs darf das Fahrzeug auf öffentlichen Wegen oder Plätzen nur mit der erforderlichen Fahrerlaubnis benutzen. Außerdem dürfen Sie, der Halter oder der Eigentümer das Fahrzeug nicht von einem Fahrer benutzen lassen, der nicht die erforderliche Fahrerlaubnis hat.

Und hier die Folgen:

D.3 Welche Folgen hat eine Verletzung dieser Pflichten? Leistungsfreiheit bzw. Leistungskürzung D.3.1 Verletzen Sie vorsätzlich eine Ihrer in D.1 und D.2 geregelten Pflichten, so besteht kein Versicherungsschutz. Verletzen Sie eine dieser Pflichten grob fahrlässig, sind wir berechtigt, unsere Leistung zu kürzen. Die Kürzung richtet sich nach der Schwere Ihres Verschuldens. Eine Kürzung unterbleibt, wenn Sie nachweisen, dass keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt. D.3.2 Auch im Falle von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit sind wir jedoch insoweit zur Leistung verpflichtet, als Sie uns nachweisen, dass die Verletzung der Pflicht - weder für den Eintritt oder die Feststellung des Versicherungsfalls - noch für die Feststellung oder den Umfang unserer Leistungspflicht ursächlich ist. Dies gilt nicht, wenn Sie die Pflicht arglistig verletzt haben.

Fazit: Es kann sein, das ein Teil oder die vollständige Regulierung eines Kasko-Schadens abgelehnt wird.

In der Kraftfahrzeughaftpflicht gilt:

Leistungsfreiheit ist beschränkt auf 5.000,00 € oder anders ausgedrückt: Der Haftpflichtschaden wird reguliert, weil per Gesetz Versicherungsschutz besteht, jedoch holt sich die Versicherung bis zu 5.000,00 € vom Versicherungsnehmer zurück (Regress) wenn das Verstossen gegen diese Obliegenheiten vorsätzlich begangen wurde.

Es würde also ggfls. zu den Streitpunkt kommen, ob es Vorsatz war, oder grobe Fahrlässigkeit.

Unter berechtigter Fahrer wird die Person verstanden, die mit Wissen und Willen des Fahrzeugbesitzers das Fahrzeug führt.

Nicht zu verwechseln mit dem Nutzerkreis!

Hat sich Dein Freund das Fahrzeug nicht einfach genommen, sondern hast Du ihn fahren lassen, so besteht Versicherungsschutz.

Hat man sich als "Alleinfahrer" bei der KFZ-Versicherung angemeldet, dann zahlt man (meistens) auch weniger Beiträge.

Sollte nun jemand nicht "gemeldeter" fahren, der dann auch noch einen Unfall verursacht, dann könnte das ggf. von der Versicherung, als Betrug gesehen werden.

Versicherung zahlt jedenfalls den Schaden, aber nur in Vorkasse, ...und fordert es ggf. vom Verursacher zurück, oder erhöht die Prozente des Halters. (Warscheinlich wird auch eine Nachzahlung, wegen falscher Angaben fällig -und eine Anzeige, wegen Betrug)

Manchmal hilft auch eine "Notfallsituation", als Begründung, dass jemand Andere fahren musste.

(Am Besten mal mit dem zuständigen Versicherungsvertreter -persönlich- reden)

LG, Christian

"Betrug" ist das ganz sicher nicht!

Wenn der Fahrer als alleiniger Fahrer eingetragen ist (wobei die Ehefrau IMMER auch fahren darf, auch wenn z.B: nur ich als Ehemann als Fahrer angegeben bin!!!), dann wird die Versicherung wohl dennoch zahlen aber das Geld zurückfordern, denn dann wurde unversichert gefahren.

Das ist wie wenn du mit dem Ausweis deiner Tante Bahn fährst - dann fährst du schwarz.

Neben der Versicherung wird sich bei dem Unfall auch die Staatsanwaltschaft bei dem Verursacher melden - und der Halter dürfte wohl aus seiner Versicherung rausfliegen.

denn dann wurde unversichert gefahren.

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Unsinn. Versichert ist immer das Fahrzeug, nicht der Fahrer oder der Halter.

@JotEs

Das ist wie wenn du mit dem Ausweis deiner Tante Bahn fährst - dann fährst du schwarz.

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Es besteht ein gehöriger Unterschied zwischen dem schwarzfahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Straftat!) und dem Führen eines Kraftfahrzeuges ohne bei der Versicherung gemeldet zu sein (Vertragsverstoß)

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Neben der Versicherung wird sich bei dem Unfall auch die Staatsanwaltschaft bei dem Verursacher melden

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Und warum?

Vielleicht, weil sie zum Kaffeetrinken eingeladen werden möchte? :-)

Die Staatsanwaltschaft hat andere Sachen zu tun, nämlich Straftaten zu verfolgen - eine solche liegt hier jedoch ganz gewiss nicht vor.

Alleine schon das Fahren ist ein Mißbrauch gegenüber der Versicherung. Wenns kracht zahlt sie natürlich, kann sich aber am Halter schadlos halten.

Dann fällt der Alleinfahrer-Rabatt rückwirkend weg. Zusätzlich könnte der Versicherer eine Konventionalstrafe verhängen.

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